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Meine Laune ist mies, es ist besser ihr sprecht mich Heute nicht an.

DIES & DAS

Untitled Engel der Nacht

BROKEN WINGS

Vorwort You're not enough 1-10 You're not enough 11-20 You're not enough 21-30 You're not enough 31 -End

It's need always simple life 1-10 It's need always simple life 11-20 It's need always simple life 21-30 It's need always simple life 31-End

Credits

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Chapter twenty-one

Am nächsten Tag würde Malika wieder zur Schule gehen müssen, sie würde alle ihre Freunde sehen, darunter auch Finn.

Was er wohl dazu sagen würde, wenn sie ihm erzählen würde, dass Tom LSD genommen hatte.

Er würde sicherlich ausrasten, denn Tom würde es, wie Malika ihn kannte wieder an ihr festmachen.

Sie war immer an allem Schuld. Tom gab ihr immer die Schuld an allem.
Sie hoffte nur inständig, dass Tom nie herausfinden würde, dass sie eine Beziehung mit Bill hatte. Das wäre ihr eigenes Todesurteil.

Das Wasser rannte ihren Körper hinab. Es tat gut einfach unter der Dusche stehen zu können und nach zudenken, ohne gestört zu werden.

Manchmal verfluchte Malika sich dafür, Tom so nah zu sein, überhaupt eine Beziehung mit ihm eingegangen war.

Manchmal tut es mehr weh sich an eine Situation zu erinnern als sie zu erleben…

„Bitte, Malika, ich weiß ich kenne dich noch nicht lange, aber ich habe mich in dich verliebt.“, flüsterte Tom in ihr Ohr.

Sie erschrak zutiefst.

„Ich will dich immer wieder in meine Arme schließen können, dich lieben, dich spüren. Ich bekomme die eine Nacht nicht aus meinem Kopf. Bill sagt, dass ich verliebt bin.“, erklärte er weiter.

„Ich… ich… Tom… ich… habe einen Freund…“, sagte sie.

„Du hast was?“, fragte er und schaute sie ungläubig an. Sie nickte leicht.

„Ja ich habe einen Freund…“, flüsterte sie.

„Warum schläfst du mit mir,… wenn du einen… Freund hast?“, fragte Tom sie.

Verletzt schaute er sie an.

… sie konnte sich noch sehr gut an den Blick von Tom erinnern. Es hatte ihr so wehgetan, doch ihr damaliger Freund war nun ja, etwas eigensinnig.

Malika durfte schlafen mit wem sie wollte, doch sie musste mit ihm zusammenbleiben.

Tom und Malika hatten sich noch öfter getroffen, immer wieder nur freundschaftlich.

Sie hatte herausgefunden, dass sie sich in ihn verliebt hatte. Irgendwann beichtete sie es ihm. Natürlich freute Tom sich. Doch dann begann der Kampf mit ihrem Freund.

Sie musste ihn immer wieder anlügen. Er verfolgte sie, bis sie so die Schnauze voll hatte und ihn anzeigte. Er bekam ein Strafverfahren und man fand Bilder, die Nico von Malika und Tom gemacht hatte. Sie erinnerte sich nicht gerne an diese Zeit, doch da hatte alles angefangen. Sie hatte mit Nico Schluss gemacht und letzten Endes ihr Glück mit Tom gefunden. Es war wirklich nicht einfach für sie, dieses Glück wieder aufzugeben.

Sie würde das mit Bill beenden müssen.

Sie konnte Tom doch nicht so dermaßen hintergehen. Er hatte begonnen wegen ihr Drogen zunehmen. Das war das Anzeichen, dass er nicht mehr konnte. Er wusste es.

Er wusste, dass Malika etwas mit Bill am laufen hatte, so dachte sie zumindest.

Warum sonst sollte er angefangen haben Drogen zunehmen?
Malika fand einfach keine bessere Erklärung.

Sie drehte das Wasser ab und stieg aus der Dusche. Nachdem sie sich abgetrocknet hatte, ging sie in ihr Zimmer, zog sich ein Top und eine Hotpants an und legte sich in ihr Bett.

Ihre Gedanken schweiften immer wieder ab, als sie versuchte zu lesen. Sie musste immer wieder daran denken, was am selben Morgen in diesem Bett passiert war.

Es machte ihr Angst. Warum hatte sie Tom betrogen? Sie hatte sich doch geschworen, nie wieder fremdzugehen. Ihre Bettwäsche roch nach Bill. Sie ertrug es einfach nicht den Geruch in der Nase zuhaben, der sie dermaßen anwiderte, nicht weil Bill stank oder ähnliches, sondern weil es sie an die Geschehnisse erinnerte, und gleichzeitig süchtig machte.

Plötzlich sprang Mali auf, schmiss die Bettwäsche von ihrem Bett und riss sie von ihrem Kissen und ihrer Decke ab. Angewidert betrachtete sie das schwarze Bettlaken, es war voller weißer Flecken. Sie schmiss es in die Waschmaschine, genau wie den Kissenbezug und den Deckenbezug. Sie konnte es in diesem Augenblick überhaupt nicht haben.

Sie ging zum Flurschrank und holte sich frische Bettwäsche raus, danach bezog sie ihr Bett und legte sich wieder rein. Malika hatte einen Entschluss gefasst, auch wenn es ihr schwer fiel, sie würde die Beziehung, Fickbeziehung, oder was auch immer zwischen ihnen war beenden. Es ging einfach nicht anders. Es tat zu sehr weh. Sie wollte Tom nicht noch mehr leiden sehen. Langsam aber sicher verschwanden ihre Gedanken ins Leere und sie driftete ins Traumland.

Ein dröhnendes und nervtötendes Geräusch weckte Malika am nächsten Morgen. Sie schlug leicht um sich, doch leider traf sie ihren nervtötenden Wecker nicht und musste wohl oder übel aufstehen. Sie schlang nachdem sie sich angezogen hatte schnell ein wenig Müsli hinunter und machte sich kurz darauf völlig ungeschminkt auf den Weg zur Schule.

Jeden Morgen lief sie zwanzig Minuten hin, und nach den ersten fünf Minuten stieß sie meist mit Finn zusammen und wenn das nicht der Fall war, dann wartete sie auf ihn. Finn und Malika waren schon seit der Grundschule in einer Klasse und sind seitdem immer zusammen zur Schule gegangen. Wenn Finn zu spät kam, dann kam auch Malika zu spät. Sie wartete immer auf ihn auch wenn er noch so lange verschlafen hatte.

So geschah es auch an diesem Morgen sie trafen sich um halb acht beim Bäcker, direkt gegenüber des Hauses wo er wohnte.

„Guten Morgen Schatz.“, rief sie ihm schon zu, als er noch nicht die Straße überquert hatte.

Als er vor ihr stand, begrüßte sie ihn wie immer mit einem schlichten Kuss auf den Mund.

„Morgen.“, murrte Finn schlecht gelaunt.

„Was ist denn los?“, fragte Malika.

„Ah,… ich hab nur schlecht geschlafen…“, grinste er sie schief an.

„Finn, ich muss dir was erzählen… Ich…. Tom… er nimmt Drogen.“, flüsterte Malika ihm zu.

„ER TUT WAS?“, kreischte Finn so plötzlich, dass selbst Malika erschrak.

„Er… hätte mich gestern beinahe… zum Sex gezwungen, wenn Bill nicht da gewesen wäre und mich nicht aus dieser Situation gerettet hätte… und er meinte noch gestern… dass Bill jeden Tag drei Mal mit mir schlafen würde, oder so ähnlich… Oh man, Finn ich glaube er ahnt was.“, erklärte sie.

„Oh Mensch, Mali, Süße. Das wird schon wieder, und wenn es nicht Tom sein wird, dann wird es halt ein anderer Typ.“, grinste er sie besorgt an.

Sie nickte, doch sie war sich nicht sicher, würde sie denn jemals einen anderen außer Tom oder Bill wollen, sie liebte sie doch…

Chapter twenty-two:

Als Mali zusammen mit Finn an der Schule ankam, klingelte es gerade und die beiden machten sich daran, noch pünktlich auf ihren Plätzen zu sitzen. Doch leider hatten sie Pech und sie kamen zu spät. Der Weg zur Schule hatte heute länger gedauert, wegen ihres Gespräches, und so standen sie vor der verschlossenen Tür.

Mali klopfte zaghaft und von drinnen war eine tiefe Stimme zu vernehmen. Mali schickte ein Stoßgebet zum Himmel, dass es nicht der Direx war.

Ihre Gebete wurden leider nicht erhört und sie stand sie eine Sekunde vor dem Direktor, der die beiden zu Spät kommenden Schüler musterte. „Ach, gedenkt ihr auch, hier zu erscheinen? Welche eine Ehre, setzt euch, es geht auch euch was an, was ich euch mittzuteilen habe, und Malika, bitte komm nach der Stunde zu mir, ich muss mit dir reden!“ Mali nickte nur und setzte sich auf ihren gewohnten Platz. Finn direkt neben sie.

Nachdem der Direktor eine Änderung des Stundenplans und einige organisatorische Dinge geäußert hatte, bat er Malika zu sich ins Büro.

Was um alles in der Welt wollte der denn jetzt von ihr?

„Malika, ich bekomme wöchentlich Berichte von Lehrern über einzelne Schüler. Manch ein Bericht ist gut, manch ein Bericht ist eher weniger gut, je nach dem…, nur, ich möchte dass du weißt, dass du, wenn du dein Abitur schaffen willst, noch mehr lernen musst. Das du dich mehr hinsetzen musst und lernen musst und nicht mit deinem Freund in der Weltgeschichte herumfahren kannst…, wenn es nicht besser wird, dann rate ich dir das Jahr zu wiederholen oder dich nach einer anderen Möglichkeit umzuschauen. So kann’s nicht weitergehen!“

Die Worte klangen in ihren Ohren nur zu schrecklich und Mali ließ ihren Blick zu Boden fallen.

