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Meine Laune ist mies, es ist besser ihr sprecht mich Heute nicht an.

DIES & DAS

Untitled Engel der Nacht

BROKEN WINGS

Vorwort You're not enough 1-10 You're not enough 11-20 You're not enough 21-30 You're not enough 31 -End

It's need always simple life 1-10 It's need always simple life 11-20 It's need always simple life 21-30 It's need always simple life 31-End

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Engel der Nacht weinen nicht

 

Sie sah sich um – überall um die herum war es dunkel. Die Nacht herrschte wieder.

Ihr Herz war so dunkel wie die Nacht – sie ein Engel. Ein Engel der Nacht.

Ihr Blick fiel auf die Turmuhr, die an dem Turm angebracht war, der sich vor ihr in den Himmel streckte. Wieder einmal war es weit nach Mitternacht und wieder einmal hatte sie Opfer zu ihm gebracht. Opfer, die eigentlich nichts dafür konnten und doch wurden sie so ruckartig aus dem Leben gerissen. Seltsam langsam pochte ihr Herz, umgeben von Finsternis.

Kälte umgab ihren Körper und sanfter Schnee rieselte gen Boden und verteilte sich streuend wie Puderzucker auf ihren Rabenschwarzen Haaren.

„Es ist Zeit zurückzukehren.“, flüsterte eine kalte Stimme tief in ihren inneren.

 „Komm heim.“, gackerte diese Stimme und sie wusste ganz genau wessen Stimme es war.

Ihr Herr sprach zu ihr, doch sie wollte nicht. Sie wollte noch lange nicht. Viel lieber würde sie hier bleiben. Hier, unter Menschen. Außerdem wollte sie doch endlich ihre Familie wieder sehen.

„Schweig. Dein Zuhause ist doch jetzt hier. Bei mir.“, widersprach die eisige Stimme.

Sie wollte damals doch nur, dass ihrem kleinen Bruder nichts geschah.

Bei ihrem Herrn bezahlte man nicht mit Geld. Seelen waren das Bezahlmittel und nun sammelte sie all diese, die sein Bruder verschuldet hatte.

Nie wieder würde sie die Welt bei Tageslicht sehen.

Sie liebte die Menschen doch so. Die Menschen, den Mond, die Sonne und die Sterne aber vor Allem liebte sie Schmetterlinge.

„STELLA!“, schrie diese Stimme kreischend.

„Ja, ich komme doch schon…“, flüsterte das Wesen in die kalte Nachtluft, die von unendlich vielen Schneeflocken geziert wurde.

Sie spannte ihre schwarzen Flügel – nur eine Bewegung genügte- und sie schwebte mit einem traurigen Blick zurück – hoch in die Wolken.

Sanfte, heiße, rotfarbene Tränen stahlen sich aus ihren Augen.

„Engel der Nacht weinen nicht.“, hörte sie die Stimme ihres Bruders flüstern.

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