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Meine Laune ist mies, es ist besser ihr sprecht mich Heute nicht an.

DIES & DAS

Untitled Engel der Nacht

BROKEN WINGS

Vorwort You're not enough 1-10 You're not enough 11-20 You're not enough 21-30 You're not enough 31 -End

It's need always simple life 1-10 It's need always simple life 11-20 It's need always simple life 21-30 It's need always simple life 31-End

Credits

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Chapter thirty one:

 

Mali war zwar sehr sauer auf Tom, doch ändern konnte sie es so wie so nicht und wegen dem Vaterschaftstest wollte sie heute nichts sagen, da sie wusste, dass Bill in dem Moment vorging. Er war einfach zu fertig mit der Welt um jetzt noch etwas zu tun. Kurz bevor Mali das Ortsschild erreichte, das ihr anzeigte, dass sie wieder in Hamburg war, klingelte ihr Handy.

„I blessed the rains down in Aaaaaafircaaaaa…“, sang Karl Wolf.

Sie ging an ihr Handy und Finn meldete sich; „Hey Schatz.”,

„Hey Baby.“, antwortete Malika.

„Wo bist du gerade?“, fragte er.

„Gleich wieder Zuhause, ich ruf’ dich an, wenn ich da bin, ja?“, fragte sie, da sie schnell auflegen wollte um keine Strafe von vierzig Euro wegen telefonieren am Lenkrad zahlen zu müssen.

„Okay. Ich liebe dich.“, sagte er und legte direkt danach auf.

Als sie zu Hause ankam rief sie auch direkt Finn an.

Lian schlief gerade, also hatte sie genug Zweit um ihrem Freund alles zu erklären. Schließlich war sie ihrem Freund eine Erklärung schuldig, denn sie hatte für Bill und Tom ihre Verabredung sausen lassen. Das tat ihr natürlich auch leid, doch sie war in dem Moment so voller Sorge um Bill, dass es einfach nicht anders ging. Hoffentlich würde er sich nie wieder ritzen. Das wäre das Schlimmste was passieren könnte. Wenn er es wieder tun würde, dann würde Mali ein echtes Problem haben. Vor allem mit ihrem Gewissen, denn es war letzen Endes ihre Schuld.

Sie wollte nicht mit der Schuld und einem schlechten Gewissen leben. Es war schwer so etwas zu tun. Nicht noch einmal. Mali hatte all das schon einmal durchlebt. Es war eine echt schwere Zeit für Mali, als sie zwischen Bill und Tom stand. Sie hatte ein so schlechtes Gewissen gehabt, dass sie am liebsten vom nächsten Hochhaus gesprungen wäre. Noch schlimmer ist es ihr ergangen, als Tom von dem Seitensprung mit Marlon erfahren hatte.

Ihr Handy bimmelte schon wieder, doch diesmal war es nur eine SMS.

Hey Schatz, mit Tom und mir ist wieder alles okay. Wir haben uns ausgesprochen.

Liebe dich, Bill.

‚Liebe dich?’, schoss es ihr durch den Kopf. ‚Ist der Junge von allen guten Geistern verlassen?’

Doch sie dachte sich nicht wirklich weiter was dabei und beließ es dabei. Bill wusste schließlich, dass sie Finn über alles liebte und ihn nie verlassen würde.

Super, das freut mich echt für euch, vielleicht feiern wir das einmal? Hab dich lieb! Mali. tippte Mali schnell in ihr Handy. Eigentlich hatte sie Finn versprochen, dass sie nichts mehr mit Bill zu tun haben würde, doch Bill war eigentlich schon immer ein sehr guter Freund von ihr, sie hatten ein wenig Zeit wo totale Funkstille war und doch hatten sie wieder zu einander gefunden. Es tat gut immer einen guten Freund an seiner Seite zu haben. Finn war ihr bester Freund, eigentlich schon immer, doch nun war er ihr Freund. Der, den sie später mal heiraten wollte. Sie parkte das Auto im Parkhaus unter ihrer Wohnung und gerade als sie den Schüssel im Schloss zur Wohnung öffnete, erblickte sie ein wahrhaftes Meer aus Kerzen und blutroten Rosenblättern.

„Hallo?“, fragte sie.

„Hey mein Schatz.“, begrüßte Finn sie – im Anzug. ‚Wow, was wird das denn?’, dachte sie sich. „Hey Schatz.“, sagte sie und drückte ihm einen Kuss auf den Mund.

„Ich habe eine Überraschung für dich.“, sagte er und führte seine Freundin in die Stube.

„Tatsächlich?“, fragte Mali und ein Hauch Ironie schwang in ihrer Stimme mit.

„Ja…“; hauchte Finn und Mali schaute sich um. Finn hatte ein Candle-Light-Dinner vorbereitet. Der ganze Raum war nur mit Kerzen aller Art beleuchtet. Mali war fasziniert.

Es war so schön.

„Schatz, bevor wir anfangen, ich möchte dir eine für mich sehr wichtige Frage stellen.“, fing er an. Mali schaute ihn erstaunt an, als er plötzlich ein kleines rotes Kästchen aus seiner Jackett-Tasche zog. Er ging auf die Knie, öffnete sie, und fing an zu reden; „Mali, wir sind jetzt schon über ein Jahr zusammen, haben einen wunderbaren kleinen Sohn, bald eine eigene Wohnung. Wir führen eine so schöne Beziehung und ich möchte, dass wir für immer zusammenbleiben, deshalb, möchte ich dich hier und jetzt fragen, ob du mich heiraten willst…?“

Ein leicht fragender Unterton schwang in seiner Stimme mit…

 

Chapter thirty two:

 

Fassungslos blickte Malika in Finns Gesicht. Meinte er das jetzt ernst? „Ja…“, brachte sie in einem schwachen Ton hervor und fiel ihrem Freund um den Hals. Eine größere Freude konnte er ihr beinah gar nicht machen und sie hoffte so sehr, mit diesem Ja auch die richtige Entscheidung getroffen zu haben, dennoch wollte sie diese Ja niemals anzweifeln. Sie wollte mit ihm für immer und ewig zusammen bleiben. Ein größeres Glück als Finns Hochzeitsantrag und Lian konnte es einfach nicht geben. Nichts konnte dies noch überbieten. „Und ob ich will…“, hauchte sie und löste sich wieder etwas von ihm, aber nicht ganz. Noch immer hielt er seine Hände um ihre Hüfte geschlungen. Finn strahlte sie an. „Ich liebe dich und ich will dich nie wieder verlieren! Ich will das du das weißt!“, sagte Mali und zog ihren Freund zu sich heran. Einen Kuss fordernd. Fast gierig bat sie um Einlass, den er ihr sofort gewährte. Ein heißes und leidenschaftliches Zungenspiel begann und Malikas Hände wanderten unter sein Hemd. Zog es aus der Hose und machte sich dann augenblicklich auch an dieser zu schaffen. Anders konnte sie Finn in diesem Moment auch nicht ihre Liebe zeigen, bestätigen und wollte ihn jetzt und hier und nur für sich alleine.

Finn ließ sie gewähren und fuhr seiner Freundin sanft über ihren Rücken, entkleidete sie von ihrem Oberteil und machte sich auch an ihrer Hose zu schaffen. Nach einigen Sekunden, in denen sie nur noch in Unterwäsche dastanden, fuhr Mali sanft an seiner Boxershorts entlang. Spürte sein steifes Geschlecht und zog ihm seine Boxershorts schließlich ganz aus. Fuhr sanft über seinen Penis und zwang ihren Freund sie von ihrer Unterwäsche zu befreien. Finns Berührungen brannten auf ihrer Haut und sie wünschte sich, dass sie endlich die Befriedigung bekam. Ihn. Finn. Den, den sie so sehr liebte wie ihr eigenes Leben. Und noch mehr.

