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MOOD

Meine Laune ist mies, es ist besser ihr sprecht mich Heute nicht an.

DIES & DAS

Untitled Engel der Nacht

BROKEN WINGS

Vorwort You're not enough 1-10 You're not enough 11-20 You're not enough 21-30 You're not enough 31 -End

It's need always simple life 1-10 It's need always simple life 11-20 It's need always simple life 21-30 It's need always simple life 31-End

Credits

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Chapter Eleven:

Er schaute sie durchdringend an. Er wollte mehr. Noch einmal dieses Gefühl von Geborgenheit, Liebe und Zärtlichkeit spüren. Er brauchte das. Ihre Augen verrieten sie, sie wollte auch. Auch wenn beide schon gekommen waren, sie wollten beide noch mal. Ihr Innerstes schrie förmlich nach ihm. Nicht nach ihrem Freund, der vier Zimmer weiter beim DVD gucken eingeschlafen war- nein- nach seinem Zwillingsbruder, der das Verlangen stillen konnte. Nur Bill konnte das. Vielleicht, weil Malika Gefallen am Verbotenen fand, sie wusste es nicht. Sie wollte es aber auch nicht wissen, Malika lebte einfach den Moment.

Jede Sekunde, die sie mit Bill verbrachte, war wundervoll. Mali verspürte das Gefühl tiefer Leidenschaft, welches sie bei Tom schon lange noch mehr gespürt hatte.

Alle Gedanken waren wie weggeblasen, als Bill anfing leicht an ihren Brustwarzen zusaugen.

Sie stöhnte auf. Er küsste ihren Hals, knabberte an ihren Ohrläppchen und wollte wieder in sie eindringen, doch Malika stoppte ihn.

„Leg… dich… hin.“, keuchte sie, während seine Hand wieder zwischen ihren Beinen war.

Er hörte auf und gehorchte ihr. Bill legte sich auf den Rücken und Mali fing sofort an ihn zu verwöhnen.

Sie wollte ihn quälen, mit seiner eigenen Geilheit.

Malika setzte sich auf sein Becken und fing an sich leicht vor und zurück zu bewegen, jedoch ließ sie ihn nicht in sich eindringen. Er stöhnte immer wieder auf.

Langsam erhob sie sich küsste seine Brust und hinterließ eine leicht feuchte Spur auf seinem Körper, wo sie ihn küsste. Ihre Küsse wanderten immer tiefer, Bill wand sich unter Malikas Berührungen. Sie wanderte immer tiefer. Mali küsste seine hervorstehenden Beckenknochen, seinen Bauch und schließlich sein Glied. Er krallte sich im Bettlaken fest, stöhnte ihren Namen, stöhnte laut und seine Atmung ging flach und schnell. Ihre Lippen umschlossen sein Glied und sie fuhr immer auf und ab. Er stöhnte laut und kurz bevor er kam, noch bevor sich sein Körper versteifte, ließ sie von ihm ab. Sie hatte schon beim ersten Mal gemerkt, dass er auf dasselbe stand, wie Tom, was für Malika sehr vorteilhaft war.

Sie küsste sich zu seinen Lippen hinauf. Bills Wangen waren leicht gerötet, seine Augen zusammengekniffen und sein Mund stand ein wenig offen. Mali küsste ihn. Erdrang automatisch in sie ein, was ihn wohl ein bisschen erschrak, denn er öffnete schlagartig seine Augen. Sie begann sich auf ihm zu bewegen. Immer wieder stöhnten beide. Bill fuhr ihre Seiten entlang, bis er irgendwann so zitterte, dass er sich einfach in ihren Hintern krallte.

Sie bewegte sich immer schneller, immer heftiger, bis sich die Gefühle in ihr aufstauten.

Ihr Körper verkrampfte sich und sie kamen beide gleichzeitig mit einem lauten Stöhnen.

Sie bewegte sich immer noch ein wenig auf ihm, denn sie fand das Nachgefühl noch immer am schönsten. Bill setzte sich auf und küsste sie leidenschaftlich.

Er legte seinen Kopf in ihre Halsbeuge und hauchte; „Das war das geilste, was ich je erlebt habe. Ich liebe dich.“

Malika strich über seinen Rücken, er war nass.

Ihr Körper glänzte leicht golden im Zwielicht der Nachttischlampe und dem Licht, das noch von draußen kam.

Sie legten sich auf das Bett und Mali legte ihren Kopf auf Bills Brust.

„Warum kannst du nicht einfach mich anstelle von Tom lieben?“, fragte er während er ihr sanft durch die Haare strich.

„Bill… Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich keine Gefühle für dich habe…aber das, was ich für Tom empfinde, ist einfach stärker. Bei dir ist das einfach… Freundschaft?“, flüsterte sie in einem fragenden Ton. Er schwieg.

„Morgen fahrt ihr weiter, nicht wahr?“, fragte Mali nach einer Weile des Schweigens.

Er nickte.

„Wohin geht’s?“

„Nach Paris für zwei Tage. Schade, dass du nicht mitkannst. Ich werde dich vermissen.“, seine Stimme zitterte.

„Bill, du weißt ich würde gerne mitkommen, aber ich kann nicht. Ich muss meinen Abschluss schaffen. Wenn ich mich jetzt nicht ranhalte, schaffe ich mein Abitur nicht. Wir werden doch telefonieren, wenn ihr Zeit habt.“ Sie schaute ihn bedauernd an während sie sprach.

„Das wird eine lange Zeit, Mali. Es ist ja nicht nur Paris. Wir müssen nach Marseille, Rennes, Nancy und so. Das ist eine ganze Tour…“, flüsterte er.

„Ich weiß, Bill, aber wir werden uns wieder sehen.“, sagte sie und merkte wie die Müdigkeit sie überkam.

„Süße, geh langsam lieber wieder rüber, nicht, dass Tom mitbekommt, dass du hier warst und besonders, was wir hier getrieben haben.“ Sie löste sich langsam von ihm küsste ihn noch einmal und zog sich dann an.

„Bill?“, fragte sie, als sie schon an der Tür stand.
Er blickte auf; „Ja?“

„Ich lieb’ dich. Ich werde dich vermissen.“, flüsterte sie und schloss die Tür.

Bill rannte eine kleine Träne über die Wange…

Chapter Twelve:

Als Mali leise die Tür zu dem Hotelzimmer öffnete, in dem sie mit Tom zusammen wohnte, fand sie ihren Freund schlafend auf dem Bett wieder und der Fernseher mit dem Film lief noch. Sie schaltete ihn aus und legte sich dann zu ihrem Freund aufs Bett. Es war noch nicht allzu spät, doch nach einer Weile fielen auch ihr die Augen zu.

Mail schlief durch bis zum nächsten Morgen an dem es für sie schon früh wieder nach Hause ging. Die Jungs mussten nach Frankreich und sie nach Hause um für ihre Abi zu lernen.

Der Abschied fiel ihr schwer, weil sie sich auch nur mit einer Umarmung von Bill verabschieden konnte. Von ihrem Freund verabschiedete sie sich mit einem wundervollen Kuss. Schließlich liebte sie ihn ja. Sie durfte nur nicht zu viele Gefühle für Bill hegen. Das Verlangen nach dem Sex war alles, was sie besitzen durfte, fühlen durfte. Mehr durfte nicht sein. Mali liebte ihren Freund und das nicht zu wenig. Soi fiel ihr der Abschied schwer, da sie ihn nun mehrere Wochen nicht sah. Und auch die Zeit mit Bill würde sie vermissen – sehr.