„Es tut mir leid, wenn ich dir das so knallhart sagen muss, aber, ich denke, dass ist nur in deinem Interesse!“ „Ja, sicher. Ist es. Nur, ich weiß nicht, wie ich das packen soll, im Moment habe ich einfach keine Ahnung wie ich das alles auf die Reihe bekommen soll…es ist…es ist, im Moment alles nicht einfach…zu Hause…nichts ist in Ordnung…!“ „Dann sollest du dir überlegen, wo deine Grenzen liegen, und Prioritäten setzen!“ „Ja…, ich weiß. Aber ich weiß nicht, ob ich das kann…“, sagte sie leise und wurde wieder unsanft an ihr Dilemma erinnert.

„Mali, wenn du wirklich willst, dass du zur Prüfung zugelassen wirst und du auch die Vorprüfung bestehen willst, dann rate ich dir dich endlich hinter die Schule zu klemmen! Du hast mehrere schlechte Noten bekommen. Und du kannst mehr, beweise es und du kannst bleiben und deine Abiturprüfungen ablegen!“

„Ich…, ja, ich gebe mir Mühe“, sagte sie wieder schwach und nahm sich fest vor, die nächsten Wochen, es war nicht mehr lange hin bis zu den Abiturprüfungen, sich richtig auf den Arsch zu setzen und zu lernen, was sie lernen musste um für die Vorprüfungen fit zu sein.

„Gut, dann kannst du wieder zurück in den Unterricht! Geb dir Mühe!“, riet er ihr noch und Mali verließ mit hängenden Schultern und einem schlechten Gewissen sowie einem leichten Angstgefühl das Büro, indem der Direktor seinen Schreibtisch zu stehen hatte.

„He, was hat der Direx gesagt?“, stürmte Finn mit Fragen auf sie ein und Mali zog ihn nur mit in eine stillere Ecke, so dass sie niemand belauschen konnte und begann das Gespräch zwischen ihr und dem Schuldirektor genau widerzugeben. „Nicht dein Ernst! Na, toll, wie soll ´n das jetzt weitergehen? Du wirst doch die restlichen zwei Monate nur noch zu Hause hocken und lernen…“, gab Finn niedergeschlagen von sich. Mali schreckte auf. Zwei Monate? Hatte sie das eben richtig verstanden?

„Was ist denn mit dir los?“, fragte er etwas verwirrt und schaute sie an. „Hast du eben zwei Monate gesagt?!“ „Ja, wieso?“ „Nein, das glaube ich jetzt nicht. Es sind keine zwei Monate bis zu den Abiturprüfungen, oder?“ „Doch, und in zwei Wochen sind schon die Vorprüfungen, aber keine Angst, die Leistungen aus dem gesamten Schuljahr zählen ebenfalls!“ „Wie?“ „Man, Mali, habe ich dir das nicht schon hundertmal erklärt, wie das abläuft? Langsam müsstest du es echt mal gerafft haben. Schließlich machst du dein Abitur und nicht den Hauptschulabschluss!“, zog er sie auf. „Ach hör’ auf, manche haben nun mal eben nur den Hauptschulabschluss, und? Sind sie deswegen schlecht?!“, korrigierte sie ihren Freund, da sie es nicht leiden konnte, wenn er sich über andere lustig machte, die nicht genauso gut oder besser waren wie er.

„Ja, ja, ist ja schon gut, aber…, wieso hast du nicht endlich selbst nachgesehen, wann die Vorprüfungen sind? Und wenn du heute Gespräch hattest, Süße, dann musst du dich wohl ran setzen…!“ „Ja…, ich weiß, na ja, da muss ich ab sofort richtig viel lernen…“, sagte sie leise und machte sich wieder zurück ins Schulhaus, um nochmal auf Toilette zu gehen, bevor der Unterricht anfangen würde.

Mali konnte sich nur noch schwer konzentrieren, entweder wurde sie immer wieder von Finn in die Realität des grausamen Unterrichts zurückgeholt oder sie versuchte sich von selbst anzustrengen, doch Finn war eigentlich immer derjenige, der sie wieder in die Realität rief.

„Man, nun lass mich doch einmal nachdenken…“ „Nein, du solltest jetzt aufpassen! Der Scheiß da vorne ist wichtiger als dein Freund und wichtiger als das was der Direx gesagt hat. Und genau wegen dem solltest du jetzt lieber aufpassen!“, raunte er ihr zu und sie musste sich eingestehen, dass er Recht hatte.

Mali zwang sich demnach den restlichen Verlauf der Stunde aufzupassen. Sie wollte das, was gerade drankam nicht verpassen und hatte es auch gut verstanden, nachdem sie den Anschluss gefunden hatte. Finn staunte nicht schlecht, als Mali nach der Stunde alles widergeben konnte, was der Lehrer erzählt hatte, und das auch wo sie nicht aufgepasst hatte.

Hatte sie vielleicht doch noch eine Chance auf einen guten Abschluss?

Chapter twenty-three:

Malika würde sich von den Zwillingen distanzieren. Weder Bill noch Tom, würde sie sehen in den nächsten zwei Monaten. Sie brauchte die Zeit für ihre Prüfung, sie würde sich auf ihren Arsch setzten müssen und diesen Stoff pauken müssen, auch wenn sie dazu überhaupt keine Lust hatte.

Sie würde ihren Abschluss schaffen, das nahm sie sich ganz fest vor.

Finn schaute sie fragend an.

„Hä?“, machte Mali und schaute sich um, alles Augen waren auf sie gerichtet.

„Malika Krause, wenn sie nicht sofort zuhören, werde ich persönlich dafür sorgen, dass sie an den Prüfungen für ihr Abitur nicht teilnehmen dürfen.“, drohte ihr Lehrer.

„Scheiße, Mali. Du kommst nach der Schule mit zu mir. Wir werden lernen.

Ich wird’ es dir wenn es nötig ist auch einflößen.“, flüsterte Finn ihr vom Lehrer verschreckt zu.

Normalerweise, war er nie so, doch wenn es auf die Prüfungen zuging, war er immer so.

Malika schätzte Finn sehr dafür, denn sie selbst hätte, wenn sie ihn nicht hätte, schon längst aufgegeben. Finn tat alles für Mali und Mali tat immer alles für ihn. Sie liebten sich gegenseitig, als beste Freunde. Der Unterricht zog an ihnen vorbei, wie eine dunkle Regenwolke, und als es endlich zum Unterrichtsschluss klingelte, schnappten Malika und Finn sich ihre Taschen, er stellte die Stühle für beide hoch und sie gingen zum ihm nach Hause. Zum ersten Mal an diesem Tag schaute Malika auf ihr Handy.

Die Zwillinge hatten sich nicht gemeldet, umso besser für sie.

„Finn, ich glaube ich trenne mich von Bill. Also,… ich beende die Fickbeziehung… und Tom… ich werde ihn erstmal wohl auch nicht sehen…“, er nickte.

„Es ist wohl das Beste… für dich… für die Twins… für alle.“, stimmte er ihr zu.

Sie nickte traurig. Es machte sie innerlich jetzt schon kaputt, die Zwillinge eine so lange Zeit nicht sehen zu können, besonders Bill. Moment, hatte sie eben Bill gesagt? Verdammt, sie hing jetzt schon mehr an Bill als an Tom.

Sie würde sich klar machen müssen, dass Tom ihr Freund war und nicht Bill.

Ihr Handy fing an zu klingeln.

„… You can touch.. .

… You can play…

… You can say I’m always yours…

…I’m a Barbie Girl….“, sie unterbrach ihren Klingelton, in dem sie einfach abnahm.

„Hey Schatz.“, begrüßte Bills Stimme sie glücklich.

„Na.“, sagte sie nur knapp.

„Was ist los mit dir?“, fragte er.

„Bill… ich… ich kann das nicht mehr… mir wird das gerade alles zu viel… Ich … Oh fuck…

Ich muss das beenden… Es war immer sehr schön mit dir… aber ich kann das echt nicht mehr… Ich muss für meine Prüfung lernen, sonst werde ich nicht zugelassen… ich habe im Moment einfach nicht den Nerv für eine Fickbeziehung noch neben meiner Beziehung… Wenn ich meine Prüfung nicht schaffe, dann kann ich nicht studieren, dann ist mein Traum im Eimer… ich will das nicht….“, wie sooft in den letzen Wochen liefen ihr Tränen die Wangen hinab.

„Ich…okay.“, sagte Bill nur und legte auf. Einfach so, ohne sich zu verabschieden.

Finn schaute sie an und drückte sie an sich- er wusste wie schlecht es seiner Freundin gerade ging. Er wusste wie verletzt sie war, niemand hatte sie verletzt, sie hatte es selbst getan.

Doch es gab keinen andern Ausweg, wenn sie ihr Abi schaffen wollte, dann konnte sie wirklich nicht mit ihrem Freund und seinem Bruder – ihrer Fickbeziehung lustig durch die Weltgeschichte ficken.

Sie musste sich jetzt auf die Schule konzentrieren, es gab einfach keinen Weg daran vorbei, leider.

Finn zog sie mit zu sich und sie aßen eine Pizza.

Finn schaute sie an; „Maus, willst du nicht Tom noch anrufen und ihm sagen, dass du keine Zeit mehr für ihn haben wirst?“, fragte er letzten Endes.

Sie nickte leicht zögerlich. Sollte sie, oder sollte sie nicht?

Es tat ihr weh, ihm sagen zu müssen, dass sie ihn nicht mehr sehen konnte. Es gab nur einen Lichtblick für sie; Nur zwei Monate…

Zwei unendlich lange Monate, die sie lernen würde. Sie würde sich auf ihren Arsch setzen und für die Prüfungen lernen. Es kam ihr immer so vor, als wäre es eine sehr lange Zeit, doch das war es nicht. Zwei Monate würden schneller vorbei sein, als sie dachte.

„Na komm schon.“, ermunterte Finn sie und hielt ihr das Telefon vor die Nase.