Finn berührte sie sanft an ihrem Geschlecht und vergrub seine Finger in ihr. Mali stöhnte auf. Konnte ihre Erregung und ihre Lust kaum noch bändigen. „Finn…“, hauchte sie und er zwang sie nach hinten zu gehen. In Richtung Bett. Als sie die Bettkante in ihren Kniekehlen spürte ließ sie sich langsam nach hinten fallen und Finn hielt sie so lange fest, bis sie die weiche Matratze unter sich spürte. Ehe sie diese unter sich empfand, spürte sie wieder Finns Hand, an ihrem Geschlecht und noch immer hatte sie ihren Tanga an. Finn zog auch diesen sanft von ihrer Hüfte und Mali zog ihn an sich heran. Dicht. Und augenblicklich spürte sie auch schon sein Geschlecht in sich. Mali stöhnte auf. Laut und lustvoll, was wohl auch Finn erregte, der seinen Rhythmus diesem lustvollem Stöhnen anpasste und schneller wurde. Mali rückte sich so in Position, dass er noch tiefer in sie eindringen konnte und in diesem Moment konnte sie sich nicht beherrschen. Schrie beinah auf und empfand in diesem Moment nur diese Wahnsinnsbefriedigung und Lust, die Finn in ihr auslöste. Fast krampfhaft hielt sie sich an ihm fest und versuchte ihre Laute in seiner Schulter zu ersticken, dass nicht jeder mitbekam, was sich hier abspielte. Wobei ihr das in diesem Moment auch völlig egal war. Sie konnte sich nicht mehr beherrschen, nicht klar denken und wollte nur noch, dass dieses Gefühl nicht mehr endete…

Mit einem leichten Nachklang, dieses Gefühls, kuschelte sie sich an ihren Freund und verlangte wieder einen Kuss. Wollte ihn ganz nah bei sich spüren und ihm einfach zeigen, wie sehr sie ihn liebte und auch seine Liebe erwidern.

„Schatz, ich liebe dich und das eben, dass war mehr als wunderschön! Du bist mein Leben! Ich will dich nicht verlieren, dich nicht und nicht Lian. Ihr seid die beiden wichtigsten Menschen in meinem Leben!“ Wunderschöne Worte. Und diese aus dem Mund des Mannes, den Mali über alles liebte und den sie nie verlieren wollte. Ihn nicht und Lian auch nicht. Ihren Sohn und das Zeichen ihrer beiden Liebe.

„Ich lieb dich auch! Und glaub’ ja nicht, dass ich dich je wieder hergebe…, du bist mein Leben Finn. Du und Lian, ihr beide seid mein Leben und werdet das auch immer bleiben!“ Fast als ein Siegel bestätigten sich diese Worte durch einen Kuss, den Mali nur zu sehr genoss. Ihre Zungen umspielten sich und sie wünschte sich, dass dieser Moment lange anhielt. Auf ewig…, am liebsten…

 

Chapter thirty three:

 

Nach dem ihr intensiver Kuss geendet hatte, kuschelte Mali sich an Finns Brust. Die Kerzen waren bereits heruntergebrannt und so konnten beide beruhigt schlafen gehen.

„Bevor wir schlafen, Schatz. Wo ist Lian?“, fragte Mali ihren Freund.

„Der Kleine ist bei meiner Mutter. Es ist alles geregelt. Sie kümmert sich bis Morgen um ihn.“, erklärte sie Finn. „Okay Schatz. Danke. Für alles. Der Ring… Oh mein Gott…“, sie schaute auf ihre linke Hand. Dort am Ringfinger steckte ein wunderschöner silberner mit Steinchen verzierter Ring. Langsam sammelten sich Tränen ihren Augen. Es war so wunderschön mit Finn verlobt zu sein. Es war zwar neu und ungewohnt und doch war es toll.

„Schatz…“, begann Finn.

„Ja...“, erwiderte sie.

„Ich muss Morgen auf eine Azubi Bildungsreise nach Bayern.“, flüsterte er und strich ihr sanft über ihre langen Haare.

„Wie lange?“, fragte Mali.

„Für eine Woche.“, sagte er und Mali nickte bedrückt.

„Okay, Schatz. Lass uns jetzt aber schlafen, okay?“, fragte Mali und sie schliefen bald darauf kuschelnd ein.

Als Mali am nächsten Morgen aufwachte, lag sie alleine mit einem Seidenlaken umwickelt im Bett. Neben ihr auf dem Kopfkissen lag ein Zettel.

 

Hey mein Schatz,

Ich musste bereits um halb fünf aufstehen. Du hast so süß geschlafen, dass ich dich nicht wecken wollte. Wir bleiben die Woche auf jeden Fall in Kontakt.

Ich liebe dich über alles.

Kuss, dein Verlobter, Finn : )

 

Mali schmunzelte. Wie süß. Sie schaute auf die nächste Uhr. Es war bereits halb elf.

Sie schnappte sich ihr Handy und versuchte Bill zu erreichen, doch der ging nicht ran. Entweder er schlief, oder er hatte gerade einen Termin, und konnte aus dem Grund nicht rangehen. Mali schlenderte ins Badezimmer. Sie wollte duschen. Das hatte sie auch dringend nötig, denn der Sex am gestrigen Abend war anstrengend gewesen, somit hatte sie auch sehr geschwitzt. Sie drehte das Wasser auf und ließ das Seidenlaken fallen, stieg in die Dusche und das Wasser lief ihr über den braungebrannten Körper. Mali hatte durch die Schwangerschaft und die Geburt ein wenig zugenommen, doch das hatte sie dadurch, dass sie so viel Stress nach der Geburt Lians hatte ganz leicht wieder ausgeglichen. Die Woche, die Mali im Krankenhaus lag, hatte sie überhaupt nichts gegessen. Sie konnte einfach nicht. Als sie fertig war, machte Mali sich zurecht und aß etwas. Gerade als sie ihr Frühstück beendet hatte, fing ihr Handy an ‚Barbie Girl’ zu spielen und sie wusste, dass Bill anrief.

„Hey Schatz.“, begrüßte sie ihn.

„Na, Mali. Du hast mich angerufen? Sorry, aber ich hab geschlafen.“, entschuldigte er sich sofort.

„Hey, ist doch alles gut, Bill.“, antwortete Mali schnell, und bevor ein erneuter Wasserfalls von Worten sie überschwemmen konnte, redete sich auch schnell weiter.

„Wo bist du gerade?“

„Na, in meiner Wohnung.“, sagte Bill.

„Hamburg?“, fragte Mali sicherheitshalber noch einmal nach.

„Ja. Wieso denn?“, fragte er.

„Na ja, ich wollte dich fragen, ob du Lust hast mit mir und Lian spazieren zu gehen, außerdem muss ich dir was ganz Wichtiges erzählen, das geht aber nicht so einfach am Telefon.“, erklärte sie.

„Was? Na klar habe ich Lust mit euch spazieren zu gehen. Worum geht es denn?“, fragte Bill neugierig. Ein Gefühl von Glück machte sich in Mali breit.

„Erklär ich dich später alles. Wo treffen wir uns? Holst du und bei mir zu Hause ab?“, fragte Mali.

„Ja, klar. Mach ich. Um drei, was hältst du davon?“, schlug Bill vor und Mali stimmte zu.