Die Fahrt nach Hause war ruhig, denn es ging mit dem Zug in ihre Heimatstadt.

Nach Hamburg. Dort angekommen lief sie durch den Hauptbahnhof zur U-Bahn und fuhr direkt nach Hause.

Zuhause angekommen setzte sie sich sofort an ihren Schreibtisch. Doch konzentrieren konnte sie sich keineswegs. Nicht im Geringsten. Wie auch? Tom und Bill schwirrten unentwegt in ihrem Kopf herum.

Wie sollte sie das bloß aushalten?

Mali stand schließlich auf und suchte nach ihrem Handy. Bald hatte sie es gefunden und tippte folgende Wörter ein. Ihr ging es mies und sie musste das einfach loswerden. Ihr Herz erleichtern. Ihr schlechtes Gewissen verstärken. Mit dem:

„Bill, ich vermiss’ euch so! Dich! Wenn auch nichts sein darf. Wann kommt ihr wieder? Ich halt das nicht lange aus…gar nicht!“, schrieb sie und steckte dann das Handy weg.

Eine Antwort ließ nicht lange auf sich warten:

„He Mali! Ja, du fehlst mir auch. Ich habe mich immer wohlgefühlt in deiner Gegenwart. Doch wann wir wiederkommen, kann ich dir nicht sagen. Es tut mir leid! Miss you, Ld!“

Sie las schnell und ihr traten Tränen in die Augen. Es tat weh. So weh. Sie wollte das Alles nicht. Doch was sollte sie machen? Wie fand sie einen Ausweg aus diesem Dilemma?

Sie wusste es nicht und die Fragen würden unbeantwortet bleiben, weil ihr niemand die Antwort geben konnte. Sie musste sie sich schon selbst beantworten. Die Gefühle, Bill, vergessen. Wenn es auch der schmerzvollste Weg war. Doch hatte sie eine andere Wahl?

Mali schnürte es beinah das Herz ab. Sie wollte und konnte ihn nicht vergessen. Wenn sie auch wusste, dass sie Verbotenes tat und Tom liebte.

Sie wusste es. Wollte es wahrhaben. Verstehen. Doch es führte kein Weg daran vorbei. Sie liebte ihn. Auf eine andere Art und Weise, doch auch Tom. Sie wusste nicht was sie tun sollte. Mali versuchte sich durch komplizierte Aufgaben abzulenken. Zwang ihre Gedanken auf die Schule. Es gelang ihr nur schwer, doch sie redete sich immer wieder, wie wichtig das hier war und so schaffte sie es, alles richtig zu lösen.

Sie nahm sich vor einen Text zu schreiben. Zur Übung. Als sie sich aber das Geschriebene ansah, schreckte sie zurück. Alle Verzweiflung und Gefühle, Probleme, Ängste und den ganzen Schmerz hatte sie aufgeschrieben. Doch sie fühlte sich besser. Konnte ruhig schlafen.

Am nächsten Tag war Schule und sie musste sich wieder Zwingen dem Lehrer die Aufmerksamkeit zu schenken, doch so langsam wurde auch dies und sie versuchte ihr Dilemma zu vergessen, verdrängen, bis wieder eine SMS kam und kurz danach ein Anruf. Von Tom…

Sie musste jetzt stark sein. Ihm Gegenüber keine Schwäche zeigen.

Chapter Thirteen:

Sie rief ihn sobald die Unterrichtsstunde zu Ende war zurück.

In Gedanken an die Handyrechung und den Ärger mit ihrer Mutter, begrüßte sie ihren Freund.

„Hey Mali mein Schatz.“, erwiderte er.

„Wie geht es dir?“, fragte ihr Freund sie.

„Hm, ich weiß nicht… Ist im Moment alles ziemlich beschissen…“, gab sie ihrem Freund zu überlegen.

„Warum?“, fragte er auch prompt.

„Ich… ich weiß einfach nicht was ich tun soll… - Ich hab soviel Arbeit vor mir, wir werden uns wohl nicht sehen können, bis ich meine Prüfungen fertig habe. Tut mir leid.“, besann sie sich noch rechtzeitig anders. Fast hätte sie sich selbst verraten.

Sie musste Abstand gewinnen.

„Schade, dabei wollte ich dir sagen, dass wir in einer Woche für etwa zwei Tage in Hamburg sind, aber wenn du mich nicht sehen willst…“, sagte er beleidigt.

„Tom, es ist nicht so… dass ich dich nicht sehen … will. Ich… ich … kann es einfach nicht… ich habe so viel Arbeit im Moment… ich will mein Abi schaffen… Tut mir echt leid.“, flüsterte sie und bald hatten sie sich mit unendlich langen Liebeschwüren verabschiedet.

Doch meinte sie es wirklich ernst? Liebte sie Tom überhaupt noch, oder wollte sie doch eher mit Bill… Nein, mit Bill wollte sie nur …. Nun ja.. ficken, eben.

Tom ging den Flur des Hotels entlang und klopfte an Bills Zimmer.

„Süße, ich vermiss dich doch auch. Ich will dich wieder in meine Arme schließen… Endlos mit dir… .“, drang Bills Stimme durch die Tür, leider verstand Tom das letzte Wort nicht.

Tom klopfte.

„Moooomeeeeent..“, hörte er von innen die Schritte zur Tür.

„Kaum zwei Sekunden später öffnete sich die Tür und Bill stand mit seinem Handy am Ohr vor seinem Zwilling.

„Hey Tom.“, begrüßte er seinen Bruder, der ihm so ähnlich sah und doch im Grunde ganz anders war.

Er wandte sich noch einmal seinem Handy zu; „Johanna, ich muss auflegen. Ja … ich dich auch. Bis dann.“, und legte auf.

„Was gibt’s?“ fragte Bill seinen Twin, der sich auf Bills Bett geschmissen hatte.

„Wer ist Johanna?“, fragte Tom wie aus der Pistole geschossen.

„Eine Freundin. Nein Tom, ich war nicht mit ihr im Bett und wir haben auch keine Beziehung.“, dementierte Bill den Blick seines Zwillings.

Sie kannten sich einfach zu gut, um einzelne Blicke des jeweils anderen nicht zu verstehen.

„Gut, der eigentliche Grund, weshalb ich hier bin, ist… ich muss mit dir reden…“, sagte Tom und schaute verträumt aus dem Fenster. Sein Blick fiel auf den Eifel-Turm.

„Mali und ich. Unsere Beziehung läuft im Moment echt schlecht. Ich weiß nicht woran das liegt. Ehrlich, ich liebe sie und ich will sie nicht verlieren. Wir haben vorhin telefoniert. Sie meinte sie hätte demnächst keine Zeit mehr mich zusehen. Sie müsse für ihre Abiprüfung lernen. Bill… Ich hab echt Panik sie zu verlieren.“ Toms Stimme zitterte leicht.

„Tom, zufällig hat deine Freundin mit mir darüber gesprochen. Sie fühlt sich echt eingeengt. Du kontrollierst sie ja förmlich. Ich weiß nicht in wieweit es stimmt, ich kann dir nur soviel sagen, du kannst doch nicht behaupten sie hätte was mit mir, wenn sie zu dir kommt.