„Finn… ich will … nicht… Ich hab Angst…“, flüsterte sie.

„Wovor?“, fragte er erstaunt.

„Vor seiner Reaktion… ich… wer weiß, ob er wieder was genommen hat…?“, schluchzte sie.

Sie tippte seine Nummer in Finns Telefon.

Sie ließ es furchtbar lange klingeln, bis er letztendlich doch ans Telefon ging.

„Hans-Peter Wurst.“, meldete er sich.

„Tom?“, fragte Malika.

„Ich bin’s. Malika. Ich muss mit dir reden,…“, fuhr sie fort. Ihre Stimme zitterte.

„Schatz, was ist denn los?“, fragte Tom.

„Ich… ich… oh man.. Das ist schwer… Ich kann dich die nächsten zwei Monate nicht sehen, Tom…“, schluchzte sie.

„Was? .. Warum?“, fragte Tom.

„Ich muss für meine Prüfungen lernen. Ich schaffe es sonst nicht.“; erklärte sie.

„Wo bist du eigentlich?“, fragte er.

„Bei Finn. Wir wollen zusammen lernen. Sonst schaff ich das wirklich nicht. Ich habe auf den Tag genau zwei Monate um für die Prüfungen zulernen.“, flüsterte sie.

„Wer ist das?“, fragte Tom leicht angesäuert.

„Mein bester Freund.“, erwiderte sie.

„Seit wann das denn, ich denk immer Bill ist dein bester Freund.“, zischte er.

„Bill war noch nie mein bester Freund. Da sieht man wieder einmal, wie gut du mir immer zuhörst. Ich muss jetzt weiter lernen. Ciao.“, zischte sie. Man, er trieb sie echt in den Wahnsinn.

„Aber…“, fing Tom an.

„Kein aber, Tom. Ich habe jetzt keine Lust mehr darauf, bis in zwei Monaten…“, sie legte auf. Sie hatten ihren inneren Schweinehund überwunden, sie hatte ihm gesagt, dass sie ihn nicht sehen würde, in den nächsten zwei Monaten.

Sie grinste unter Tränen.

„Das war gar nicht so schwer.“, lächelte sie Finn an.

„Ich weiß… Und jetzt lass uns die Twins ins kleinste Teilchen von unseren Hirnen verbannen und uns auf Mathe konzentrieren.“, grinste er sie an.

„Von wegen Mathe.“, rief sie und schmiss sich auf ihn, um ihn durch zu knuddeln.

Sie kitzelte ihn gnadenlos durch. Seine eisblauen Augen blitzten, als er ansetzte sie durchzukitzeln, doch soweit kam es überhaupt nicht. Sie setzte sich so auf ihn, dass er nichts mehr machen konnte, nämlich auf sein Becken, hielt seine Arme fest und schaute ihn an.

Er schaute verträumt zurück…

Chapter twenty-for:

Mali ließ von Finn wieder ab, als er um Gnade bettelte. Ja, er hatte ihr wirklich ein wenig leid getan.

„Man…, du…boah…“, stieß er aus und ließ sich wieder auf den Schreibtischstuhl fallen. „Ja, na ja, ich fand’s lustig…“, grinste sie und ließ sich neben ihm auf einen Stuhl sinken. Mali zog das Matheheft zu sich und begann sich die eine Aufgabe durchzulesen. Irgendwie wollte sie nicht verstehen, was die da von ihr wollten, doch sie versuchte sich zu überlegen, wie sie an diese Aufgabe rangehen würde, wenn sie in der Prüfung saß.

Letztendlich hatte sie den richtigen Lösungsweg gefunden, der sogar passte, richtig war und ihr das richtige Ergebnis lieferte. Dieser kleine Erfolg gab ihr wieder etwas Hoffnung und sie bemühte sich, eine andere Aufgabe zu lösen. Finn versuchte sich in einer komplizierten Bioaufgabe, die er anscheinend auch richtig gelöst hatte.

Als es schon halb elf war, meldete Mali sich zu Wort und wollte nach Hause.

„Dann treffen wir uns morgen wieder? Ich zieh’ das mit dir durch! Schließlich ist es gut für uns beide!“ „Ja, okay. Dann bis morgen!“, sagte sie und verabschiedete sich mit einem Kuss auf den Mund von ihrem besten Freund.

Nun wollte sie sich den Abend frei nehmen und etwas Schönes machen. Etwas was sie ablenkte und ihr Spaß machte.

Sie beschloss sich vor den Fernseher zu setzen und sich eine DVD anzusehen. Das lenkte sie am meisten ab.

Schnell hatte sie sich auch schon für einen Film entschieden und schob ihn in den DVD-Player.

Entspannt kuschelte Malika sich in ihr Bett und lehnte sich an. Der Film begann gerade und sie freute sich darauf, ohne Sorge DVD zu schauen.

Etwa bei der Hälfte des Filmes fing ihr Handy an zu klingeln. Ihr Lieblingslied. Barbie Girl.

Sie wusste nicht, warum sie dieses Lied liebte, aber es war so dermaßen primitiv, dass es schon wieder lustig war. Letztendlich hob sie aber ab und begrüßte den Anrufer mit einem fröhlichen Ja. „He…, Schatz, hier ist Tom…, ich…ich muss einfach nochmal mit dir reden!“, begann er sofort.

Mali erschrak. Damit, mit ihm, hatte sie gerade am allerwenigsten gerechnet. Eher dachte sie das Finn am anderen Ende wäre, der sie wieder sinnlos zu labern wollte oder sie nerven wollte oder ihr einen Vortrag halten wollte. Doch es war Tom. Ihr Freund.

„Was gibt’s?“, fragte sie ihn. „Ich…ich werde die nächsten zwei Monate in einer Klinik sein!“ Ganz schnell und unbeholfen sagte er das. Sah er der Sache etwa neutral entgegen? Es klang so unnahbar. „Gut…, ich freue mich für dich, wenn du den Weg dorthin gefunden hast! Ich mein’, so kann’s nicht weitergehen. Du…du…du weißt was du gemacht hast?!“, wollte Malika wissen. „Ich…, ja, und es tut mir leid. Wirklich! Das musst du mir einfach glauben!“, bettelte er förmlich. „Ja, ja, ich glaube dir! Und ich finde es auch gut, wie schon gesagt, aber ich möchte dass du weißt, dass du eine Chance hast, wenn die die verspielst, dann war’s das! Ich hoffe du bist dir dessen bewusst?!“ „Ja…ich weiß! Und deswegen rufe ich dich auch an. Ich darf die nächsten acht Wochen kein Telefon in die Hand nehmen, oder mich anderweitig bei dir melden. Aber…, ich glaube das ist auch ganz gut so…“ Oh, woher kam denn dieser plötzliche Sinneswandel?!

Doch nach einer kurzen Pause fuhr er auch schon fort: „Ich wollte dir einfach nur sagen, dass ich immer an dich denke, dich nicht vergesse und ich möchte das du deine Abiprüfung bestehst! Sie gut machen wirst. Wenn ich auch nicht bei dir sein kann…!“ „Tom, das ist echt lieb. Und ich hoffe wirklich für uns, dass wir das wieder hinbekommen, ja?!“ „Ja, ich wünsche es mir so!“ „Das freut mich zu hören…!“, sagte sie und hoffte inständig, dass er nicht mehr den Verdacht hegte, dass sie etwas mit einem anderen Jungen hatte.

Darauf würde er doch nicht kommen, oder?

„Versprichst du mir was? Deswegen rufe ich eigentlich an…!“ „Was denn?“, wollte sie wissen und wartete gespannt auf seine Forderung, die sie einhalten sollte.

„Bitte, Schatz, bitte bleib’ mir Treu…!“, sagte er schließlich und Mali spürte einen dicken Kloß im Hals. Nein. Sie wollte ihm das nicht versprechen, aber sie hatte das doch beendet. Es gab niemanden mehr. Niemanden?! Niemanden!

„Ja, Tom, ich verspreche dir das! Ich liebe nur dich, dass weißt du auch!“, sagte sie letztendlich und hoffte das sie nun einmal das Richtige getan hatte. Ihm das zu Versprechen.

„Okay…, dass…das war auch das, was ich dir sagen wollte! Na ja, ich wünsche dir alles Glück dieser Welt! Ich liebe dich!“ „Ich dich auch!“, sagte sie und ehe sie seine Worte erwidert hatte, hatte er auch schon aufgelegt und sie hörte nur noch dieses penetrante Tuten im Ohr. Schnell legte auch sie auf und wollte sich wieder auf den Film konzentrieren. Wenn sie sich aber noch nicht mal auf einem Film konzentrieren konnte, wie sollte das denn erst in der Schule werden? Sie stand eh schon auf der Kippe…

Doch sie erinnerte sich immer wieder an die Worte, die sie zu Bill gesagt hatte und spürte Erleichterung in sich aufkommen. Gegenüber sich und gegenüber Tom. Schließlich konnte sie doch das Versprechen halten, oder?

Sie wünschte es sich nicht nur sondern schwor sich, ihren Freund nicht im Stich zu lassen.

Würde es ihr gelingen?

Mali konzentrierte sich weiterhin auf den Film und kam auch wieder ganz gut in die Thematik und als der Abspann lief, machte sie den Fernseher und den DVD-Player aus und kuschelte sich, nachdem sie das Licht ausgemacht hatte, in ihre Bettdecke. Sie freute sich, dass sie schlafen konnte und bald hatte sie auch der erholsame Schlaf gepackt.

Chapter twenty-five:

Die nächsten Wochen machte Malika nichts anderes mehr, als lernen, lernen und lernen.

Sie war es leid immer diesen Schulstoff in ihren Kopf zwängen zu müssen und doch tat sie es. Bald hatte sie es schließlich geschafft. Sogar ihren Lehrern war aufgefallen, dass Malika sich das ganze zu Herzen genommen hatte. Sie schrieb nur noch gute Noten und wurde letztendlich zur Vorprüfung zugelassen.