 

Chapter thirty four:

 

In der Zeit bis um drei holte sie ihren Sohn von ihrer Mutter ab, die leicht gestresst wirkte und Malika dankbar war, dass sie Lian abholte. Sie nahm den Kleinen mitsamt seinen Sachen und fuhr wieder zu Finn. Bis um drei hatte sie noch immer etwas Zeit und so blätterte sie die Zeitung durch, um nach einer geeigneten Wohnung ausschau zu halten. Mali fand einiges und kreiste diese ein. Vom Preis und auch von der Größe als auch von der Lage her, waren diese Wohnung optimal, doch leider waren es nur drei und sie würde schnellst möglichst einen Termin mit den Maklern ausmachen müssen. Allerdings wollte sie damit bis auf die Rückkehr von Finn warten.

Pünktlich um drei klingelte es an der Haustür und Mali legte ihren Sohn fertig anzogen in den Kinderwagen. Zusammen machten Bill und Mali sich auf den Weg. Einfach draußen irgendwo langlaufen. Der Kleine schlief an der frischen Luft auch besser und so schlief er auch schon bald, nachdem er seine Schrei-Arie beendet hatte.

„Wie geht’s dir jetzt so?“, fragte Bill. „Na ja, mit dem Kleinen ist alles okay, aber…gestern Abend. Finn hat…“ Sie blieb stehen und schaute Bill fragend an. „Er hat mir gestern einen Heiratsantrag gemacht!“, platzte es dann aus ihr heraus.

„Wie? Einen Heiratsantrag? Das ist ja der Wahnsinn! Ich freue mich für dich und Finn!“ Allerdings brachte er dies nur zum Schein hervor. Innerlich zerfielen jegliche Hoffnungen zu Staub, als er das hörte. Nie wieder könnte er je etwas mit Mali haben. Geschweige denn mit ihr zusammen sein. Nichts würde sich der Hochzeit der beiden noch in den Weg stellen können.

„Ja, ich habe mich riesig gefreut! Schau, den Ring hat er mir gestern geschenkt!“, strahlte Malika gut gelaunt und hielt ihm den Ring entgegen. Bill lächelte ihr aufmuntert zu und hoffte, dass sie nichts merken würde.

Es tat ihm weh, ja, doch er wollte sie nicht wieder unglücklich machen, sondern lieber selber das Unglücklich sein in Kauf nehmen, anstatt seine Liebe, die da vor ihm stand, unglücklich zu sehen.

Mali schob den Kinderwagen weiter und erzählte hin und wieder wie glücklich sie mit Finn war. Dass es Bill immer wieder einen Stich ins Herz gab, merkte sie nicht.

Sie strahlte vor Glück und das konnte und wollte er ihr nicht nehmen.

Die beiden gingen weiter und Malika merkte nicht, wie in ihrer unmittelbaren Nähe, ein Fotoblitz aufleuchtete.

„Wann und wie geht’s denn eigentlich mit deiner Ausbildung weiter?“, fragte Bill irgendwann, auch weil er das Thema wechseln wollte. Mali schien nicht zu bemerken, dass er es nicht so gerne hörte, wie sie so schwärmte. „Na ja, ich weiß noch nicht ganz genau wann es weitergeht. Schließlich ist Lian noch so klein und ich will ihn auch nicht unbedingt jeden Tag in die Kinderkrippe geben müssen! Ich will lieber selber für ihn da sein. Ich denke aber, dass ich vielleicht in einem halben Jahr oder wenn Finn dann mit seiner Ausbildung fertig ist, wieder arbeiten gehen werde. Und wie sieht’s bei euch aus?“ „Ja, wir stecken gerade im Ideensammeln und so…, wir wollen bald unser drittes Album aufnehmen…“ „Klingt doch gut. Und werdet ihr da wieder eine Tour spielen?“ „Das steht noch nicht ganz fest, aber ich denke schon…“, meinte Bill zu ihr und dann waren sie auch schon wieder bei Finn Zuhause angekommen.

„Na, ich werde mich dann mal verabschieden. Tom und ich wollen heute noch einen DVD-Abend machen…“ „Cool, ich wünsch’ euch viel Spaß!“, sagte Mali zum Abschied, umarmte ihn kurz und ging dann mit Lian zusammen in die Wohnung.

Gerade als Lian auf dem Schoß hatte und es sich im Wohnzimmer gemütlich gemacht hatte, begann ihr Handy zu klingeln. Finn rief an. Freudig hob sie ab.

„He, mein Schatz! Wie geht’s dir und dem Kleinen?“ „Uns beiden geht es super und Bill und ich waren heute ein wenig draußen. Lian schläft doch lieber draußen an der frischen Luft…, und was hast du gemacht?“ „Na ja, nichts Besonderes. Wir haben einfach nur ein paar Crash-Kurse in Sachen Programmieren und dem ganzen Zeug was wir brauchen und sind eben aus verschiedenen Bundesländern zusammen. Ganz schon viele, die die gleiche Ausbildung machen wie ich. Und man kann sich hier auch ganz viele Tipps von den ganzen anderen holen…“ „Klingt super! Wann kommst du wieder?“, wollte Mali wissen und wirkte enttäuscht, als Finn sagte, dass er erst gegen Ende der Woche wieder da sein würde.

Mali wollte ihn am liebsten sofort wieder bei sich haben, doch da musste sie sich gedulden. Eine Woche…, ging es ihr durch den Kopf. Wie sollte sie die ohne Finn überleben?

 

Chapter thirty five:

 

Bill kam zu Hause an. Ihm ging es echt scheiße. Soeben hatte er erfahren, dass Mali Finn heiraten würde. Er wollte zwar, dass Mali glücklich ist und doch tat es verdammt weh, zu wissen, dass sie ihn nicht liebte und er sie nicht glücklich machen konnte.

Bill schmiss sich auf sein großes Bett. Salzige, heiße Tränen liefen über seine Wangen.

Sein Herz war schon damals in tausende von Stücken zerrissen und jetzt hatte Bill genau dasselbe Gefühl. Das Gefühl, dass sein Herz auseinander riss. Die Tränen taten förmlich weh.

Er drückte sein Gesicht in sein Kissen. Sein Schluchzen war sogar vor seiner Zimmertür noch zu vernehmen, was Tom anlockte.

„Bill…?“, fragte er leise.

Er spürte den Schmerz, den sein Bruder gerade fühlte. Es zerriss ihm das Herz seinen Bruder so zu sehen.

Er schlich langsam auf ihn zu, setzte sich aufs Bett und legte seinen Arm auf Bills Schulter.

„Verpiss dich!“, schluchzte Bill. Er wollte einfach nur alleine sein. Alleine mit seiner Trauer. Alleine mit seinem Schmerz. Alleine mit seinem Kummer. Alleine mit seiner Sehnsucht…

„Bill, red’ mit mir. Bitte.“, flehte Tom.

Bill setzte sich auf und fiel seinem Bruder schluchzend um den Hals.

„Tom… ich… Mali…“, weinte er.

Es war nicht einfach für ihn das auszusprechen, was ihn bedrückte.

Tom wiegte ihn leicht hin und her. Er versuchte ihn zu beruhigen.

„Tom, Mali heiratet.“, schluchzte er. Es kostete Bill einiges an Überwindung das auszusprechen.

Toms Bewegungen erstarrten, als wären sie zu Eis gefroren.

Bill schaute ihn an. Auch Toms Augen füllten sich mit Tränen.

„Nicht dein Ernst, oder?“, fragte er tonlos, obwohl er ganz genau wusste, dass es Bills voller Ernst war.

Bill schaute Tom fest in die Augen. „Doch, Tom. Doch.“, flüsterte er und wandte sich ab.

Tom stand wie in Trance auf.

Das Radio, welches er vorhin in der Küche angemacht hatte, spielte ein altes jedoch Tom sehr bekanntes Lied.