Es… es macht sie einfach kaputt. Rede mit ihr, da kannst du nichts falsch machen. Nur fall nicht wieder so über sie her.“, riet Bill ihm. Dabei hätte er sich am liebsten gleich die Zunge abgebissen. Er hatte ihr eben unfreiwillig ein Grab geschaufelt.

„Wenn ich dich nicht hätte…“, grinste Tom und knuddelte seinen Bruder erst einmal richtig durch.

‚Ja… wenn du mich nicht hättest… Dann hättest du deine Freundin für dich alleine…’, dachte Bill sich im Stillen und schaltete den Fernseher an.

Natürlich hatte Bill mit niemand geringerem als mit Malika telefoniert, doch nie im Leben durfte Tom das rausbekommen.

„Lass uns Viva schauen, okay Bruderherz?“, fragte Tom ihn. Er nickte und schaltete auf das französische VIVA. Es lief nichts anderes als Tokio Hotel, Tokio Hotel und noch einmal Tokio Hotel. Darauf hatten beide keine Lust und schalteten den Fernseher letzen Endes völlig aus und beschlossen in die Hotelbar zugehen um einen zutrinken.

Wieder einmal saß Mali vor ihren Prüfungsaufgaben vom letzten Jahr, die ihr Lehrer ihr großzügigerweise gegeben hatte und versuchte zulernen. Leider klappte dies nicht im Geringsten. Sie musste mit jemanden reden, der weder mit Tokio Hotel was zutun hatte, noch einen der Zwillinge kannte oder etwas ausplaudern würde.

Sie wählte die Nummer von Finn, ihrem besten Freund. Sie liebte diesen Jungen über alles. Er war der beste Freund den man überhaupt haben konnte.

„Bei Finn am Handy hier…“ Witzbold, dachte Mali sich, jedoch begrüßte sie ihn mit einem freundlichen; „Hey mein Schatz.“

„Ohhh du bist es. Wieso ist denn deine Nummer unterdrückt?“, fragte Finn verwundert.

„Ah kein Plan, hast du grade Zeit?“

„Na klar. Ich bin in zehn Minuten bei dir, okay?“, fragte Finn und Malika willigte ein.

Tatsächlich klingelte es kaum zehn Minuten später an der Wohnungstür.

Ihre Mutter öffnete ihrem besten Freund und er begrüßte Mali mit einem schlichten Kuss auf den Mund.

„Was ist denn los, kleine? Du klangst ziemlich verzweifelt…“, fragte er, prompt schmiss sie sich in seine Arme.

„Bill…Sex gehabt…Tom…liebe ihn doch… will ihn nicht verlieren… Bill ist soooo…. Guuut.“, das war leider das einzige, was Finn zwischen etlichen Schluchzern verstand.

„So, Maus, ich habe eben leider nur unzusammenhangslose Worte verstanden, also bitte noch einmal von vorne und auf Deutsch, okay?“, fragte Finn und sie schniefte und rümpfte ihre Nase.

„Also… Ich hab ein riesiges Problem. Ich habe am Freitag auf der Party, auf der ich mit Bill war mit ihm Sex gehabt. Ich bin doch mit Tom zusammen, ich liebe ihn. Nur, das Problem ist, dass der Sex mit Bill viel besser ist. Ich liebe seinen Fick. Es ist einfach Wahnsinn. Ich will Tom, aber auch wiederum nicht verlieren und ich glaube ich entwickle Gefühle für Bill. Finn Hiiiiiiiiiiiiiilfeeeeeeeeee…“, er hielt ihr ein Taschentuch hin und sie nahm es dankbar an.

„Jetzt mal langsam, du hast Tom mit Bill betrogen, seinen eigenen Bruder, aber du liebst Tom, entwickelst aber Gefühle für Bill, und Bill ist besser im Bett, ja?“, fragte er und sie nickte langsam und schnupfte sich geräuschvoll die Nase aus.

„Ich an deiner Stelle würde erst Mal mit Tom darüber sprechen, danach mit Bill. Oh man, du katapultierst dich immer in solche dummen Situationen. Das meine ich nicht böse, nur ich weiß echt nicht was du machen kannst. Du wirst beide verlieren und sie sich auch noch gegenseitig. Süße, das ist echt ein Dilemma.“, er umarmte sie und küsste sanft ihre Stirn. Nur er durfte das, außer ihrem Freund, nun ja und Bill inzwischen auch.

Finn war immer für sie da und wusste meist auch einen Rat doch jetzt, jetzt konnte nicht einmal er helfen und würde sie mit Tom darüber reden, dann wäre sie sowohl Bill, als auch Tom los und das war das, was sie am wenigsten wollte.

Sie liebte ihn doch… Oder liebte sie beide?

Chapter Fourteen:

Schnell schob Mali diesen Gedanken beiseite und schmiss sich auf ihr Bett. Finn war bereits wieder gegangen, da er noch etwas zu erledigen hatte. Mali war wieder alleine. Konnte sich auf nichts konzentrieren und saß gelangweilt auf ihrem Bett. Nichts klappte mehr. Alles war nur noch ein Haufen Schrott, der vor ihren Augen immer größer wurde. Mali wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und versuchte sich erneuert an den Aufgaben. Diesmal konnte sie etwas Konzentration aufbringen, doch nachdem sie die eine Teil-Aufgabe gerechnet hatte und sich auch andere Fächer kurz angesehen hatte, war die Konzentration wieder futsch. Sie hatte sich lediglich eine halbe Stunde konzentrieren können. Das war doch nicht normal...

Letztendlich schaltete sie ihren Computer an und loggte sich in ihr Postfach ein. Keine besonderen Mails, doch als sie sich gerade wieder ausloggen wollte, sprang ihr eine Mail ins Auge, die sie bis eben nicht bemerkt hatte. Ist wohl gerade erst angekommen, dachte Mali sich und stellte fest, dass sie von Bill stammte.

Mali schluckte. Was wollte Bill jetzt? Sie wollte doch Abstand – von beiden?

Wieder mit ein paar Tränen in den Augen öffnete sie die Mail und begann den kurzen Text zu lesen, den er geschrieben hatte:

„Hey Mali,

wie geht’s dir? Ich mach’ mir Sorgen..., du bist echt nicht gut drauf und auch Tom bekommt das mit...nun habe ich ihm gesagt, dass er sich etwas zurücknehmen soll...vielleicht hilft dir das ja...

Wir sind nächste Woche für zwei Tage in Hamburg. Noch ein paar Feinheiten im Studio erledigen. Ich muss dich wiedersehen! Vermiss’ dich total...bitte lass’ mich nicht hängen..., ich brauch’ dich..., lass’ uns Mittwochabend treffen..., bitte Süße, ich halt das nicht aus...

Schreib’ zurück!

Bill

Mali griff nach ihren Taschentüchern die überall im Zimmer verstreut herum lagen. Was sollte das denn? Sie würde sich nicht mit Tom treffen – ihrem Freund –, nein, mit Bill. Seinem Bruder. War das eigentlich noch normal?

Mali wollte zusagen. Sie hielt es doch selber kaum noch aus..., wie sollte das werden, wenn es dann noch nicht mal zwei Tage zwischendurch gab, wo sie die Jungs sehen konnte?