Als sie an diesem Donnerstagabend auf dem Weg von Finn nach Hause war, um ihre Schlafsachen zu holen, da sie bei Finn übernachten würde, klingelte ihr Handy.

Sie ging nach kurzem Bedenken ran, da die Nummer unterdrückt war.

„Ja?“, fragte sie.

„Hey Schätzchen.“, drang die Stimme ihrer Mutter aus dem Lautsprecher.

„Boah, Mum. Warum ist deine Nummer unterdrückt?“, zickte Malika ihre Mutter an.

„Keine Ahnung. Komm schnell nach Hause, ich habe eine Überraschung für dich.“, erzählte sie glücklich.

„Ah, okay. Ich bin so wie so auf dem Weg nach Hause, bin aber nur kurz da, danach geh ich wieder zu Finn, ich schlaf bei ihm.“, erklärte sie ihrer Mutter.

„Du schläfst bei Finn?“, fragte sie ungläubig.

„Man, Mama, ich muss für meine Abiprüfung lernen.“, beschwerte Malika sich.

Mit Finn konnte sie super gut lernen. Sie konnte sich gut konzentrieren und wenn ihre Gedanken abdrifteten, fuhr Finn dazwischen und sie sprachen wieder über Schule.

Manchmal hatte sie Tage, an denen sie Tom vermisste, doch sie konnte keinen Kontakt mit ihm aufnehmen, da er kein Telefon in der Klinik hatte.

„Ja, ja ist ja gut. Jetzt komm aber erst einmal nach Hause, okay?“, lenkte ihre Mutter ein.

Mali bejahte und legte auf. Kurze Zeit später, war sie vor ihrer Haustür angekommen und schloss die Tür auf.

Sie stieg die Treppen hoch und öffnete die Tür. Sie trat in die Wohnung, in der sie mit ihrer Mutter alleine wohnte, da ihre Eltern sich scheiden lassen haben. Kurze Zeit darauf war ihr Vater an Krebs erkrankt und gestorben. In der Zeit hatte Malika kaum mit jemandem geredet, sie hatte sich immer nur in ihr Zimmer verkrochen und bitter geweint. Nur Finn war für sie da gewesen, er war immer für sie da. Die andern hatten sich von ihr abgewendet, doch er blieb.

„Hey Mum.“, rief sie laut und die Tür knallte hinter ihr zu.

„In der Küche.“, rief ihre Mutter.

Malika ging zu ihr in die Küche und schaute sie erwartungsvoll an.

„Ich mache kurz was zu Essen, geh solang doch bitte in dein Zimmer.“, sagte Malikas Mutter.

Malika gehorchte, würde schon schief gehen. Sie trat in ihr Zimmer, ein eiskalter Schauer lief ihr über den Rücken. Auf ihrem Bett saß doch allen Ernstes Bill.

Ungläubig schaute sie ihn an.

„Was machst du denn hier?“, fragte sie ihn erstaunt.

„Ich… ich muss mit dir reden, Mali.“, flüsterte er und seine Augen füllten sich mit Tränen, erst jetzt merkte sie, dass er komplett ungeschminkt war.

„Ist etwas passiert, Bill?“, fragte sie.

„Nein… also schon… Oh man scheiße… Ich hab einen Brief von Tom bekommen… Er schreibt, das hier soll ich dir geben.“, sagte er und sie schaute ihn aufmerksam an, als er ihr den Brief reichte.

„Danke, Bill.“, flüsterte sie. Irgendetwas musste in seinem Brief gestanden haben, etwas Schlimmes…

Malika,

Seit dem ich hier in der Klinik bin, ist mir einiges klar geworden.

Unsere Leben passen nicht zusammen, es fällt mir echt schwer das zu schreiben und es einzusehen, jedoch muss es jemand tun.

Ich werde wegziehen. Ich weiß nicht wohin, jedoch will ich ein neues Leben beginnen.

Ohne Bill, ohne Tokio Hotel und letzten Endes ohne dich. Warum? Ich halte es einfach nicht mehr aus, der Druck wird einfach zu groß.

Ich werde dich immer lieben, du bist und bleibst meine große Liebe.

In Liebe, Tom.

Sie schlug die Hand vor den Mund, Tränen liefen ihr übers Gesicht.

Tom wollte wegziehen? Weg von Bill?

„Bill, ich… es tut mir leid…“, flüsterte sie mitleidvoll.

Er nickte. Sie ging auf ihn zu und umarmte ihn liebevoll. Es tat ihr so Leid und gleichzeitig so weh, dass sie Tom wahrscheinlich nie wieder sehen würde.

Sie liebte ihn doch. Der Tränenfluss verstärkte sich. Sie konnte einfach nicht anders.

Sie musste zu Tom, sie musste zu ihm.

„Bill, wo ist diese verfickte Klinik?“, schluchzte sie.

„Uelzen.“, antwortete er verdattert.

„Los, zieh dich an, und komm mit.“, sagte sie schnell, während sie sich schnell umzog.

„Ich… was hast du vor?“, fragte Bill.

„Na was wohl? Wir fahren zu Tom, und wenn wir in der Klinik einbrechen müssen, oder uns selbst einweisen müssen, mir egal. Ich muss mit ihm reden… Die Einsamkeit steigt ihm zu sehr zu Kopf.“, erwiderte sie, schlüpfte in ihre Vans und schnappte sich ihren Autoschlüssel.

„Komm schon… wir müssen Finn noch abholen.“, hetzte sie, da Bill nicht recht wusste, was er tun sollte.

Malika war sich sicher, Finn würde mitkommen.

„Mum, ich bin weg. Ciao.“

„Tschüss, Frau Krause.“, rief Bill.

„Was ist mit dem Essen?“, rief Malis Mutter.

„Mist.“, fluchte Mali.

„Mama, ein anderes Mal, okay? Wir müssen jetzt ganz dringend weg.“, sagte sie schnell, zog Bill aus der Haustür raus, und machte diese zu, während sie Toms Brief fest mit der einen Hand und Bills Hand mit der anderen umklammerte.

Den Autoschlüssel, ihres Autos hatte sie in ihre Jackentasche gleiten lassen und der Stadtplan lag im Auto.

„Man, Bill jetzt komm schon.“, hetzte sie noch mehr.

„Mali, ich weiß nicht… ob…. Ob er uns sehen will?!“, zweifelte Bill.

„Das ist mir doch scheiß egal, willst du deinen Bruder verlieren?“, schrie sie ihn an.

Er schüttelte leicht verängstigt den Kopf.

„Siehst du. Also komm jetzt.“, erwiderte sie und er folgte ihr, ohne noch einmal etwas dagegen zusagen.

„Los steig ein.“, zischte sie und setzte sich selbst auf den Fahrersitz des alten BMW’s, den sie von ihrem Vater geerbt hatte und Bill stieg warum auch immer hinten ein. Vielleicht einfach, weil er müde war, oder auch, weil er nicht wollte, das Malika seine Tränen sah.

Sie schnallte sich an und fuhr aus der Tiefgarage raus, sie fuhr kaum Auto, nur wenn es wirklich nötig war und das war es jetzt alle mal.

Sie trat das Gaspedal durch und hoffte inständig, dass keine Polizisten sie sehen würden.

„Bill, hier ist mein Handy, schreib Finn, dass er rauskommen soll, ich hole ihn gleich ab, ist ein Notfall. Er ist unter Schatz gespeichert.“, fluchte Malika, als die Ampel rot wurde.

„O…okay.“; meinet Bill nur, nahm Malikas Handy und tippte die Nachricht schnell ein und der Piepton sagte ihr, dass die Nachricht gesendet wurde.

„Danke.“, flüsterte sie und er nickte ihr nur zu.

Kurze Zeit später legte Malika eine Vollbremsung hin. Ein Jung mit schwarzen Haaren und eisblauen Augen stand an der Straße, vom Scheinwerferlicht geblendet.

Malika winkte ihm zu und er stieg vorne ein.

„Hey Schatz, ist ein Notfall, wir müssen nach Uelzen.“, sagte sie schnell und gab ihm einen schlichten Kuss auf den Mund.

„Hey, Süße, was ist denn passiert?“, fragte er völlig außer Atem.

„Les’ das. Außerdem, Bill, das ist Finn, Finn das ist Bill.“, stellte sie einander vor und deutete abwechselnd nach vorne und nach Hinten.

„Hey.“, sagte Finn und grinste Bill an.

Er murrte ein kurzes ‚Hey.’, und drehte sich daraufhin wieder weg.

Was war denn mit dem los.

„Uelzen, sagtest du?“, fragte Finn Mali und schaute sie Stirn runzelnd an.

„Ja, jetzt les’ den Brief, dann weißt du Bescheid.“, sagte sie.

Malika fuhr wieder los, nicht einmal zehn Minuten später waren sie auf der Autobahn.

„Alter, das kann der Junge doch nicht machen, ist der dumm?“, fragte Finn.

„Mali, wie geht es dir?“, fragte er sie.

„Wie soll es mir schon gehen? Man, Finn, du müsstest das ja wohl am besten wissen.“, zischte sie.

„Das ist meine große Liebe, denkst du ich bin glücklich, wenn er wegziehen will und dann auch noch Bill alleine lassen will?“, fuhr sie sauer fort.

Er schüttelte leicht den Kopf.

Mali vernahm ein Schluchzen von Hinten.

„Bill, alles klar?“, fragte sie und schaute durch den Rückspiegel genau in seine Augen. Sie waren tränenverschmiert. Er schaute sie ungläubig an.

Sie fuhr weiter, bekam keine Antwort von ihm, niemand redete. Es herrschte eine bedrückende Stille. Niemand wusste, was er sagen sollte.

Bill war erstaunlich ruhig. Finn hielt sich aus der ganzen Sache raus.

Bill und Finn kannten sich nicht. Bill wusste soweit Malika sich erinnern konnte auch nichts von Finn.