Once upon a time I was falling in love…

Ja, vor einiger Zeit hatte er sich verliebt. Er hatte das Lied geliebt. Als Kind. Er hätte nie gedacht, dass er einmal in derselben Situation sein würde, von der die Sängerin berichtete.

But now I’m only falling apart, there’s nothing I can do…

‘Es ist Liebe, das erste Mal, dass ich richtig verliebt war, immer noch bin und ich kann nichts dagegen tun, dass sie einen anderen heiratet. Es tut so weh…’, schoss es ihm durch den Kopf.

A total eclipse of the heart…
In seinem Herzen herrschte einen totale Finsternis.

Leider, konnte er nichts dagegen tun. Er liebte Mali doch – über alles – seit dem er sie das erste Mal gesehen hatte, wusste er, sie ist es. Die Eine. Die Eine, oder keine…

Once upon a time there was light in my life
But now there’s only love in the dark
Nothing I can say
A total eclipse of the heart…

Tom schaute aus dem Fenster der Küche. Ironie.

Das Wetter war wundervoll, die Sonne schien, es war kaum bewölkt.

Wie ironisch die Welt doch war. Seine große Liebe würde heiraten und die Sonne schien. Tom stellte das Radio aus und verließ die Küche. Er betrat sein Zimmer. Die Sonne schien, wie ein Weltmeister. Frustriert ließ er seine schwarzen Jalousien herunter, sodass im Zimmer totale Finsternis herrschte, - so wie in seinem Herzen.

Once upon a time I was falling in love
But now I'm only falling apart
There's nothing I can say
A total eclipse of the heart…

Er griff nach seiner Gitarre und spielte ein paar Akkorde…

 

Chapter Thirty six:

 

Die Woche verging und Mali telefonierte jeden Tag mit Finn. So oft es die Zeit der beiden eben zuließ. Sachte legte sie Lian in das Bettchen, welches Finn gebaut hatte. Es sah wunderschön aus und Mali hatte auf die blaue Farbe noch ein paar Wolken gemalt. Es sah einfach kindlich und süß aus.

Mali gefiel es. Sie sah ihren Sohn an. Die schwarzen Haare und die noch blauen Augen. Welche Augenfarbe er bekommen würde, würde sich noch zeigen, dafür war er einfach zu klein.

Doch sie liebte ihn. Egal mit welcher Augenfarbe, egal mit welcher Haarfarbe. Sie liebte ihn. So wie sie Finn liebte. Mali konnte nicht verhindern das einige Tränen des Glückes ihr die Wangen hinunter fielen. Tränen des Glückes…, ja, sie war glücklich. Ihr Glück war ihre kleine Familie. Und der Heiratsantrag schien dem ganzen noch eine festere Struktur zu geben. Eine Sicherheit, dass alles so bleiben würde, wie es war.

Während Mali Tränen des Glückes vergoss, so vergoss Bill sie aus Frust, Wut, Trauer und aus Liebeskummer. Noch nie hatte er sich wegen einem Mädchen – Mali war nicht irgendein Mädchen – so sehr die Augen ausgeweint. Es passte nicht so zu ihm. Klar, traurig war er schon, wenn sich eine Beziehung dem Ende neigte, sie oder er Schluss machte, doch er musste immer zu an Mali denken. Nur schwer konnte er diese Gedanken beiseite schieben. Gegen neue ersetzen.

Bill vernahm – wie fast jeden Tag in dieser Woche – sanfte Gitarrenklänge aus dem Zimmer seines Bruders. Er spielte Melodien. Traurige. Sanfte. Leise, ruhige, alles was ihm so durch den Kopf ging. Auch in ihm herrschten viele Ideen, neue Songs, die hier und da Gestalt annahmen, doch so wirklich konnte er sich nicht aufraffen diese aufzuschreiben. Sie würden doch alle nur das gleiche Thema widerspiegeln: Liebeskummer.

Das, was in seinem Innern dunkel und leer geworden war. Pure Enttäuschung, die Malika in ihm ausgelöst hatte, ohne das sie es so recht mitbekam.

Erschrocken wandte er sich zu seinem Handy. Als er aufstand, um das Handy zu holen, fiel sein Blick in den Spiegel, der in seinem Zimmer hing. Traurige Augen. Total rot. Und er fand, dass er richtig schlimm aussah. Seitdem Mali ihm das mit der Hochzeit erzählt hatte, hatte er kaum was gegessen. Viel zu viel geraucht und viel zu wenig gegessen.

Was hatte sie bloß mit ihm angestellt?

„Ja?“, ging er in einem müden Ton ran. Plötzlich riss er die Augen auf. Stammelte. Wieso rief sie an?

Malika?

„Bill, wie geht’s dir?“, fragte sie ihn. „Ähm…, ja, ganz okay…soweit, und bei dir? Warum rufst du an?“ Bill hatte nicht im Geringsten mit diesem Anruf gerechnet beziehungsweise nicht von Mali.

„Na ja, bei mir ist soweit alles okay. Finn und ich wollen uns bald um die Hochzeit kümmern.

Aber wer weiß, wie lange das alles braucht und so…, du kennst ihn ja. Manchmal kann er echt tranig sein. Er kommt auch bald wieder…!“ „Hm…, ja, und…ähm, wieso rufst du an?“ „Ich wollte nur wissen, wie es dir geht und vielleicht hast du ja Lust…, okay, ich wollte dich was fragen!“ „Ja…, mach…“ „Na ja, ich…Finn und ich, na ja, eigentlich eher ich…, habe überlegt…, na ja, ob ihr beide, Tom und du…, ob ihr Trauzeugen werden wollt…?“

Wie bitte? Schoss es ihm durch den Kopf. Das konnte doch nicht ihr Ernst sein. Aber anscheinend machte sie keinen Scherz. Sie meinte das ernst. Sehr ernst sogar.

„Wie? Trau-au-zeugen? Bei-bei eu-ur-er Hoch-och-zeit?“ „Ja, und…, wieso stammelst du so? Ist es sehr überraschend für dich? Bill, was ist los?“, wollte Mali fordernd wissen.

„Ich…, nein, es ist alles okay, wirklich!“ So halbwegs hatte er sich wieder gefangen.

„Bill, irgendwas ist doch! Nun sag schon, was ist los, verdammt? Habe ich irgendwas falsch gemacht?!“ „Nein, hast du nicht…“, sagte Bill matt und wusste nicht so recht, wie er ihr das nun erklären sollte. „Mali, mir geht’s nicht so gut…, lass uns ein andern Mal weiterreden, ja?“ „Okay, kann ich dann wenigstens mit Tom reden?“ „Bloß nicht-“, rutschte es ihm raus, hielt aber abrupt inne. „Wie? Bloß nicht? Sag mal was ist bei euch los? Man könnte fast meinen, ihr habt Liebeskummer!“ Na, toll. Getroffen. Mitten ins Schwarze. „Wir? Äh, nein, wie kommst du darauf?“, wollte er sich so schnell wie möglich wieder raus reden. „Ja, ist okay. Lass uns später weiterreden. Finn kommt gerade wieder!“, sagte sie und nach einem kurzen Abschiedswort legte sie auch schon auf.

Bill starrte auf sein Handy. Was war das gerade? Wieso?

Schluchzend und fertiger mit sich und seinen Gedanken ließ er sich zurück aufs Bett fallen. Wie sollte es denn jetzt weitergehen?

Mali sprang freudig von der Couch auf, auf der sie bis eben noch gesessen hatte und rannte freudenstrahlend ihrem Freund entgegen, der sie sofort in seine Arme schloss.

 

Chapter Thirty seven:

 

Jedoch war Finn ein wenig zaghaft, was Mali natürlich sofort merkte.

„Was ist los, Schatz?“, fragte Mali und blickte Finn an.