Schluchzend schmiss sie sich auf ihr Bett und tastete blind nach ihrem CD-Player. Musik. Die brauchte sie jetzt. Ein ruhiges Lied. Nur leider sang der Sänger davon, über seinen Schatten zu springen. Das zutun, wozu man bereit ist, was man will..., Mali stellte die Musik wieder aus, griff nach ihrem Handy und tippte eine SMS ein, die ihrer Telefonrechnung besser tat, als ein Anruf. „Hey Bill, ich will mich mit dir treffen. Kommst du zu mir? Bitte! Ich brauch’ das auch..., es ist so...geil...“, schrieb sie und traute sich nicht, noch etwas anderes drunter zu schreiben. Eine Antwort ließ nicht lange auf sich warten:

„Mali...mir geht’s genauso. Ich komm’ am Mittwochabend, ja? Lass’ uns die wenige Zeit genießen und wegen Tom. Ich lass’ mir was einfallen...aber wir müssen reden!“, las sie und wünschte sich wie so oft in letzter Zeit, dass sie nicht in diesem Dilemma stecken würde.

Es ging einfach nicht. Sie musste ihn sehen. Mit ihm schlafen. Dieser Fick gab ihr immer wieder ein besonderes Gefühl. Wie im Rausch. Wie, als wenn er eine Droge wäre, die sie immer brauchte. Immer und überall. Aber eigentlich wollte sie es auch nicht. Kurz spielte Mali mit dem Gedanken Bill abzusagen, aber das würde sie nicht übers Herz bringen. Nein, sie brauchte ihn. Und Tom.

Was war nur los?

Bis Mittwochen waren es nur noch fünf Tage. Die Zeit würde so elend langsam verstreichen. Den Montag verfluchte sie schon jetzt und als an diesem besagte Montagmorgen der Wecker sie aus dem Schlaf riss, hätte sie ihn am liebsten zerstört, an die Wand geschmissen, auseinander genommen, doch sie mochte ihren Wecker, er war hübsch. Und als sich letztlich noch ihr Handy zu Wort meldete und sie mit Billy Talent dazu aufforderte, endlich aufzustehen, stiefelte sie müde und mies gelaunt ins Bad.

Viel zu erwarten hatte sie von diesem Tag nicht. Schnell sprang sie unter die Dusche, machte sich fertig und begann dann noch einige Sachen einzupacken, die sie am Vortag vergessen hatte, einzupacken. Als auch dies erledigt war, machte sie sich auf den Weg in die Küche. Wenigstens ein Kaffee musste heute Morgen sein und so nahm sie sich schweigen, ohne etwas zu sagen, eine Tasse aus dem Schrank. „Guten Morgen, Malika!“, sprach ihre Mutter sie an und Mali schaute sie nur schief an. „Sorry..., tut mir leid...morgen!“, gab sie zurück und trank vorsichtig den noch heißen Kaffee.

„Was ist denn mit dir los? Alles okay zwischen dir und Tom?“, fragte ihre Mutter sie und Mali spürte einen schmerzvollen Stich. Wieso ausgerechnet jetzt?

„Mama...ich...es ist alles okay zwischen uns beiden, ich bin nur gerade etwas mies drauf, wegen der Schule...ist im Moment alles ein bisschen stressig...!“

„Kann ich verstehen, aber über ein guten Morgen hätte ich mich doch auch gefreut!“, wies ihre Mutter sie auf ihre fehlenden Manieren hin. „Tut mir leid, Mama, aber ich bin auch noch nicht ganz wach...wir hatten doch erst Ferien und ich bin noch nicht so ganz wieder in dem Schulalltag drinnen...“, versuchte sie sich rauszureden. Ganz unrecht hatte sie nicht, aber ihrer Mutter wollte sie dieses Dilemma nicht beichten.

„Ist ja gut. Ich bin die Woche übrigens nicht da. Ich lass’ dir etwas Geld hier und eingekauft habe ich gestern auch, also stell’ hier nicht alles auf den Kopf und lass’ das Haus ganz. Und gehe sorgsam mit dem Geld um!“, riet ihr ihre Mutter und Mali schaute sie etwas verdutzt an. „Wo bist du denn?“ „Ich muss einen Prozess in München vertreten, einer der Anwälte hat ein Kind bekommen, also seine Frau und da hatte er mich gebeten für ihn einzuspringen. Und da ich eh weiß, worum es in diesem Fall geht und er mich auch schon einmal vertreten hatte, habe ich ihm zugesagt. Ich werde bei meiner Mutter sein!“, erklärte sie. „Bestell’ ihr ganz liebe grüße! Ich muss dann jetzt auch los! Viel Spaß und lass’ was von dir hören!“, sagte Mali zum Abschied, drückte ihrer Mutter noch einen Kuss auf die Wange und war im nächsten Moment auch schon zur Haustür raus.

Der Schultag kam Mali zäh und lang vor. Umso glücklicher und erleichterter war sie, als sie am Nachmittag in das leere Haus kam.

Die folgenden beiden Tage waren auch alles andere als toll und als sie am Mittwoch aus der Schule kam, kribbelte es in ihr schon. Doch so langsam entwickelte sich auch ein schlechtes Gewissen in ihr und die Angst stieg beinah unermesslich. Was war bloß los? Sie wollte keine Gefühle für Bill hegen. Er war doch nur ein guter Freund. Nicht ganz so wie Finn, der wohl mehr als nur Kumpel war und beinah eine höhere Stellung wie ein Freund besaß, Mali liebte ihn einfach, auf eine andere Art und Weise, und mehr sollte zwischen Bill und ihr doch auch gar nicht sein, oder?

Mali schluchzte. Warum war das nur so? Plötzlich klingelte es und holte sie wieder zurück in die Realität – die grausame Realität – wie es ihr gerade vorkam.

Chapter Fifteen:

Mit gemischten Gefühlen machte Malika sich auf den Weg zur Tür.

Als sie diese öffnete erschrak sie zutiefst.

Vor ihr stand nicht wie erwartet Bill, sondern Tom.

„Wa…wa… was machst du denn hier?“, brach aus ihr heraus.

„Na dich besuchen natürlich. Ich will dir beim lernen zuschauen.“, erwiderte Tom und nahm sie in den Arm und küsste sie daraufhin leidenschaftlich.

„Ich… aber… Man, ich hab dir doch gesagt, dass du nicht herkommen sollst. Du machst mich echt fertig. Du engst mich so ein. Ich kann einfach nicht mehr. Tom… ich“, rang sie nach Worten.

„Pschhhht, ist doch alles okay.“, beruhigte er sie.

„Nein, nichts ist okay. Ich habe dir gesagt, du sollst nicht herkommen. Ich brauche absolute Ruhe, damit ich mich konzentrieren kann und da kann ich dich echt am wenigsten gebrauchen.“, schrie sie ihren Freund an.

„Hast du Besuch, von dem ich wissen sollte, oder was?“, schrie er.

„Du bist doch echt krank. Geh.“, als er sich nicht von der Stelle rührte, stieß sie ihn leicht an.