Der Weg der normalerweise über eine Stunde gedauert hätte, dauerte nur eine halbe Stunde. Mali raste förmlich über die Autobahn. Sie schaute sich um, auf einem Schild stand,

Klinik Uelzen. Sie bog ab und kam kurze Zeit darauf auf dem Parkplatz zum stehen.

„Finn, geh schon mal vor.“, sagte sie zu ihm, und nahm Bill kurz beiseite.

„Bill, verdammt, was ist los?“, fragte sie.

„Ich hab echt gedacht, dass du mich liebst, du machst so einen Aufstand um Tom und dann ist da auch noch Finn, den du knutschst.“, flüsterte er und schaute zu Boden. Mali sah die Tränen aus seinen Augen auf den Boden fallen.

„Bill, komm her.“, flüsterte sie liebevoll.

Er rührte sich nicht, doch sie ging auf ihn zu und hob sein Kinn so, dass er in ihre Augen schauen musste.

„Bill, Finn – er ist mein bester Freund. Ich kenne ihn schon seit der ersten Klasse… wir begrüßen uns immer so und das mit Tom, ich… tut mir Leid, wenn das so rüber kam, als wenn ich dich nur verarscht hätte… Du weißt doch, dass ich dich liebe, nur ich kann nun mal nur mit einem Jungen zusammen sein, ich habe im Moment so viel um die Ohren, ich kann die Belastung einfach nicht aushalten. Ich liebe dich, wirklich und Tom, der… der ist nun mal meine erste große Liebe.“, flüsterte sie.

Er blickte sie an.

„W…w…wirklich?“, fragte er und schaute ihr unsicher in die Augen.

Sie nickte.

„Küss mich.“, forderte er, kaum hatte er es ausgesprochen, lagen ihre Lippen auf den seinen.

Ihr ganzer Körper kribbelte, es tat so gut ihn wieder zu küssen. Erst jetzt merkte sie wieder, was für ein großer Fehler es war, das mit ihnen zu beenden.

„Man, ihr Turteltauben, jetzt kommt.“, unterbrach Finn sie.

Sie lösten sich und lächelten sich leicht an.

Doch dann stand das blanke Entsetzen in Bills Gesicht geschrieben.

„Bill, was ist los?“, fragte sie.

Er blickte zu Finn.

„Ich… Oh Gott, wehe du erzählst das jemandem…“, Bills Stimme zitterte.

„Ah Quatsch, ich kenn die Geschichte. Ich sag schon nichts.“, erwiderte er und Bill schaute besänftigt drein.

„Kommt, wir versuchen es erst Mal, ganz normal, durch die Rezeption.“, schlug Finn vor.

Mali und Bill nickten ihm zu und gingen in das Hauptgebäude.

Malika drängte Bill einwenig nach vorne, da sie wusste, dass sie so wie so keine Auskunft bekommen würde, da sie nicht mit Tom verwandt war.

„Guten Abend. Mein Name ist Bill Kaulitz. Ich würde gerne meinen Bruder besuchen, sein Name ist Tom Kaulitz.“, sagte er betont höflich.

Sie musterte ihn ganz genau.

„Waren sie diesen Monat schon einmal hier?“, fragte sie Empfangsdame.

„Nein, ich war noch gar nicht hier.“, antwortete er wahrheitsgemäß.

„Okay, dann gehen sie durch, nehmen sie ihre Freunde mit. Zweite Etage, Zimmer 276 dritte Tür rechts.“, sagte sie und lächelte den dreien zu.

Sie stiegen in den Fahrstuhl. Malikas Herz pochte wie wild.

Sie hatte Angst vor der Reaktion Toms.

Der Weg zu Toms Zimmer schien unendlich lang. Doch sie fanden es schnell.

Malika legte ihre Hand auf die Türklinke, schaute die beiden anderen noch einmal unsicher an und drückte sie runter…

Chapter Twenty-six:

Zu dritt betraten sie in den Raum. Malika hielt die Hand von Finn, die sie in diesem Moment besonders brauchte. Sie ging nur zögernd in das Zimmer, sah jedoch sofort wie Tom, niedergeschlagen auf seinem Bett saß, mit dem Rücken zu ihnen. Er hatte sie noch nicht bemerkt. Mali räusperte sich und sofort drehte Tom sich um. Was sie erwartet hatte, wie er reagieren würde, darüber hatte sie sich keine Gedanken gemacht. Viel zu sehr war sie durch den Brief geschockt gewesen, doch als sich auf seinem Gesicht etwas breit machte, was wie Enttäuschung und Unverständnis aussah, zuckte sie zusammen. Diese Reaktion hatte sie sich wahrlich nicht ausgemalt.

„Mali, was-was-um alles in der Welt machst du denn hier? Ich dachte…Bill…und…wer bist du?!“, fragte er und musterte Finn ausgiebig.

„He…, ich bin Finn…“, stellte er sich vor, doch Tom beachtete ihn gar nicht, sondern ging auf Mali zu und sah sie fragend an. „Was machst du hier? Was? Du wolltest nicht herkommen, du hast gesagt…, ich…lass’ mich in Ruhe, bitte…geh’ wieder…ich…kann das nicht und ich werde das durchziehen, wenn ich hier raus bin!“, sagte er entschieden. „Man, Tom, nun renn’ doch nicht in dein Verderben. Ich weiß ganz genau, dass du mich liebst und ich tu’ das auch. Und hör’ bitte auf in deinem Selbstmitleid zu versinken. Der Grund weswegen ich hier bin ist, das ich nicht will, dass du leidest. Dass du das nicht machst…ich…ich will doch nur, das du glücklich bist!“ „Ach ja? Das bringt mir leider gar nichts. Ich möchte bitte das du gehst, und zwar jetzt!“, herrschte er sie an und wandte ihr wieder den Rücken zu. Zeigte ihr seine Gleichgültigkeit und sein Desinteresse sehr deutlich. „Tom, ich liebe dich, dass weißt du. Und ich will dich einfach nur vor einem großen Fehler bewahren. Mehr nicht, aber wenn du willst, dass ich gehe, dann tue ich das!“, sagte sie und wandte sich um. Spürte die Tränen in ihren Augen. Doch was sollte sie machen? Er wollte sie nicht sehen und so wollte sie ihm nicht zur Last fallen.

„Mali, es tut mir leid, aber ich sehe keinen Sinn mehr zwischen uns. Es gibt einfach nichts, was mich noch hält, zu dir zu kommen…, ich weiß, dass dein Herz für jemanden anderen schlägt!“ „Ach ja?“ Mali fuhr hektisch herum, „tut es das, ja? Sehe ich aber anders. Ich liebe nur dich, verdammte scheiße, wann glaubst du mir das denn endlich?! Wieso glaubst du mir nicht? Ich liebe dich und ich will mit dir zusammen sein. Wäre ich sonst hier? Würde ich dich sonst nicht versuchen davor zu bewahren in dein Unglück zu rennen? Gut, wenn du nicht willst, dann mach’ was du für richtig hältst, komme dann aber nicht wieder bei mir an!“, fuhr Malika ihn an und drehte sich dann wieder um. Ging in schnellen Schritten zur Tür raus und ließ ihn zurück. Gab sie hiermit ihre Liebe auf?

Die Tränen fanden nun endgültig ihren Weg und Mali wollte nur noch weg hier. Tom nie wieder sehen, ihn machen lassen, gehen lassen, wenn es ihr auch das Herz zerriss, in ihr drin wehtat, schmerzte, schrie. Doch hatte sie eine andere Wahl? Blieb ihr etwas anderes übrig?

„Mali…“, hörte sie Bill rufen. Malika drehte sich um, schaute in sein Gesicht. Er sah fertig und besorgt aus. Klar, Tom war ja auch sein Zwilling.

„Was denn? Hast du nicht gehört, dass er mich nicht wieder sehen will? Wieso tut er mir das an? Habe ich das verdient? Ich liebe ihn doch!“ „Mali, mach’ dich wegen ihm nicht kaputt, bitte Süße, du weißt doch, dass er dich liebt und er weiß, das du ihn liebst!“ „Ja, toll, bringt mir nur leider gar nichts. Er will nicht, dass ich zurückkomme, dass ich bei ihm bin, dass ich ihm vielleicht helfen will. Davor bewahren will, das er in sein Unglück rennt…, doch er will es nicht hören…!“ „Mali, ich weiß, dass du fertig bist, aber zieh’ dich deswegen nicht so runter…, konzentrier’ dich nicht mehr auf Tom…, lass’ ihn, er wird schon wieder zu sich kommen…“ „Sag’ mal checkst du eigentlich noch, was für ´n Stuss du hier zusammen redest? Hör’ auf mit deinem Gelaber! Ich habe meine große Liebe verloren! Meine erste und große Liebe!“, schrie sie ihn beinah an. Dann tauchte Finn neben ihr auf, bei dem sie sich sofort anlehnte und der sie in den Arm nahm. Bei ihm fühlte sie sich verstanden, geborgen. Finn kannte sie manchmal besser als sie sich selbst und als jeder andere sie kannte. Besser. Verstand die sie. Und das wollte sie nie wieder missen. Doch nun konnte auch Finn ihr nicht helfen. Sie musste da alleine durch.

Zu dritt machten sie sich wieder zum Auto. Fuhren zurück nach Hamburg.

Während der Fahrt sagte niemand ein Wort. Alle hingen ihren Gedanken nach und schwiegen. Dachten vielleicht an das was eben passiert war. Warum war das nur so? Das fragte Mali sich nun wohl schon zum tausendtesten Mal.

Doch sie fand keine Antwort.

Bei Finn angekommen, verabschiedete Mali sich mit einer langen Umarmung, einem kurzen Kuss und einem Dank. Sie war ihm für alles dankbar. Dass in Worte zu umhüllen, ihm zu zeigen, war schier unmöglich.