Seine Augen waren wutverzerrt.

„Was los ist? Du fragst mich allen ernstes was los ist?“, schrie er und schmiss ihr eine Zeitung vor die Nase.

„Guck dir das an!“, brüllte er und wies auf die Zeitung.

Mali ergriff die Zeitung und begann zu lesen…;

 

Babyalarm im Tokio Hotel.

 

Gestern Mittag wurde Bill Kaulitz (20) Frontmann und Sänger der Teenieband Tokio Hotel mit einem Mädchen, das einen Kinderwagen schob, im Arm gesichtet. (Bild 1)

Bei dem Mädchen handelt es sich um niemanden anderes als die viel umstrittene Malika Krause (19). Zwischen den beiden herrschte sicheren Quellen zufolge, eine sehr vertraute Zweisamkeit. Wie wir jedoch wissen, ist M. Krause mit Herrn Kaulitz’ Zwillingsbruder Tom Kaulitz (20) zusammen. Ist Tom Kaulitz Vater, oder ist es Bill Kaulitz?

Wir sind gespannt.

 

Darüber prangten drei Bilder. Eins, auf dem Bill Mali umarmte, Eins, auf dem Bill den Kinderwagen schob und eins auf dem Mali und Bill tatsächlich Arm in Arm durch die Straßen Bahrenfelds liefen. Wo zum Teufel hatten die diese Bilder her?

Mali hatte nicht im Geringsten mitbekommen, wie jemand Fotos gemacht haben könnte.

Sie blickte zu Finn hoch.

„Ich weiß nicht, wie diese Fotos an die Presse gelangen konnten. Vor allem weiß ich auch nicht wie es kommt, dass wir fotografiert wurden.“, versuchte sie zu erklären.

„AH JA? DAS WEIßT DU ALSO NICHT? DU BEHINDERTE ARBEITEST BEI DER PRESSE UND WEIßT NICHT; DASS SO WAS EIN GEFUNDENES FRESSEN FÜR DIE FUTZIS IST? DU BIST DOCH ECHT BEKLOPPT. DIR IST SCHON KLAR, DASS DIE DENKEN, DU WÄRST IMMER NOCH MIT EINEM VON DER SCHWUCHTEL BAND ZUSAMMEN… DIE WERDEN WEDER DICH, NOCH MICH; NOCH UNSEREN SOHN IN RUHE LASSEN!?!?!“, brüllte Finn.

„Wieso schreist du mich so an, was habe ich dir getan? Ich war lediglich mit einem guten Freund und unserem Sohn spazieren. Das ist alles. Findest du es nicht normal, dass du deinen Freund auch mal den Kinderwagen schieben lässt?“, Malis Stimme bebte und doch sprach sie relativ gefasst weiter; „Was fällt dir eigentlich ein, meinen Ex-Freund und meinen besten Freund als Schwuchtel zu bezeichnen, du bist doch der, der nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Du bist doch total Besitz ergreifend. Willst du, dass unser Kind nicht raus kann…

Wenn ja, dann sag es mir. Dann fange ich wieder an zu arbeiten und du kannst dich um das Kind kümmern. Ich weiß, es ist nicht gut, dass Lian in der Presse ist, aber was willst du machen? Es ist passiert und man kann es nicht rückgängig machen…“, gerade wollte sie einen neuen Satz anfangen, doch Finn unterbrach sie.

„Nicht raus kann? Du wirst sicherlich nicht weiterarbeiten. DU bleibst zu Hause und kümmerst dich um das Kind!“, sagte er bestimmt.

„DAS KIND? Es ist unser Kind. Das Kind hat einen Namen, verdammt. Kannst du es nicht beim Namen nennen, oder bist du zu feige dazu? Ich habe damals Scheiße gebaut, aber wenigstens weiß ich das und ich stehe dazu. Wie ich dich kenne, unterstellst du mir gleich auch noch, dass ich was mit Bill oder Tom hatte. Du bist so primitiv. Ich weiß gar nicht, wie ich so etwas lieben kann. Verstehst du? Du vertraust mir wieder nicht. Am liebsten wäre es dir doch mich hier einzusperren. Ich habe mich echt darauf gefreut zu dir zuziehen. Ich habe echt gedacht, es würde klappen. Gedacht, wir würden es schaffen, aber es ist okay. Ich gehe erst einmal zu meiner Mutter. Wir brauchen Abstand von einander. Kümmere dich um Lian. Wir sehen uns.“, schrie Mali, stand auf, schnappte sich ihre Jacke und knallte die Tür hinter sich zu.

Mali wusste ganz genau, dass sie sich in etwas hineingesteigert hatte, doch sie konnte einfach nicht anders. Es war ein scheiß Verhalten ihr gegenüber, außerdem hatte er sie beschimpft und das ließ sie sich erst recht nicht gefallen. Nicht von Finn und auch von niemandem anders.

Sie beschloss erst einmal bei Bill und Tom vorbeizuschauen. Bald war sie bei ihnen vor der Haustür. Toms Jalousien waren heruntergelassen – das kam ihr ein wenig suspekt vor.

Waren sie gar nicht zu Hause?

Sie klingelte und bald darauf wurde ihr geöffnet.

Mali lief die Treppen hoch. Was sie sah, erschreckte sie und ihr wurde leicht übel.

Bill stand vor ihr. Seine Augen waren rot unterlaufen und Tränen liefen ihm unablässig über die Wangen.

„Bill….“, fing Mali an, doch dann versagte ihr die Stimme… Sie sank auf die Knie. Jetzt wurde ihr alles klar. Sie war der Grund, warum Bill so drauf war. Deshalb wollte er ihr nicht sagen, was los war. Es war die Nachricht, dass sie heiraten würde… Heiße, salzige Tränen liefen ihr über die Wangen…

„Mali…“, flüsterte Bill.

Mali schluchzte auf; „Es tut mir so leid, mein Schatz. Ich wollte das alles doch gar nicht. Ich wollte dich mit der Nachricht nicht verletzen. Ich habe nicht daran gedacht, aber eben… eben ist es mir wie Schuppen vor die Augen gefallen. Ich… Bill…“

Bill stürzte auf sie zu. Sie klammerten sich aneinander, wie zwei ertrinkende.

Zwei ertrinkende, die ohneeinander unterzugehen drohten.

Bald darauf waren Bills Lippen auf denen Malis.

Ein Feuerwerk explodierte in beiden Körpern.

Der Kuss wurde immer leidenschaftlicher. Immer verlangender. Malis Hand wanderte in seinen Nacken und streichelte ihn dort sanft.

Plötzlich, so plötzlich, wie sie sich geküsst hatten, so abrupt endete der Kuss auch schon.

„Scheiße, Bill. Wir dürfen das nicht. Ich kann das nicht. Ich liebe dich, wie einen Freund. Ich kann dich nicht küssen.“, flüsterte sie erschrocken über sich selbst.

„Tut mir leid…“, flüsterte Bill.

 

Chapter Thirty eight:

 

„Ich…schon gut…, ich…, wollte das ja auch irgendwie…“, stammelte Mali hilflos.

„Es tut mir leid…“, sagte Bill ihr noch einmal und Mali sah ihn nur traurig an. Sie wusste nicht, wie sehr sie ihm wehgetan hatte. Nein, sie konnte diesen Schmerz nicht nachvollziehen.

„Ich…ich glaube ich gehe jetzt! Ich muss Einiges mit Finn klären!“, sagte sie etwas unbeholfen, raffte sich wieder auf und nahm ihre Tasche. Ein letzter Blick zu ihm und sie verschwand aus der Tür.