„Ich habe gesagt du sollst gehen, okay? Ich will lernen. FUCK EY,… GEH! Ich habe nicht so ein Leben wie du und dein Bruder, ich kann nicht einfach ein bisschen Gitarre spielen und dann ist alles gut, ich bekomme nicht mehr als 50.000 Euro monatlich, ich werde dafür arbeiten müssen, ich werde nicht mein Hobby zu meinem Job machen können. Nicht alle Träume gehen in Erfüllung und deshalb muss ich jetzt lernen um später selbst für mich sorgen zu können, meine Kinder, meine Familie.“, steigerte sie sich rein.

„Du… du… du willst Kinder?“, fragte Tom erstaunt.

„Natürlich will ich Kinder. Nicht jetzt, oder in zwei Jahren. Später, wenn ich älter bin. Welche Frau träumt nicht von ihrer eigenen Familie?“, schrie sie ihn an.

„Das wusste ich gar nicht…“, er schien nachzudenken.

„Da siehst du mal wie schlecht du mich kennst und jetzt verschwinde endlich, ich will dich nie wieder sehen.“, Tränen liefen ihre Wangen hinab, sie konnte sich kaum noch halten.

Tom ging vorsichtig auf sie zu; „Geh. Bitte, Tom.“, Mali bettelte förmlich.

Erst jetzt gehorchte er ihr. Er ging tatsächlich. Für immer? Das wusste Malika nicht.

Sie wusste auch nicht warum sie so reagiert hatte, aber es tat weh, zu wissen, dass Tom nicht einmal wusste, was Malika ihr Abschluss bedeutete.

Die Tür schlug zu und Tom war verschwunden.

Er war tatsächlich gegangen. Hoffentlich würde er Bill nicht begegnen, doch der schien noch nicht auf dem Weg zu sein, denn er wollte ihr eine SMS schreiben, wenn er unterwegs war.

Gerade als Bill die Wohnung verlassen wollte und seine SMS an Mali getippt hatte, stieß er mit jemandem zusammen, welcher sich als Tom herausstellte.

Er hatte leicht feuchte Wangen.

„Tom… Ist was passiert?“, fragte Bill seinen Bruder. Irgendwas musste geschehen sein.

„Ne, alles in Ordnung.“, flüsterte er und ging in die Wohnung, während er Bill die Haustür vor der Nase zuschlug.

Irgendwas stimmte nicht mit Tom, doch er würde es ihm auch nicht verraten, das spürte Bill.

Er machte sich auf den Weg zu Malika und als er an der Haustür unten ankam, musste er erst einmal Ewigkeiten auf sie warten, damit sie ihm sie Tür aufmachte.

Er rannte schnell die zwei Stockwerke nach oben und sah Mali verweint in der Tür stehen.

Er begrüßte sie mit einem Kuss auf die Wange und sie gingen in Malis Zimmer.

Schnell lag seine Jacke in der Ecke und seine Schuhe ebenfalls.

„Schatz, was ist passiert?“, fragte er sie und nahm sie während er sprach in den Arm.

„Tom war hier… Wir… wir… haben uns furchtbar gestritten. Er hat wieder behauptet ich hätte Besuch, also ein anderer Typ wäre hier.“, flüsterte sie und sog Bills Duft ein.

„Der spinnt doch. Aber er war voll fertig, als er nach Hause kam.“, flüsterte Bill, was Mali ungemein beruhigte.

Sie nickte und erzählte ihm, was vorhin geschehen war.

„Oh man.“, seufzte er.

„Bill, danke, dass du für mich da bist und auch wenn es dir wehtut, wenn du mir zuhörst. Ich…ich… ich liebe dich.“, Das eben gesagte löste wieder einen Weinkrampf in ihr aus. Sie hätte das nie sagen dürfen. Es war so falsch und doch fühlte es sich so gut an, das auszusprechen, was sie fühlte.

Sie hatte sich in Bill verliebt, doch sie liebte auch Tom.

„Was ist mit Tom?“, fragte er sie auch direkt.

„Den auch.“, flüsterte sie. Bill schüttelte nur traurig den Kopf.

„Alles ist scheiße im Moment, ich bin verliebt in zwei Männer. Das ist echt abnormal. Ich bin nicht normal, Bill. Ich liebe zwei Männer.“, weinte sie.

„Ich weiß. Aber du bist genauso normal, wie ich es auch bin. Mali, ich liebe dich auch, nur es ist auch noch Tom da. Er ist schließlich mein Bruder. Ich kann ihn nicht hintergehen, es tut so weh.“, flüsterte er und küsste ihre Stirn sanft.

„Ich weiß.“, sagte sie und ließ sich auf ihr Bett fallen.

Bill tat ihr gleich und sanft küssten sie sich.

Natürlich blieb es nicht nur bei dem Kuss.

Seine warme Hand wanderte wie schwerelos unter ihr T-Shirt.

Streichelte sie überall. Wirklich überall.

Kaum zehn Minuten später, war auch sein T-Shirt weg und kurze Zeit später lagen sie nackt aufeinander.

Zärtlich strich er ihren Busen entlang, sie wand sich unter seinen Berührungen. Alles in ihr kribbelte. Sie liebte es von Bill berührt zu werden.

Er drang langsam in sie ein, zog sich wieder zurück und stieß zart in sie hinein.

Leise begannen sie zu stöhnen und küssten sich immer wieder ganz sanft.

Immer tiefer stieß er in sie und immer schneller stauten sich ihre Gefühle auf, bis plötzlich die Klingel der Haustür ertönte.

Bill hörte auf und schaute Malika aufmerksam an.

„Willst du nicht an die Tür gehen?“, fragte er sie im Flüsterton. Sie schüttelte nur leicht ihren Kopf und Bill fing wieder an sich zu bewegen.

Er trieb sie ganz langsam in den Wahnsinn. Dann ganz plötzlich mit einem überwältigenden Gefühl kam der Orgasmus.

Bill ergoss sich kurze Zeit später in ihr. Kurze Zeit darauf entzog er sich ihr und legte seinen Kopf auf ihre Brüste.

„Ich liebe dich, Mali.“, flüsterte er und küsste sie kurz auf den Mund.

„Ich dich auch, Bill.“, erwiderte sie.

„Am liebsten würde ich in die Welt schreien, dass wir uns lieben.“, flüsterte er wieder.

„Mhhmmm.“, stimmte sie im zu.

„Aber dann wär’ da noch Tom… Bill, ich liebe ihn auch. Ich weiß nicht was ich tun soll, Tom schöpft doch irgendwann auch mal Verdacht, er ist ja nicht dumm. Wer weiß, wer eben an der Tür war. Vielleicht hat der- oder diejenige uns gehört. Man kann sich nie sicher sein, dass es geheim ist.“, Malika seufzte.

„Ich weiß. Was machen wir, wenn er es rausbekommen sollte?“, fragte Bill.

„Keine Ahnung, lass uns darüber Gedanken machen, wenn es soweit sein sollte. Übrigens, was hast du Tom eigentlich gesagt, wo du hingehst?“, fragte sie.

„Zu Johanna. Er kennt sie nicht. Ich sage einfach, dass sie meine neue Freundin ist, oder so. Muss dann nur noch, wenn er sie kennen lernen will ein Mädchen auftreiben, dass mitspielt.“, seufzte er und küsste Malika nachdem sie ihm zugestimmt hatte noch einmal.
Danach schliefen beide eng verschlungen ein…

Chapter Sixteen:

Mali erwachte in Bills Armen, als die Sonnenstrahlen in ihr Zimmer fielen. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass es schon elf Uhr war. Zum Glück hatte sie keine Schule. Die letzten beiden Tage in dieser Woche hatte sie frei, da sie ab und an Prüfungsvorbereitungen zu Hause absolvieren sollten.