„Danke, Finn. Du bist echt immer für mich da, und ich auch für dich, ja?“ „Klar, Kleine, bis dann und lass’ den Kopf nicht hängen. Süße, das schaffen wir schon!“ „Danke!“, sagte sie noch einmal und wandte sich dann nach einem Winken wieder zum Auto. Drinnen ließ sie den Tränen wieder freien Lauf…

„Süße, nicht mehr weinen…“, hörte sie eine Stimme neben sich. „Doch…“, sagte sie nur. „Ich-ich…, es tut mir leid wegen vorhin, was ich gesagt habe, aber du hattest Recht…“ „Ja…, okay, aber lass’ uns erstmal wieder zu dir und dann-“ „Bill?“, fuhr sie ihm dazwischen, „kannst du heute bei mir bleiben?!“ Etwas perplex schaute er sie an, nickte dann aber und Mali fuhr etwas bestärkt nach Hause.

Dort angekommen, parkte sie das Auto in der Garage und lief dann um das Haus rum zur Tür.

Sie wollte unbedingt das Bill bei ihr war. Heute alleine zu sein, hätte sie nicht überlebt und Finn wollte sie nicht fragen, der hatte doch im Moment eh schon genug mit ihr zutun.

Und Mali hoffte sich mit Bill aussprechen zu können. Die Sache endgültig zwischen ihnen zu beenden.

„Mali?“, riss er sie unsanft aus ihren Gedanken. „Was denn?“, fragte sie. „Ich hatte dich nur gefragt, ob du mit hoch willst?!“ „Ja…“, sagte sie abwesend und ging voraus in ihr Zimmer. Ihre Mum war noch nicht wieder zurück und bei ihr würde es heute auch sicher später werden, denn nachdem sie vorhin so plötzlich abgehauen waren, hatte sie einen Anruf erhalten und musste geschäftlich wieder weg. So hatte Mali es zumindest auf dem Zettel gelesen, der an der Haustür klebte.

Schweigend saß Mali auf ihrem Bett, dachte darüber nach, was nun werden würde. Tom…, war er jetzt endgültig Geschichte? Nein, das tat zu sehr weh.

„Mali…“, sagte Bill leise und schaute sie durchdringend an. Mali kroch zu ihm. Umarmte ihn. Wollte in seiner Nähe sein. Sie wollte nur etwas Trost. Jemanden haben, an dem sie sich anlehnen konnte, wo ihr Freund seine Chance vermutlich verspielt hatte.

Sanft berührten sich ihr Lippen. Bill hatte ihr Kinn in die Hand genommen, sie dazu gezwungen ihn anzuschauen. Ein Glitzern in seinen Augen und ihr wieder dieses Verlangen. Sie erinnerte sich an die Sache, wo sie vor der Klinik standen. Sie hatte es genossen, geliebt, geschätzt, gewollt.

Langsam und vorsichtig umspielten sich ihre Zungen. Malika genoss es genauso wie vorhin und wollte mehr. Wollte sich ihm wieder hingeben. Sie warf alle Vorsätze, Schwüre, alles was sie von ihm fern halten sollte, über Bord und wollte sich ihm nur noch hingeben…

Sie lehnte sich nach hinten, fand sich kurz darauf auf ihrem Rücken wieder. Schnell zog sie Bill wieder an sich heran und wollte wieder diesen sanften Kuss, diese sanfte Zärtlichkeit von ihm spüren.

Sie lagen nebeneinander, seine Hände berührten sanft und vorsichtig ihren Körper, fuhren langsam unter ihr Oberteil, zogen es ihr aus und öffneten ihren BH. Bald hatte Mali Bill von seinem T-Shirt entledigt und auch seine Hose, wie auch die ihre, landeten alsbald auf dem Fußboden. Ehe sie sich versah, spürte sie seine Hand. Zwischen ihren Beinen. Zärtlich strichen sie dort entlang und erregten sie immer mehr. Mali stöhnte auf, berührte auch sein Glied und zog ihn auf sich herauf. In diesem Moment wollte sie einfach nur, dass er in sie eindrang, sich in ihr bewegte. Erregt stöhnte sie wieder auf, spürte, dass der Orgasmus bald kam, über sie herfiel, dieses wunderbarte Gefühl in ihr auslösen würde. Kaum hatte er sich einige Sekunden in ihr bewegt, spürte sie auch schon dieses Wahnsinnsgefühl und stöhnte wieder auf, schloss die Augen und genoss nur noch diese Bewegungen.

Erschöpft, ausgepowert und mit einem schlechten Gewissen lag sie neben Bill. Genoss sein Streicheln und verfiel bald darauf in einen traumlosen, etwas unruhigen Schlaf.

Chapter twenty-seven:

Sie wurde am nächsten Morgen durch nerviges Klingeln ihres Weckers geweckt, schließlich hatte sie wieder Schule.

Mali ging schnell duschen und dann machte sie sich fertig, wie immer ging sie ungeschminkt zur Schule. Sie hatte morgens einfach absolut keine Lust sich zuschminken. Kaum hatte sie ihren hellblauen Kapuzenpullover angezogen und den Knopf ihrer Hose geschlossen, klingelte ihr Handy. Sie hatte eine SMS empfangen.

Malika achtete nicht auf ihr Handy und schrieb Bill einen kurzen Brief, indem sie ihm erklärte, dass sie in der Schule war.

Guten Morgen Bill,

Danke, dass du gestern für mich da warst.

Es war total schön und am liebsten wäre ich hier geblieben, doch die Pflicht ruft.

Ich muss zur Schule, leider, leider…

Fühl’ dich wie zu Hause.

Ich komme Heute wieder erst spät nach Hause, denn ich werde wieder mit Finn lernen, also lohnt es sich nicht auf mich zuwarten.

Sehen wir uns heute Abend?

In Liebe, Mali.

Sie schmiss ihre Sachen, die sie brauchen würde in die Tasche und machte sich auf den Weg zur Schule. Wie immer traf sie sich mit Finn.

Er kam gehetzt auf sie zu. Malika grinste ihn an.

„Na, hat da jemand verschlafen?“, neckte sie.

Er brummelte etwas Unverständliches und drückte ihr einen Kuss auf den Mund.

„Und konntest du gestern schlafen?“, fragte er.

Sie nickte; „Ja, Bill war noch bei mir. Ich … ich hab mit ihm… geschlafen.“

„Du bist echt unmöglich, Malika. Es ist doch überhaupt kein Wunder, dass Tom kein Vertrauen zu dir hat. Um ehrlich zu sein, hätte ich es auch nicht. Wirklich, du kannst doch nicht schon wieder mit Bill ficken, man ey. Du bist mit Tom zusammen. Denk’ mal darüber nach. Gestern hieß es noch, dass du ihn liebst. Weißt du eigentlich was Liebe ist?“, zickte Finn sie an.

Das saß. Damit hatte Malika überhaupt nicht gerechnet.

Sie öffnete ihren Mund und schloss ihn wieder, sie war entgeistert.

Das ist doch wohl nicht dein Ernst, oder?“, fragte sie ihn.

„Ah komm. Mali ehrlich nicht. Ich hab da langsam wirklich keine Lust mehr zu. Ich will nichts mehr hören.“, zischte er und ihr stiegen Tränen in die Augen. Er drehte sich um und ging. Das konnte er ihr doch nicht antun, er war doch ihr bester Freund, schon immer. Seitdem sie denken konnte. Mali nahm ihr Handy und schaute darauf.

Sie hatte völlig vergessen die SMS zu lesen, die sie vorhin empfangen hatte.

Schnell klickte sie sich durch ihr Handymenü und las die SMS.

Mali, es tut mir so leid, das mit gestern. Bitte verzeih’ mir. Ich liebe dich, Tom.

Ihre Nerven nahten schon einem Nervenzusammenbruch. Sie konnte einfach nicht mehr.

Malikas bester Freund hatte ihr eben seine Meinung zu der Geschichte mit Bill und Tom gegeigt und sie hatte doch gestern erst mit Bill geschlafen und Tom, der schrieb ihr auch noch.

Es fehlte nur noch, dass ihre Mutter bekannt geben würde, dass sie einen neuen Freund hatte.

Die Handyuhr zeigte ihr an, dass sie schon zu spät war.

Sie tippte schnell eine Antwort SMS an Tom in ihr Handy. Sie wollte es langsam angehen lassen. Sie wollte nichts überstürzen. Sie hatten sich so voneinander entfernt, dass sie glaubte, Tom wäre ein fremder Mensch geworden.

Es tat ihr unglaublich weh. Sie fühlte sich alleingelassen.

Sie drehte sich um und ging nach Hause, sie konnte es einfach nicht ertragen mit Finn zu streiten. Nie hatte er etwas gegen ihre Männergeschichten gesagt und dann ganz plötzlich geigte er ihr so seine Meinung, dass sie anfing zu weinen.

Als sie zu Hause ankam, war niemand mehr in der Wohnung. Sie rief in der Schule an und entschuldigte sich für diesen Tag.

Malika setzte sich aufs Bett und fing an zulernen.

Gott sei Dank konnte sie sich konzentrieren. Sie lernte den ganzen Tag lang, bis jemand an der Tür klingelte. Sie stand auf und legte ihre Schulsachen zur Seite. Sie öffnete die Tür und kurze Zeit später stand Finn vor ihr.

Sie schauten sich kurz an und lagen sich einen Augenblick später schluchzend in den Armen.

„Mali, es tut mir so leid. Ich… ich weiß nicht, ich hatte so schlechte Laune, heute Morgen. Es tut mir echt leid, ich wollte dich nicht verletzen.“, schluchzte er.

„Ja, ist schon okay.“, seufzte sie.

„Mali. Ehm… wollen wir heute auf eine Party gehen. Ein Kollege von mir feiert seinen Geburtstag im Malibu und da hab ich mir gedacht, dass wir dahin könnten, oder?“, fragte er.

Sie nickte. Ja sie wollte feiern gehen, einfach das Wirrwarr mit Tom und Bill vergessen. Wenigstens für ein paar Stunden.

„Okay, dann treffen wir uns um halb neun hier, okay? Ich hol’ dich ab.“; grinste er und sie nickte zustimmend.