Mali wollte diesen Streit zwischen sich und Finn wieder aus der Welt schaffen. Sie liebte ihn doch. Aber gerade eben überkam sie noch eine andere, nicht gewollte, aber schöne Erkenntnis. Doch so schön sie auch war, sie durfte sie auf gar keinen Fall wahrhaben. Akzeptieren. Und schon gar nicht ausleben. Sie hatte dieses Gefühl gespürt. Dieses Gefühl von tausenden Schmetterlingen und Faszination. Als sie Bill und sie sich geküsst hatten.

Ohne auf ihr Inneres zu achten, zu hören, setzte sie zügig den Weg zu Finn fort.

Malika klingelte. Einmal. Zweimal. Dann noch einmal. Ehe Finn die Gestalt an der Tür erkannt hatte, fuhr er sie auch schon an. „Was willst du? Bist du nicht wieder zu diesen hässlichen Schwuchteln gerannt? Hast du vielleicht eben mit diesen gevögelt und willst dich jetzt wieder bei mir einschmeicheln? Mali, weißt du eigentlich wie weh du mir tust?“

Schlechtes Gewissen. Bis in Grund und Boden. Tiefer ging es schon gar nicht mehr. Sie war am Boden. Am Ende.

„Finn…ich, es tut mir alles so furchtbar doll leid, aber…, ich…ich wollte das doch nicht. Glaubst du etwa ich hätte gewollt, dass diese Futzis Lian je zu Gesicht bekommen?!“

„Nein, aber ihr hättet verdammt nochmal aufpassen sollen. Es gibt doch auch Gegenden in Hamburg, wo diese Presse-Futzis nicht auf der Lauer liegen und auf Tokio Hotel warten…“, machte er ihr weiter Vorwürfe, die Mali verstand, aber einfach nur hinunterschluckte. Er hatte ja Recht, nur, sie konnte doch noch immer nichts dafür, dass Fotos gemacht worden waren.

„Finn, es tut mir leid…“ „Schön, aber was bringt das jetzt noch? Ich brauche auch erstmal Zeit, bis ich mit dem allen klar komme…, es ist nämlich nicht so einfach, wie du denkst…“ „Ich weiß, Finn. Und ich möchte mich auch nur dafür entschuldigen…“ „Ja, okay, aber ich brauche trotzdem erstmal Zeit für mich. Und Lian bleibt hier! Ich möchte nicht, dass so etwas nochmal passiert!“, bestimmte er und knallte vor ihr die Tür zu.

Mali ging. Mit hängendem Kopf und Tränen. Ein dicker Schleier bildete sich vor ihren Augen und sie wischte immer wieder die Tränen fort, da sie sonst nicht erkennen konnte, wo sie hin lief.

In Malikas Kopf formte sich immer mehr eine Idee beziehungsweise nahm etwas immer mehr Form an, was sie unbedingt machen wollte. Klarstellen! Ja, das war wohl das einzige, was in diesem Moment tun konnte.

„Wer von Ihnen hat den Artikel der heutigen ‚Bild‘ verfasst?“, erkundigte Malika sich an der Theke des Pressehauses. „Entschuldigen Sie, wer sind Sie?“ „Malika Krause und ich unterbitte mir diese verdammten Lügen die Sie da aufgetischt haben. Das alles ist doch nur erstunken und erlogen! Sie geheucheltes Blatt! Echt, nichts stimmt davon, was Sie schreiben. Nichts. Nehmen Sie das am besten alles wieder zurück1 Stellen Sie das richtig! Aber nicht so! Sie haben doch nicht den blassesten Schimmer, was für einen Dreck Sie da fabriziert haben!“, schrie sie die Frau an dem Empfangstresen zusammen.

„Bitte…ich…, was soll das denn? Wir haben-“ „Sie haben gar nichts. Man, raffen Sie das nicht? Sie haben doch echt nicht mehr alle Latten am Zaun! So eine Scheiße in die Welt zu setzen!“, regte Mali sich weiter auf und drehte sich schließlich um, um zu gehen. Das wollte sie sich nicht weiter antun.

„Entschuldigen Sie bitte, aber was wünschen Sie?“, stellte sich ihr ein Mann im Anzug in den Weg. „Ich? Was ich wünsche? Das Sie diesen Schwachsinn, den Sie verzapft haben, aus ihrem Drecksblatt nehmen! Die ‚Bild‘ ey, die kann man als Toilettenpapier benutzen, aber nicht zum Lesen!“, fuhr sie den Mann an und wollte dann endgültig das Haus verlassen. „Halt! Sie können…, wir machen das wieder gut! Ein Exklusiv-Interview?“ Wie bitte? Schoss es Mali durch den Kopf. Ein was? Hatte der Mann eigentlich gar nichts begriffen? Eigentlich kein Wunder, wenn er hier arbeitete.

Malika stockte. Konnte sie so vielleicht wieder alles richtig stellen? Doch wenn sie jetzt irgendwas sagte, würde das nur noch mehr Stress verursachen. Nein, das sollte sie lieber bleiben lassen. „Nein, ich will Ihnen bestimmt kein Exklusiv-Interview geben! Schieben Sie sich das doch sonst wohin!“, fuhr sie den Mann weiter an und verließ dann endgültig das Gebäude.

Draußen atmete sie erstmal tief ein und wieder aus. Zwar hatte sie ihren Frust an diesen Bild-Menschen ausgelassen, doch eine Lösung für ihr Problem hatte sie noch immer nicht. Und wer wusste, was sie aus ihrem Auftritt machten. Mali ließ den Gedanken gar nicht erst zu, sondern machte sich auf den Weg ins Loft. Zu den Jungs, zu Bill. Sie wusste nicht, was sie sonst tun sollte. Ihre Mutter würde ihr nur wieder Vorträge halten. Sie hielt ebenso wenig etwas von Bill, als Finn mittlerweile von ihm. Sie hatten sich mal ganz gut verstanden, ja, aber das war auch nur eine kurze Zeit und wusste der Teufel warum.

Die Tränen fanden erneuert ihren Weg und verdeckten ihr die Sicht.

Bis sie am Loft ankam und klingelte.

 

Chapter Thirty nine:

 

Bald darauf ertönte der Summer und Mali drückte gegen die Tür.

Sie lief ein Stockwerk hoch und die Tränen liefen ihr noch immer unaufhörlich über ihre Wangen. Noch nie war Finn so kalt zu ihr. Noch nie. Es war einfach schrecklich. Wieder öffnete Bill ihr die Tür. Seine Augen waren noch mehr rot geweint, falls das überhaupt noch möglich war.

„Bill… Kann ich erst mal bei dir bleiben?“, fragte Mali. Er zuckte nur mit den Schultern und trat in die Wohnung ein. Zu sehr liebte er sie. Viel zu sehr um sie draußen vor der Tür stehen zu lassen.

Mali ging ihm nach.

Sie gingen in Bills Zimmer. Sein ganzer Boden war übersäht mit Bildern aus dem Fotoalbum, das Mali ihm einmal geschenkt hatte – zu Weihnachten. Fotos von Mali, von Bill, von ihnen gemeinsam. Zu dem Zeitpunkt war sie noch mit Tom zusammen gewesen.

Sie waren glücklich. Ein Bild lag auf seinem Kissen. Nur ein einziges.

Mali und Bill waren darauf abgebildet, Mali küsste seine Wange und er umarmte sie.

Auch sie hatte dieses Bild, doch hatte sie es sich so lange nicht mehr angeschaut, dass ihr die Tränen noch mehr in die Augen stiegen. Es war tatsächlich so weit gekommen, dass Bill richtig schlimm Liebeskummer hatte und es nicht mehr verbergen konnte. Noch nie hatte Mali Bill in so einer Verfassung erlebt. Noch nie!