So kuschelte Mali sich enger an Bill und sog seinen Duft ein. Sie liebte diesen Duft. Und leider auch ihn. Sie kam sich so hilflos vor. So schrecklich. Mit dem was sie hier tat, schaufelte sie sich doch ihr eigenes Grab. Denn wenn Tom herausbekommen würde, dass sie seinen Bruder liebte, mit ihm schlief, dann wär’ alles aus.

Erschrocken schaute sie auf. Ihr Handy begann zu klingeln. Eine SMS. Sie griff nach ihrem Handy und stellte schnell den Ton ab. Dann las sie was in der SMS stand. Zuerst fiel ihr Blick auf die Nummer und dann auf den Absender:

Tom.

Nun begann sie zu lesen:

„Mail, es tut mir alles so verdammt leid. Dabei dachte ich, dass dich das freut, wenn ich zu dir komme. Das du mich vielleicht sehen willst. Man, ich komme mir so verarscht vor. Was ist denn nur los? Ich liebe dich doch!“

Nein. Das war zu viel. Mali ließ ihr Handy sinken und ihr Blick fiel auf Bill. Tränen. In ihren Augenwinkeln. Was sollte das nur? Warum? Warum litt sie so? Warum?

„He…“, hörte sie auf einmal eine sanfte Stimme.

Mali schaute Bill an, der seine Hand ausstreckte und ihr sanft die Tränen wegwischte.

„Nicht weinen, Süße…bitte…“, flehte er sie an. „Ja…ich…, man, Tom hat eben geschrieben…und…und…ich fühl mich so beschissen…es…es tut so weh…ich…ich kann das nicht mehr…“, schluchzte sie hemmungslos und ließ sich in Bills Arme fallen.

Ihr Herz schien in tausend Stücke zu fallen. Ein tiefer Riss, der sich nicht beheben ließ.

„Süße, bitte hör’ auf zu weinen…, bitte…“, flehte er sie wieder an. „Aber…weißt du eigentlich was ich hier mache? Jeder verdammte Fick war falsch. Ich betrüge Tom immer mehr mit dir…!“, schrie sie ihn fast an. Nach Atem ringend sah sie Bill an. „He, du musste dich nicht entschuldigen oder dich rechtfertigen…ich…ich finde es großartig mit dir!“, sagte er leise, sodass sie es gerade noch so verstand.

Mali blickte ihn an. „Sicher?“, fragte sie und ehe sie noch etwas erwidern konnte, zog er sie zu sich heran. Umschloss seine Lippen mit den seinen und bat dringend um Einlass, den Mali ihm schnellstmöglich gewährte. Sanft umspielten sich ihre Zungen und sie spürte, wie seine Hand sanft ihren Körper entlang fuhr. Eine Gänsehaut machte sich auf ihr breit, da wo er sie berührt hatte. „Bill…bitte…du…du machst mich so geil…fick’ mich…“, sagte sie und musste vor Erregung stöhnen. „Alles okay?“, fragte er sie erregt und als sie ihr Bein um ihn legte, spürte sie seine Erregung. Ihr Zungenspiel hielt noch immer an und erregte sie immer mehr. Sie wollte ihn. Jetzt. Und was sprach dagegen?

Als sie das dachte, wich sie beinah erschrocken zurück. Wie konnte sie sowas nur denken? Doch es entsprach verdammt nochmal der Wahrheit. Sie zog Bill wieder an sich heran und ließ erneuert ein Zungenspiel beginnen.

Noch immer spürte sie, wie seine Hände sie berührten. Sie anfassen wollten. Sie genoss es, sie wollte mehr, und verlangte es auch. Bekam letztendlich das, was sie wollte.

Sanft strich er zwischen ihren Beinen entlang. Erregte sie mehr und öffnete ihre Hose, fuhr bedächtig in ihre Unterwäsche. Sie stöhnte auf, fuhr zusammen und versuchte sich krampfhaft wieder zu entspannen. Doch das war leichter gesagt, als gedacht. Seine Bewegungen ließen schier nichts anderes zu. Wollte er sie etwa jetzt schon zum Orgasmus bringen?

„Bitte…bitte hör’ nicht auf… ich…ich komm’ gleich…!“, stöhnte sie mehr oder weniger und spürt gleich dieses Gefühl in sich aufkommen. Sie kam. Stöhnte. Schrie. War nicht mehr Herr über ihre Gedanken, spürte nur diese Geilheit in sich aufkommen.

Plötzlich ließ Bill von ihr ab. Beorderte durch das Berühren ihrer Hand sich an seiner Boxershorts zu schaffen zu machen. Umspielte sie sanft, ehe sie ihre Hand in seine Boxerhorts wandern ließ. Berührte sein steifes Geschlecht. Umfasste es, massierte es und bewegte ihre Hand gekonnt an seinem Geschlecht. Wollte es in ihrer Hand spüren. Blitzartig entzog sie jedoch ihre Hand und versuchte ihn von seinem T-Shirt zu befreien. Er zog es bereitwillig aus, und wollte sich auch an ihrem Schlafshirt zu schaffen zu machen.

Er hatte es ihr schnell ausgezogen, berührte ihre Brust, ließ seine Hand sanft über sie streichen. Mali wusste nicht mehr, was sie tun oder lassen sollte. Sie hatte bereits einen Orgasmus gehabt und war nun nahe dran wieder einen zu bekommen.

Schon seine Berührungen ließen sie aufstöhnen. Sie berührte mit ihrer Hand wieder sein Geschlecht und zog ihm sanft die Boxershorts aus. Hatte nun direkteren Zugriff. Mehr Freiheit.

Küssend bewegte sie sich nun von seinem Mund an seinen Hals, an sein Schulterblatt, und weiter nach unten über seine Brust. Bis sie da ankam, wo sie hinwollte. Sanft leckte sie an seinem steifen Geschlecht, was vor Erregung heftig pulsierte. Wie sie es zumindest fühlte. Sie wusste, er kam gerade. Stöhne laut ihren Namen. Wusste nicht, was er machen sollte. Aus dem Augenwinkel sah sie seine Hand, die sich in das Bettlacken krallte.

Mali erhob sich wieder und er zog sie sofort gierig zu sich heran. Hatte sie auf ihren Rücken gedrückt und begann sich über ihr aufzubauen. „Ich…liebe dich…du…du machst mich so geil…du bist so wunderschön!“, stöhnte er und ehe sie sich versah, war er in sie eingedrungen. Mali spürte seine Bewegungen in ihr. Wie sie sich rhythmisch bewegten. Sie stöhnte abermals auf und kam erneuert. Fühle das Gefühl des Höhepunkts, des Orgasmus in sich aufkommen.

Doch in diesem Moment drehte sie sich auf die andere Seite, positionierte sich auf ihm und begann ihr Becken zu bewegen.

In seinen Augen spiegelte sich die Lust wider, mit der er sie berührte, an ihren Busen fasste und stöhnte.