Kurze Zeit später war Finn auch schon verschwunden und Mali begann sich fertig zumachen, denn es war schon halb fünf.

Sie toupierte ihre Haare, schminkte sich ziemlich dunkel, besonders ihre Augen und zog ein weiß grau gestreiftes Ärmelloses Top an, dazu eine enge Röhrenjeans und Stilettos. Es war relativ warm draußen, deswegen brauchte sie keine Jacke. Als sie fertig war, setzte sie sich in die Küche und beschloss noch etwas zu essen. Alkohol auf leerem Magen ging gar nicht.

Sie machte sich den Fisch, den sie am Mittag gegessen hatte warum und als sie aufgegessen hatte, putzte sie sich ihre Zähne.

Mali schmiss sich aufs Sofa und zappte durch das Fernsehen Programm, als es an der Tür läutete…

Chapter twenty-eight:

Finn stand wie erwartet vor der Tür und begrüßte sie wie gewöhnlich mit einem Kuss. Sie war froh, dass sie die Sache von heute Morgen geklärt hatten und nun zusammen den Abend verbrachten. Außerdem kam sie dadurch auch auf andere Gedanken.

Zusammen machten sich die beiden auf den Weg und kamen eine Viertelstunde später auch schon am Malibu an.

„Mali?“, riss sie Finn aus ihren Gedanken. Etwas erschrocken schaute sie ihn an. „Was denn?“, fragte sie und sah ihn fragend an. „Na, willst du was trinken? So zur Entschuldigung würde ich dir was ausgeben!“, meinte er. „Finn, ich weiß, dass du heute Morgen schlechte Laune hattest, nur du brauchst dich nicht bei mir zu entschuldigen, denn du hattest ja eigentlich Recht…!“ „Ich weiß, aber ich besteh’ drauf!“ „Dann tu’ dir keinen Zwang an! Ich nehm’ ein Wodka-Cola!“, sagte Mail und Finn bewegte sich sofort in Richtung Bar. Mali hingegen blieb dort sitzen, wo sie sich mit Finn niedergelassen hatte, und sich auch der Freund von Finn aufhielt.

Der jedoch war zu Malis Erleichterung mit sich selbst beschäftigt und so ließ Mali den Blick durch den Club schweifen. Es war nichts Außergewöhnliches festzustellen und so wandte sie ihren Blick in ihr näheres Umfeld, bis dann Finn mit zwei Gläsern auftauchte. Dankend nahm Mali ihm das Wodka-Cola Glas ab und nahm einen kleinen Schluck. „Und, magst du mit Tanzen kommen?“, frage Finn seine Begleiterin. „Hm…, denke schon…, na, los!“, sagte sie und stand auf. Zusammen machte sie sich mit Finn in Richtung Tanzfläche und dort legte er ihr auch sanft die Hände um die Hüfte, da ein ruhiger Song angespielt wurde. Nach diesem wurde wieder ein Rockigeres gespielt und sie bewegte sich getrennt von ihm.

Nach etwa einer halben Stunde kehrten die beiden wieder zu ihrem Tisch zurück und setzten sich auf die dortige gegebene Sitzfläche.

„Man, ich geh’ nie wieder tanzen…, dass ist echt mal anstrengend!“, beschwerte Finn sich und lehnte sich entspannt nach hinten. „Dabei wolltest aber du tanzen gehen!“, wies Malika ihn darauf hin und grinste. In diesem Moment fühlte Mali sich wieder glücklich. Zufrieden. Und sie fühlte sich frei. Wenn sie auch Tom immer noch im Hinterkopf hatte. „Finn?!“, sprach sie ihren besten Freund an, der daraufhin auch gleich zu ihr schaute. „Was denn?“, fragte er. „Du, ich…ich bin gerade total glücklich, und danke, dass du mich heute hier mit genommen hast! Ist echt super und die Musik passt auch, das Tanzen hat mir vorhin auch eine Menge Spaß gemacht“, sagte Mali und strahlte ihren besten Freund an. „Das freut mich! Und nun muss es doch auch noch in der Liebe passen, oder? Aber ich wünsch’ dir Glück, egal für wen du dich entscheidest!“ „Wie meinst du das?“, wollte sie wissen, da sie die Aussage nicht richtig verstanden hatte. „Na ja, ich denke, dass du doch immer noch zwischen Bill und Tom stehst, oder? Du weißt nicht, für wen du dich entscheiden sollst, du liebst beide! Und so stehst du zwischen ihnen!“ „Ja, aber Tom weiß davon auch nichts. Und er hat sich dafür entschuldigt. Ich glaub’ er weiß nicht, dass ich etwas mit seinem Bruder habe. Nur ich liebe ihn und daran wird und soll sich auch nichts ändern. Ich kann mir ein Leben ohne Tom schon fast gar nicht mehr vorstellen…“, erwiderte Mali und richtete ihren Blick traurig gen Boden.

„Süße, lass’ den Kopf nicht hängen! Du schaffst das schon! Und wenn Tom wieder aus der Klinik ist, dann seht ihr euch, findet wieder zu einander!“ „Wenn ich mir da nur so sicher sein könnte!“ „Wie? Ich denke du liebst. Tom!“ „Ja, tu’ ich doch auch! Nur, ich weiß einfach nicht wie ich…ich…was ich machen soll, wenn er dann wieder da ist…“ „Kann ich verstehen, Süße, aber mach’ dich deswegen nicht so fertig…“ „Aber… ich vermiss’ ihn so…“ „Das tut mir echt leid für dich, nur…ich weiß auch nicht was du machen kannst, nur, lass’ die Sache dann langsam angehen. Ich mein’, er hat sich ganz schon scheiße dir gegenüber verhalten, reicht das denn nicht?“ „Finn, ich weiß, nur…ich vermiss’ ihn. Ich will wieder mit ihm zusammen sein, ihm vertrauen können…ich will einfach, dass es wieder so wird wie früher, das er mich versteht…kennt…“ Finn wusste davon, dass Tom sie eigentlich gar nicht kannte. Nicht richtig. Von Finn wusste er nichts. Das hatte sie hart getroffen gehabt. Gestern.

„Man, nun mach’ dich nicht so fertig. Lass’ dich davon nicht so runterziehen. Komm’, lass’ uns noch mal tanzen gehen!“ „Okay, dann los!“, sagte sie, stand auf und folgte Finn. Auf der Tanzfläche wurde wieder ein ruhiges Lied angespielt und Finn legte ihr wieder seine Hände um die Hüften.

Sie genoss es. Und fühlte sich bei ihm geborgen.

Ja, das tat sie.

Nach diesem ruhigen Lied, bewegten sie sich wieder freier und tanzten nicht mehr eng umschlungen.

„He, Süße, hast du Lust zu tanzen?“, wurde sie plötzlich von einem blonden Typen angesprochen, dessen blaue Augen Mali sofort ins Gesicht stachen. Wie die, die Finn besaß und mit denen er sie immer kritisch musterte. Doch Mali liebte blaue Augen bei Jungs.

Und ehe Mali etwas erwidern konnte, spürte sie eine weiche Hand an der ihren und ließ sich von dem Jungen mitziehen. Hinein in das Getümmel auf der Tanzfläche.

Chapter twenty-nine:

„Wie heißt du eigentlich?“, fragte Mali den fremden.

„Marlon.“, flüsterte er.

„Und du, Schönheit?“, hauchte er in ihr ins Ohr. Eine leichte Gänsehaut überzog ihren Körper.

„Malika, aber nenn’ mich Mali.“, hauchte sie. Seine Hände wanderten immer tiefer, bis sie ihren Hintern erreichten. Mit einer raschen Kopfbewegung warf sie ihre Haare in den Nacken.

„Was willst du da denn?“, fragte sie.

„Wer weiß…“, hauchte er.

Seine blonden Haare wippten im Takt der Musik mit. Sie waren etwas länger, ins Gesicht gekämmt und er war genau so groß wie Bill.

Die eisblauen Augen machten sie total kirre. Am liebsten würde sie jetzt über ihn herfallen.

Auf der Stelle. Ihre Augen schweiften durch die Menge und trafen die von Finn.

Sie konnte seinen Blick nicht deuten. Einen solchen hatte sie von ihm noch nie gesehen.

Seine Lippen kamen ihr gefährlich nahe und er strich ihre Wange mit ihnen entlang.

Ging weiter runter, ihren Hals entlang, als Mali plötzlich angetippt wurde.

Sie drückte ihn sanft weg, ein blondes Mädchen stand vor ihr.

„Sag mal, bist du nicht die Freundin von Tom Kaulitz?“, fragte sie.

Sie schaute das Mädchen verdattert an.

„Was? Woher…?“, stotterte sie.

„Tja, ich weiß es nun mal. Also hör auf mit einem anderen rum zulecken.“, zischte das Mädchen Malika an.

„Hör mir mal ganz genau zu, okay? Ich bin volljährig, ich kann bestimmen was ich zutun und zulassen habe. Du hast mir überhaupt nichts zu sagen, klar? Selbst wenn ich mit Tom zusammen wäre, dann kann es dir doch so was von scheiß egal sein. Kapier es einfach, misch dich weder in mein, noch in Toms Leben ein. Es ist nicht deine Sache.“, schrie sie das Mädchen an.

Sie ging ihr gerade so was von auf den Keks, dass sie ihr am liebsten eine knallen würde.

Marlon zog sie leicht zurück.

„Kein Stress anfangen, Schöne.“, hauchte er und besänftigte sie damit ungemein.

„Ja,… was soll das denn? Ist die dumm, oder so? Die kann doch nicht behaupten, dass ich mit Tom zusammen bin. Ich…“, sagte sie eher zu sich selbst.

„Hey, komm, ganz ruhig. Ist doch gar nichts passiert.“, flüsterte er ihr zu.

Seine unendlich weichen Lippen trafen ihre; Er küsste sie so sanft und voller Hingabe, dass sie förmlich unter seinen Händen schmolz.