Bill war immer der, der unnahbar war, jedenfalls für Fremde. Für seine Freunde eigentlich auch. Bill hatte sich noch nie so geöffnet für jemanden wie für Mali.

Sie hatte ihn doch geliebt. Was war das für ein Gefühl, als sie ihn küsste?

Waren es einfach nur Schmetterlinge, weil es verboten war, oder…? Nein, das war Quark mit Soße. Sie liebte doch Finn und nicht Bill.

Finn, Finn, Finn… Nicht Bill!

Sie setzte sich auf den Stuhl, der an Bills Schreibtisch stand, schaute sich immer wieder um.

Sie konnte einfach nicht den Blick von ihrem besten Freund wenden, der wegen ihr weinte. Sie war der Grund. Sie war die Schuldige und niemand anders. Es tat weh, sich eingestehen zu müssen, dass sie der Grund war. Bills Schluchzen wurde immer lauter. Er hatte sich wieder in sein Kissen vergraben.

„Da…Darf ich zu dir kommen?“; fragte Mali zurückhaltend. Sie wollte ihn umarmen, einfach für ihn da sein, um wenigstens ein wenig davon, was sie ihm angetan hatte gut zumachen.

Sie wollte ihn nicht einfach so sitzen lassen, sie war doch schließlich seine beste Freundin.

Er schluchzte, konnte nicht reden und Mali tat es einfach, sie setzte sich zu ihm und er legte seinen Kopf auf ihren Schoß.

„Es tut mir so leid, Bill… Ich wollte dir nie wehtun, nur, es ist alles so scheiße im Moment… Ich will dir nicht sagen, dass du auch nur an irgendwas schuld bist, nur, die ‚Bild‘ hat uns fotografiert, als wir mit Lian spazieren waren und Finn hat das gelesen… Ja und jetzt hat er Lian, ich darf ihn nicht mit zu mir nehmen, weil er Angst hat, dass so etwas noch einmal passiert… Zu meiner Mutter kann ich nicht, denn ich will mir nicht schon wieder eine Predigt anhören müssen und mit Finn habe ich mich zu sehr zerstritten, um bei ihm zu bleiben…“, sie schluchzte. Er sah zu ihr auf. Seine wunderschönen braunen Rehaugen waren nicht mehr richtig zu erkennen, sie waren rot. Ausnahmslos rot.

„Mali…“, begann er zusprechen. Mali schrak zusammen, seine Stimme war rau, heiser und gleichzeitig so sanft, dass sie ihr Gänsehaut bereitete. Seine Stimme war so herzzerreißend traurig, dass Malis Tränenfluss sich um einiges verstärkte.

„Es ist doch nicht deine Schuld, dass die ‚Bild’ uns fotografiert hat. Du kannst überhaupt nichts dafür. Lass uns heute Abend weggehen, okay?“, fragte Bill.

„Ja, ein bisschen Ablenkung tut uns beiden gut.“, erwiderte sie.

„Mali, ich weiß nicht, aber ich muss es dir jetzt noch ein aller letztes Mal sagen, okay? Ich liebe dich. Ich liebe dich, wie nichts anderes auf der Welt. Du bist mein Leben, ich kann nicht ohne dich… Aber ich will, dass du glücklich bist. Heirate Finn, denn ich weiß, du liebst ihn…“, seine Stimme zitterte als er sprach. Nie hatte Mali ihm zugemutet, dass er so denken würde und nun, nun liefen ihr dir Tränen über die Wangen, Tränen des Glückes.

 

Chapter Fourty:

 

Bill hatte es akzeptiert, dass sie Finn liebte. Doch dieser heftige Streit hatte einen weiten Keil zwischen sie und Finn getrieben. Ungewollt, aber dennoch war es passiert. Wegen dieser verdammten Zeitung. Weil Bill berühmt war. Bill allerdings konnte ja auch nichts dafür, dass sie beide fotografiert worden waren. Mit Lian. Wenn es denn wenigstens ohne Lian gewesen wäre. Aber nein – diese Pressefutzis wussten, wie sie Wörter zu Geld machten und mit welchen Schlagzeilen sie andere vernichten konnten. Profit machen konnten. Mali hatte es gut getan, war erleichtert gewesen, als diesen Leuten ihre Meinung gesagt hatte.

Dennoch war dies nicht die Lösung all ihrer Probleme. Nein. Finn war sauer auf sie – und das zu Recht – und sie war daran schuld, dass Bill sich die Augen ausgeweint hatte und Tom ebenfalls richtig fertig war. Sie hatte die Jalousien gesehen; die Töne aus seinem Zimmer: es sprach einfach alles dafür, dass es ihm mindestens genauso dreckig ging, wie ihr und Bill.

Letztlich ging es ja auch nicht darum wer schuld war – nein, es ging viel mehr darum, wie dieses verdammte Problem zu lösen sei.

„Ich geh mal eben ins Bad! Mich fertig machen, wenn wir heute Abend weggehen wollen…, wo willst du eigentlich hin?“, fragte Bill völlig tonlos und sah sie halb-fragend, halb-verzweifelt an.

„Hm…, irgendwo wo dich niemand erkennt und wir vielleicht eine neutrale Umgebung haben…“, meinte sie und wollte damit eigentlich nur sagen, dass sie auf gar keinen Fall ins Malibu wollte. Dort, wo alles angefangen hatte, wo alles Unglück seinen Lauf genommen hatte. Dort sollte es nicht noch schlimmer werden. Lieber ein Ende. Aber war das denn schon in Sicht?!

„Kennst du denn eins?“, fragte Bill mit noch weniger Betonung in der Stimme als schon vorher. Das brachte Mali nun völlig in Rage.

„Man, ich weiß es doch auch nicht. In irgendeinen scheiß-verdammten Club wo wir ungestört unsere Probleme versaufen können…“ Mali war richtig fertig. Deswegen wollte sie auch wieder ein Spiel mit dem Alkohol spielen. Sie trieb es nie weit. Trank nie so wirklich viel. Jedesmal, bevor sie weggegangen waren, hatte sie auch immer noch etwas gegessen. Heute sollte das nicht anders werden.

„Na ja, ich weiß nicht…, letzte Woche hat ein neuer Club geöffnet, wenn du willst, schauen wir da mal rein…, keine Ahnung was die so spielen oder so…“ „Ja, klingt gut!“, sagte Mali und damit verschwand Bill dann endgültig ins Bad. Schließlich brauchte er ewig für sein Styling und je früher desto besser. Mali fing ebenfalls an sich etwas aufzustylen und kramte in ihren Sachen, die sie in Windeseile gepackt hatte und suchte nach Schminkutensilien und begann sich ebenfalls fertig zu machen.

Schließlich hatte sie von allem nur die Hälfte und klopfte so an die Tür des Badezimmers. „Darf ich reinkommen?“ „Hm…, Moment…“, seine Stimme klang noch immer belegt und rau. Nicht gefühlvoll und auch gar nicht nach ihm. Nicht ein Stück. Etwas Weinerliches lag auch noch darin. Mali erschrak. Die roten Augen waren noch immer zu sehen, denn selbst die Schminke konnte nicht wirklich was verbergen und schon gar nicht wie es in ihm drinnen aussah.

„Bill…, he, es tut mir alles so leid!“, sagte Mali und zog Bill näher an sich heran. Wollte ihm umarmen und einfach für ihn da sein, wenn sie ihm schon nicht das geben wollte und konnte, was er wollte. Sich wünschte. Doch sie rechnete ihm das hoch an, dass er nur ihr Glück im Sinn hatte und nicht wie Tom hinterhältig und naiv handelte. Diese Eigenschaften waren ihr an Bill bisher noch nicht aufgefallen. Aber bei Tom schien es wo so zu sein, dass er viel zu sehr von seinem Image an sie herangetragen hatte, einfach mir nach Hause genommen hatte und einige Spuren an ihm haften geblieben waren. Nie wieder abgingen, weil es für ihn einfach zur Gewohnheit geworden war, sich so zu verhalten, wie er es in der Öffentlichkeit tat.