Malika genoss es, schloss genießerisch die Augen. Merkte, dass sie gleich wieder kam und sein steifes Glied in sich, wie es sich in ihr bewegte, sie zur Höchsten Lust trieb und wieder kommen ließ. Spürte, wie er sich in ihr ergoss. Sanft ließ sie von ihm ab, neben ihn fallen und wollte augenblicklich seine Lippen berühren…

Chapter Seventeen:

Sie küssten sich leidenschaftlich und gleichzeitig verlangend.

Mali hätte schon wieder mit ihm schlafen können, es war einfach so hammer geil. Er war so geil. Er schaffte es jedes Mal ihren Kopf wie leer zufegen. Er ließ sie immer ihre Gedanken beiseite schieben und einfach nur zu geniesen.

Noch nie hatte Tom… ‚Ich sollte dringend damit aufhören, Bill immer mit Tom zu vergleichen.’, dachte sie sich und schaute verträumt aus dem Fenster.

Sie wurde durch das Geräusch eines knurrenden Magens aus ihren Tagträumen geweckt, was sie zum Lachen brachte.

„Naaa, hat da jemand Hunger?“, neckte sie Bill, doch der nickte nur.

„Mali, kann ich duschen gehen?“, fragte er.
„Na klar, du weißt wo das Bad ist?“; fragte sie zurück er nickte und sie standen gemeinsam auf.

„Warte ich geb’ dir ein Handtuch, damit du dich abtrocknen kannst.“, flüsterte sie und lief mit Bill zusammen ins Bad, wo sie ihm ein Handtuch zurechtlegte.

„Danke, Schatz.“, hauchte er ihr ins Ohr. Wieder bekam sie eine Gänsehaut.

Gänsehaut sollte echt verboten werden. Bill drehte sie leicht zu sich und küsste ihren Hals hinab, da beide noch nackt waren, war es kein Problem für ihn an ihren Busen zukommen.

Er küsste sie wieder überall und Malika merkte die Wärme in ihrem Unterleib hinaufsteigen.

„Bill“, stöhnte sie seinen Namen. Immer wieder machte er sie binnen Sekunden so geil, dass sie ihn am liebten an die Wand ketten würde und den Schlüssel verschlucken würde.

Er drehte das Wasser auf und hob Mali hoch sodass sie nichts mehr machen konnte. Er drückte sie an sich und sie spürte seinen harten Penis an ihrem Bauch.

Kaum waren sie unter der Dusche verschwunden, schon fickten sie wieder.

Die spürte ihn tief in sich, krallte sich in seinem Rücken fest und spürte wie er immer schneller und tiefer in sie eindrang.

Sie stöhnten laut. Malika hoffte nur, dass die Nachbarn nichts davon mitbekamen…

„Malika…“, keuchte Bill.

„Ich… liebe dich.“, keuchte Mali.

Es überraschte sie, wie er plötzlich schneller und härter zustieß und sie kam.

Sie kam mit einem überwältigenden Stöhnen ihrerseits.

Bill stieß immer wieder hart zu. Sie war schon gekommen, das Nachgefühl wurde unglaublich stark und schön. Ihre Hände machten sich wie selbstständig. Sie fasste an seinen Arsch und versenkte ihre Nägel darin. Es war unglaublich erlösend. Bill kreischte kurz auf, als sie es tat.

Kurze Zeit danach ergoss er sich in ihr.

Er zog sich aus ihr hinaus und küsste sie.

Sie duschten und küssten sich immer wieder dabei.

Als sie fertig waren, stieg Malika zuerst aus der Dusche und machte sich, nachdem sie sich abgetrocknet hatte, daran das Frühstück zu zubereiten.

Als sie schon so gut wie alles fertig hatte, und gerade am Kaffeekochen war, umarmte sie jemand von hinten.

„Na, schon fertig?“, fragte sie.

„Mhm.“, bekam sie als Antwort.

„Gut, das Frühstück ist auch gleich fertig.“, flüsterte sie.

Bill ließ sie los und ging schon mal zum Tisch, an dem sie essen würden.

Als das lang ersehnte „Pling“, der Kaffeemaschine ertönte, füllte sie den Kaffee in zwei große Becher und balancierte sie zum Frühstückstisch.

Sie nahm sich ein Brötchen und fing an es aufzuschneiden, als plötzlich ein nervtötendes Geräusch an ihre Ohren drang. Ihr Handy klingelte. Mal wieder.

Sie erhob sich und stapfte in ihr Zimmer.

Mali schaute auf ihr Handy; Tom is calling, stand auf dem Display.

‚Na ganz toll.’, dachte sie sich, ging jedoch trotzdem ran..

„Hey Schatz.“, begrüßte sie ihn aufgesetzt froh.

„Na Süße, wieso gehst du nicht ans Telefon?“, fragte er.

„Ich war duschen.“, erwiderte sie.

„Maus, ich muss mit dir reden, das kann so nicht weitergehen. Wir streiten uns nur noch, seitdem du im Malibu warst. Ich … ich hab das Gefühl du verheimlichst mir etwas…“, murmelte Tom. Ein mulmiges Gefühl breitete sich in Malikas Magen aus.

Scheiße, was war, wenn er es wusste?

„Ehm…, was soll ich dir denn verheimlichen?“, fragte sie. Das Gefühl in ihrem Bauch wurde immer stärker.

„Ich weiß nicht, Schatz. Ich… jetzt raste nicht wieder aus… ich glaube du hast einen anderen…“, seine Stimme zitterte.

„Tom.. ich… Du … du kannst mir doch nicht einfach unterstellen, dass ich einen anderen habe. Ich weiß, dass du denkst, ich wäre noch so wie früher, aber… ich liebe dich nun mal, und keinen anderen. Ich weiß auch, dass du nie da bist, nur… gestern, tut mir leid… ich bin so ausgetickt. Du… du engst mich so ein. Ich habe das Gefühl, dass aus dir ein Kontrollfreak geworden ist. Warum vertraust du mir nicht einfach?“, schluchzte sie.

„Weil.., ich… Oh man… ich wurde schon so oft verletzt. Erst dadurch bin ich so geworden, wie ich jetzt bin. Ich kann das doch nicht steuern. Meine Gedanken sind immer bei dir. Ich weiß, dass ich dich liebe und ich habe einfach Panik dich zu verlieren, verstehst du?“, fragte er, sie stimmte ihm zu.

„Aber es ist immer noch kein Grund mir zu misstrauen, oder?“, fragte Malika.

„Nein, eigentlich nicht. Aber du und Bill ich… ihr seit so anders geworden, ich weiß du bist seine beste Freundin und ich weiß auch, dass du teilweise echt mehr weißt wie ich, aber…

Immer wenn du bei ihm bist, denke ich dass ihr…“, er stockte und schniefte.

„Dass wir miteinander schlafen?“, hackte Mali nach.

„Ja...“, gab er kleinlaut zu.

„Süße, weißt du… Er … er liebt dich… Ich merke das doch, ich glaube er würde alles tun um uns auseinander zubringen.“, schluchzte Tom.

„Wie bitte?“, fragte Malika angriffslustig. Sie sah es nicht ein, dass Tom so etwas über seinen Bruder behauptete.