Er wusste, was er tun musste um eine Frau weich zu kriegen. Er küsste sie weiterhin und schob sie langsam zu einer Couch, platzierte sie auf seinem Schoß und fuhr langsam unter ihr Top. Eine Gänsehaut machte sich in ihr breit.

Sie konnte das doch nicht tun, was war mit Bill? Tom?

Es war unglaublich, was er mit ihr veranstaltete. Sie ließ sich einfach fallen.

Er wollte sie mit sich ziehen. Doch sie stoppte; „Halt, Marlon, ich … ich kann das nicht.“, flüsterte sie.

Er schaute sie verblüfft an.

„Was… wieso?“, fragte er.

„Hab ich etwas falsch gemacht?“, er schaute sie so an, dass sie ihn am liebsten in den Arm genommen hätte.

Sie schüttelte ihren Kopf, und zog ihn an der Hand mit aus dem Club.

Er schaute Mali an, aufmerksam und doch nicht aufdringlich.

„Willst du mit zu mir, dann können wir noch ein bisschen quatschen.“, fragte er, sie nickte.

Sie gingen also zu Marlon nach Hause, er wohnte schon alleine, wie sich herausstellte. Er war schließlich schon zwanzig und Berufstätig.

Marlon schloss die Haustür auf und bugsierte sie in sein Wohnzimmer.

„Möchtest du etwas trinken?“, fragte er.

„Ja, was hast du denn da?“, fragte sie zurück.

„Unmengen an Alkohol, Tee, Wasser, Cola, Fanta, Red Bull…Alles Mögliche, also was magst du trinken?“, zählte er mit einem angestrengten Gesichtsausdruck auf.

„Ein Red Bull, bitte.“, bat sie ihn. Er nickte und verschwand kurz darauf, wie Mali annahm in der Küche.

„Bitte sehr.“, flüsterte er und stellte ihr Red Bull und ein Glas auf dem Tisch vor ihr ab.

„Danke.“, antwortete sie ihm.

Er lies sich neben sie auf die Ledercouch fallen und sie schauten sich an.

Malika versank in seinen Augen.

Kurz bevor ihre Lippen aufeinander stießen, klingelte ihr Handy.

Peinlich wurde ihr bewusst, dass sie Bill und Tom fast schon wieder betrogen hätte.

Sie nahm ab.

„Schatz?“, fragte Bills Stimme.

„Hey, wer ist denn da?“, fragte sie.

„Ich bin’s Bill.“, sagte er verdattert.

„Ah. Hey Bill mein Schatz.“, begrüßte sie ihn.

„Mali, wo bist du?“, fragte er.

„Hä? Was? Wieso?“, fragte sie verdattert.

„Ich stehe bei dir vor der Tür und keiner macht auf.“, motzte er.

„Oh Gott, Bill… ich… tut mir leid. Ich war im Malibu und jetzt bin ich bei Marlon. Ich komm gleich nach Hause und dann machen wir uns einen schönen Abend.“, sagte sie entschuldigend.

„Tut mir leid, Mali.“, flüsterte er.

„Was tut dir leid?“, fragte sie.

„Na alles. Lass uns gleich darüber reden, okay?“, fragte er und sie bejahte.

Dann legten sie auf und Marlon starrte sie ungläubig an; „Bill, also, ja?“, zischte er.

Chapter Thirty:

Marlon sah sie leicht säuerlich an. Was hatte sie da gerade gesagt? Sie hatte sich selbst verraten, wie dumm konnte sie denn nur sein? Nicht nur, dass er nun wusste, das sie mit Bill zusammen war, nein, auch das sie einen Freund hatte.

„Was ist?“, fragte sie. „Wie ich höre, hast du einen Freund…, dann solltest du vielleicht gehen…bevor noch mehr passiert…, Schönheit…“, fügte er leise hinzu. „Ich…es tut mir leid…ich wollte das nicht, ich…lass’ uns wieder treffen, ja? Ich…ich hab’ keinen Freund!“, sagte sie entschlossen, bevor er noch mehr Verdacht schöpfen könnte.

„Okay…, wann hast du denn wieder Zeit?“, fragte er Mali. „Na ja, wie sieht’s denn mit Morgen bei dir aus? Ich habe keine Schule…, ist ja Wochenende…“, sagte sie und schaute ihn fragend an. Aus irgendeinem Grund wollte sie ihn nicht enttäuschen, ihm das geben, was er eigentlich wollte, und sie wollte ja auch. „Okay…, treffen wir uns morgen? Du kannst gerne herkommen…ich bin den ganzen Tag hier…, ich würde mich freuen…“, sagte er und schaute sie nun nicht mehr so säuerlich an. „Okay…gerne, ich freu’ mich drauf…“, sagte sie und lächelte leicht.

„Okay…, komm’ doch einfach am Nachmittag und nun lass’ diesen Bill nicht länger in der Kälte stehen…“, sagte er und setzte ebenfalls ein Lächeln auf. Sie musste auch lachen und machte sie dann auf den Weg nach Hause.

Bill stand noch immer vor der Tür und sah weniger freundlich drein. Sie spürte sofort das schlechte Gewissen in sich aufkommen und umarmte ihn. Flüsterte immer wieder ein „Es tut mir leid“ in sein Ohr und schließlich gingen sie zusammen hoch.

„Es tut mir wirklich leid, dass du solange warten musstest…“, fing sie wieder davon an. „Man, Mali, ist doch okay. Solange habe ich nun auch nicht gewartet…“ „Trotzdem…“ „Nun mach’ dir mal um mich keine Sorgen…“ „Ja…, aber das hätte nicht sein müssen…ich hab’s einfach vergessen…“ „Mali…“, sagte Bill und stand nun direkt vor ihr. „Was denn?“, fragte sie und schaute zu ihm auf. „Man, nun ist’s doch wieder gut, Schatz, ich hab’ wirklich nicht lange gewartet…“ Bill hatte sie wieder Schatz genannt. Es tat ihr gut…, sehr gut…, nur…, wie sollte sie in Gottes Namen damit umgehen? Sie stand wieder vor einem Dilemma. Und nun waren nicht nur Bill und Tom daran beteiligt.

Nun gab es auch noch eine dritte Person: Marlon.

„Mali…, ich…ich will…mit dir schlafen…jetzt!“ Erschrocken schaute sie Bill an. „Wie?!“, fragte sie irritiert, doch ehe eine Antwort aus seinem Mund zu bekommen, spürte sie diese auf ihren Lippen. Ein Kuss. Wundervoll…

Sie spürte ihn wieder. Bill. Für den sie Gefühle hatte. Gefühle die erwidert wurden und die sie spüren wollte.

„Bill…ich liebe dich…“, sagte sie, denn es war das, was sie in diesem Moment sagen wollte, musste, um ihren Gefühlen Luft zu machen.

„Ich dich auch, Mali, und ich will nichts lieber als mit dir zusammen sein, bitte…bitte schlaf’ mit mir!“, sagte er.

„Ja…“, hauchte sie und berührte wieder ihre Lippen mit den seinen. Sie liebte diese Küsse und leider auch ihn. Ja, leider, weil sie eigentlich mit Tom zusammen, liebte seinen Zwillingsbruder. Und sie ritt sich mit jedem Fick tiefer in dieses verdammte Dilemma.

Aus dem es schier keinen Ausweg gab, oder?

Sie stöhnte lustvoll auf, als sie Bills Hände an ihrem Körper spürte. Wie er sie berührte, unter ihr Oberteil fuhr und sie sanft umfasste. Schnell hatte er sie ihres T-Shits entledigt und stand nun noch nur in ihrem BH und ihrer Jeans vor ihm. Noch immer hielten sie sich im Hausflur auf.

Ihre Mum war auch nicht da, und so konnten sie überall.

„Bill…“, stöhnte sie halblaut. Denn sie spürte dieses Verlangen in sich aufkommen, welches sie stillen wollte, gestillt haben wollte, und so berührte er sie an ihrem Hosenknopf, öffnete dieses und hatte sie auch schon bald von dieser entledigt.

Nun stand sie ihm nur noch n Unterwäsche gegenüber und machte sich auch bei ihm daran, ihn von seinen Klamotten zu entledigen.

Das hatte sie auch bald geschafft und einige Sekunden später spürte sie ihn auch schon in sich. Wie er sich in ihr bewegte. Sich mit ihr verband.

Immer tiefer schien sie ihn in sich zu spüren und wollte, dass dieses Gefühl nie wieder endete.

Sie nie wieder losließ.

Erschöpft ließ sie sich neben ihm an die Wand sinken. Sie atmete schwer und musste das eben passierte erst mal wieder realisieren. „Mali…Schatz…, hör’…hör’ mir bitte zu…“ Sie schaute ihn fragend und zu gleich gespannt an.

„Ich…halt’s ohne dich nicht aus…lass’ uns das nicht beenden…bitte…“, sagte er beinah flehend.

„Wie? Nicht beenden? Eigentlich war es nie vorbei…immer wenn du hier warst, hast du doch das bekommen, was du wolltest…“, sagte sie. „Man, Mali, ich liebe dich wirklich! Ich will nicht einfach nur eine Fickbeziehung…ich will mehr, ich will dich lieben dürfen, so wie du es verdient hast!“, sagte er entschieden und schaute sie auch dementsprechend an. „Glaubst du…du denkst doch nicht etwa das du der Einzige bist, der das kann…!“, erwiderte sie etwas perplex. „Nein…, man, Mali so sollte das nicht rüberkommen, verdammte scheiße ich will einfach nur mit dir zusammen sein, mehr will ich gar nicht, dich einfach nur lieben dürfen!“, kam es von Bill der sie flehend ansah.

„Bill, ich-„ „Ich kann dich nicht zu nichts zwingen…, aber ich würde es mir einfach wünschen…“, unterbrach er sie.

„Ich…, wie stellst du dir das vor?!“, wollte sie irritiert wissen und wartete auf eine Antwort.

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