Als sie sich wieder von Bill löste, sah er etwas besser aus, aber noch immer waren Spuren der Traurigkeit und er Verzweiflung in seinem Gesicht und auch in seinem Blick zu lesen. „Komm mal her!“, ordnete Mali an und ließ ihm vor sich auf einen Hocker setzen. Hin und wieder sagte sie Augen zu oder Kopf nach oben oder unten und hatte nach einer Dreiviertelstunde auch das geschafft, was sie vorhatte. Zwar waren die Spuren nicht gänzlich verwischt, da es in seinen Augen immer noch rötlich wirkte, doch etwas konnte sie ihm nehmen. „Nun jetzt du dich hin, ja?“, grinste er sie gezwungen an und Mali dachte, dass es vielleicht ein wenig Ablenkungsreich wäre, wenn er sich auf etwas konzentrieren würde, was ihm Spaß machte.

Nach einer weiteren Dreiviertelstunde war dann auch Mali dunkel und traurig geschminkt, was aber auch ihre innere Stimmung zum Ausdruck brachte. Sie war mit ihrem Bild vollends zufrieden und nachdem sie sich noch passende Klamotten rausgesucht hatte, machten sich die beiden dann endlich auf den Weg in den neuen Club, der kürzlich Neueröffnung feierte und allem Anschein nach – als sie dort eintrafen – noch immer Neueröffnung feierte. Bald fünfzig Menschen standen davor und wurden von einem guten Angebot gelockt. Die Getränke gab es zum Spottpreis und auch die Musik schien für Malika vielversprechend. So lange, wie sie anfangs dachten, mussten sie nicht warten und nach etwa einer halben Stunde waren dann auch sie dran mit bezahlen.

Drinnen war es dunkel, laut und voller Leute. Wie es Clubs üblich ist. Dennoch bot der Raum – der wahnsinnig riesig wirkte und war – Platz genug für jeden und ausreichende Sitzmöglichkeiten bot er ebenfalls.

„Lass uns dahinter gehen…und dann was zu trinken holen, ja?“, fragte sie mehr an Bill gewandt der nur kaum sichtbar den Kopf nickte. Super, dachte sie. Wie sollte das denn werden? Ablenkung? Wie denn, wenn sich die Stimmung kein bisschen hob?

Mali war überfragt und ergriff nur Bills Hand und zog ihn mit sich zu den Sitzgelegenheiten. Als sie dort ankamen, kam sofort eine Kellnerin, was Mali echt erstaunte, aber wer wusste, warum das so war und bestellte.

 

Chapter fourty one:

 

„Ein Wodka-Cola bitte.“, sagte sie schnell und Bill nickte der Kellnerin zu.

„Kommt sofort.“, sagte die blonde Kellnerin und konnte ihre Augen nicht von Bill abwenden.

Bill ergriff Malis Hand. Als hätte die Geste der Kellnerin einen Stromschlag verpasst, wendete sie sich ab und brachte ihnen bald darauf ihre Getränke.

Mali ergriff ihr Glas und exte es weg.

Bill tat ihr gleich und bald darauf hatte Mali schon ihr nächstes Glas vor sich stehen.

Mali schaute Bill tief in die Augen, bis Bills Augen leicht wässrig wurden.

„Komm… Lass uns tanzen.“, forderte Bill Mali auf und sie von sich abzulenken.

Schließlich konnten sie nicht die ganze Zeit nur rum sitzen und sich dumm anschauen.

Sie nickte ihm zu und da gerade ein rockiges Lied lief fingen beide an sich zu bewegen.

Mali schaute immer wieder zu Bill, der sie jedoch nicht anschaute. Sie tanzten immer weiter… Sie konnten einfach nicht aufhören…

Plötzlich ging die Musik in ein langsames Lied über. Mali wusste nicht recht, was sie tun sollte, doch Bill ergriff die Initiative. Er zog Mali an sich und legte seine Hände auf ihr Becken.

Und es fehlen mir die Wörter, um zu zeigen, was du wirklich für mich bist…

Bill schaute Mali so intensiv in die Augen, dass Mali drohte anzufangen zu weinen.

Ich lebe nur für dich, denn du bist mein Tageslicht…

Nur mit dir fühl ich mich stärker…

Mali konnte den Blickkontakt nicht mehr ertragen und schaute nach unten.

Sie bekam nur Bruchstückchen des Textes mit.

Und glaub mir bitte, mein Baby, ich liebe dich…

Bill drückte Malis Kopf nach oben, damit sie ihm in die Augen schauen musste.

Und es fehlen mir die Wörter, um zu sagen, was du wirklich für mich bist…

Mali wollte nicht in seine Augen sehen. Sie waren so voller Schmerz. Voller Trauer und Sehnsucht. Sie wollte Bill nicht noch mehr wehtun. Langsam lief ihr eine Träne über die Wange und Bill strich sie sofort weg.

Bald hatten beide keine Lust mehr zu tanzen, da sie beide völlig ausgepowert waren und nicht mehr konnten. Bill bestellte wieder zwei Wodka-Cola und sie schauten sich wieder nur an. Nein sie schauten nicht mehr sie starrten sich förmlich an. Warum sie diesen Abend zusammen weggegangen war, wusste Mali nicht mehr. Wollten sie sich nicht ablenken?

Eigentlich ja. Klappte es? Nein. Definitiv nicht!

Mali nahm einen Schluck ihres Getränkes. Plötzlich überkam sie ein Gefühl der Übelkeit. Bill schaute sie misstrauisch an.

„Mali, was ist los?“, fragte er leicht panisch.

„Ich… mir ist schlecht…“, sagte Mali in einem lauten Ton, damit Bill sie hören konnte.

„Wollen wir raus?“, fragte Bill. Mali schüttelte stark mit dem Kopf. Das Gefühl stieg noch um einiges. Mali sprang plötzlich auf und lief zur Toilette. Bill schaute ihr hinter her. ‚Was ist denn jetzt los?’, fragte er sich, lief jedoch hinterher.

Mali lief, stieß die Tür der Toilette auf und rannte in eine Kabine. Sie ließ die Tür offen stehen, denn sonst hätte sie sich auf den Boden übergeben. Bill trat vorsichtig in die Damen-Toilette ein und stellte erleichtert fest, dass niemand hier war. Die Tür zu der Kabine, in der Mali war und sich übergab war geöffnet. Bill schlüpfte schnell hinein und schloss die Tür hinter sich. Er beugte sich über Mali und hielt ihr die Haare hoch. Er wollte schließlich nicht, dass Malis Haare gleich versaut sein würden.

Bill strich ihr sanft über den Rücken und Mali übergab sich immer und immer wieder…

*Click* Malis Gedanken kreisten nur darum, wie Bill sie eben angeschaut hatte.

Noch immer hockte er über ihr und strich ihr sanft die Haare aus dem Gesicht.

„Bill, mir ist so heiß…“, stöhnte Mali.

„Okay… ähm… gib mir deine Jacke, okay?“, schlug Bill vor und Mali gab ihm die Jacke, die auch prompt auf dem Boden landete. *Click.*

Als Mali sich leicht aufrichtete, merkte sie, wie es blitzte, doch es war, wie sie zu ihrer Erleichterung feststellte nur das Licht. Es ging immer wieder an und aus. Alles war gut… Das dachte sie jedenfalls…

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