„Du willst doch wohl jetzt nicht ernsthaft behaupten, dass Bill uns auseinender bringen würde. Ich weiß nicht wie lange du es schon weißt, dass Bill etwas von mir will, aber ich garantiere dir, ich weiß es auch. Und Bill würde uns niemals, wirklich niemals… auseinander bringen wollen, denn er würde es nicht ertragen, dich so zusehen.“, nahm sie Bill in Schutz. Natürlich würde Bill sie nicht auseinander bringen wollen, warum denn auch? Das beste Beispiel sah sie doch erst vor ein paar Tagen. Er hatte doch gesagt, dass er keine Beziehung zu ihr haben könnte, wegen Tom. Nur eben eine Fickbeziehung, aber würde das sie und Tom nicht auch auseinander bringen.

Malikas Blick verfinsterte sich.

„Tom, ich muss weiterlernen.“, sagte sie und kurz darauf legten sie auf.

Sie schritt auf Bill zu, der mit dem Rücken zu ihr saß und gerade an seinem Kaffee nippte.

Malika setzte sich im gegenüber. Was war, wenn er sie und Tom wirklich nur auseinander bringen wollte. Sie musste ihn schnellstmöglich loswerden um darüber nachdenken zu können.

„Bill, wenn du fertig gegessen hast, geh bitte.“, sagte sie mit fester Stimme.

Sein Kopf fuhr hoch; „Was?“

Chapter Eighteen:

„Du hast mich verstanden…es tut mir leid, aber ich brauche einfach Zeit…, für…für mich…bitte versteh’ das…“ Mali fiel es schwer, diese Worte auszusprechen. Doch was sollte sie machen?

„Mali…Schatz…ich…meinst du das etwa nicht ernst, was du heute Morgen…beim…beim Duschen…und so…gesagt hast?“ Ziemlich perplex schaute sie ihn an. Was bitte hatte das damit zutun? Dachte sie und wandte sich wieder ihrem Kaffee zu.

„Ich…, bitte geh’ dann einfach…“, bat sie ihn erneuert und richtete ihren Blick gen Fenster. Plötzlich merkte sie, dass er vor ihr stand. Sie beobachtete. Mali schaute ihn an. Die Tränen liefen schon längst ihr Gesicht hinunter. Ihr Verdacht, oder eher der von Tom…, war es wirklich so?

„Bill…bitte sei’ ehrlich zu mir…machst du…machst du das nur weil…weil…du Tom und mich auseinander bringen willst?“

Erschrocken wich er zurück.

„Meinst du das jetzt wirklich ernst?“, fragte er sie ungläubig. Mali nickte und sah ihn fordernd an. „Und?“, hakte sie nach. „Nein…ich…glaubst du das wirklich?“, fragte er sie. „Ich…Tom hat vorhin angerufen und diesen Verdacht geäußert…natürlich hat er nicht die geringste Ahnung. Aber wenn er dahinter kommt…dann…dann wird er das wohl denken…“ „Bist du dir sicher? Aber…du liebst Tom! Das hast du mir immer wieder gesagt…und…und auch mich…“ „Ja, verdammt! Deswegen bin ich auch so down. Man, rafft ihr das alle nur nicht?!“, fuhr sie ihn in einem harten Ton an.

„Das weiß ich…nur du würdest mir so unendlich wehtun…wenn…wenn…“ „Ja, was wenn?“ „Na, wenn du mich jetzt rausschmeißen würdest!“ „Ach ja? Und wie es mir geht, dass ist euch total egal, oder was? Glaubst du eigentlich, dass ich mich nicht schlecht fühle, wenn wir miteinander ficken? Glaubst du, dass du hier so mir nichts dir nichts mein Leben und meine Gefühle bestimmen kannst?“, schrie sie ihn an und verließ die Küche. Knallte die Tür ihres Zimmers zu und bereute bereits die Worte. Dass es Bill nicht egal war, wusste sie. Doch wie lange sollte dieses Spiel noch gehen, bis Tom davon erfahren würde?

„Malika! Bitte mach’ auf! Bitte, es tut mir leid. Und mir ist es nicht egal, was mit dir ist. Ich liebe dich…dass ist ja das Problem…, man, nun mach’ schon auf…und egal bist du mir auch nicht!“ „Nicht? Das sehe ich aber anders! Ihr – du und Tom – ihr behandelt mich wie euer Eigentum. Ich bekomme mehr und mehr das Gefühl, dass ich muss, und nicht will…dabei..dabei ist das mit dir einfach nur wie ein Kick. Diese Fickbeziehung wie du es nennst…ich…ich glaube ich verliere mich darin…es ist mehr als nur geil und einziger Orgasmus. Ich…bin drauf und dran mich in dich zu verlieben und Tom dabei zu verlieren, obwohl ich noch liebe!“, schrie sie ihn mehr oder weniger durch die Tür an. Doch dann stand sie auf, mit Tränen im Gesicht und öffnete die Tür, die sie abgeschlossen hatte. „Ich versteh’ dich doch…, man, ich…ich weiß doch auch nicht was ich machen soll…“, flüsterte Bill und Mali brach weinend in seinen Armen zusammen. Gerade so konnte er sie halten und versuchte sie zu ihrem Bett zu bugsieren. Es gelang ihm auch und so lagen sie bald nebeneinander. Bill hatte Mali tröstend im Arm und versuchte sie zu beruhigen. Doch die Tränen wurden mehr. „Mali…bitte…ich bin für dich da…aber, bitte hör’ auf zu weinen…, Süße…!“, versuchte er ihr die ganze Zeit zuzusprechen, doch Mali konnte sich nur schwer beruhigen.

„He…“, flüsterte er ihr weiter zu. Sie verlangte nach einem Kuss. Abwechslung? Sie wusste es nicht. Wusste nur, dass sie wollte. Sie wollte ihn. Bill Spüren, mit ihm schlafen, ihn erleben. Spüren. In sich spüren.

Ihre Zungen begannen ein sanftes Spiel. Sein Pircing stieß hier und da gegen ihre Zunge was sie gleich wieder erregte.

Seine Hände fuhren an ihrem Körper entlang, sanft und Mali wusste, sie wollte wieder mit ihm schlafen, sich mit ihm verbinden. Ihn tief in sich spüren…

Ein nerv tötendes Klingeln ließ sie die beiden sich erschrocken voneinander lösen. Malis Handy kündigte einen Anruf an. Sie löste sich aus Bills Umklammerung und nahm ihr Handy in die Hand. ‚Tom called‘ verriet Mali ihr Display. „Tom…“, sagte Mali schwach und spürte beinah wieder die Tränen in sich aufkommen.

„Geh’ schon ran, sonst schöpft er noch Verdacht!“, sagte Bill schnell und stand auf, ließ sie alleine. Schon allein das er nicht mehr neben ihr lag, schmerzte in Mali, aber auch, dass sie ihren Freund wieder belügen musste.

„Ja?“, ging sie ran.

„He…, ich bin’s…ich…es tut mir leid…aber…ich brauch’ dich…, kann ich zu dir kommen?“, fragte er sie. „Ich…ja…na ja, ich muss lernen, Tom…!“ „Ja, ich weiß, aber…nur kurz…“ Nein. Schoss es ihr durch den Kopf. „Tom, was willst du? Eben auf einen Fick vorbei kommen, oder was?“ „Nein…, Mali…bitte, dass darfst du noch nicht einmal denken…!“ „Oh, doch, das tue ich!“ „Aber-“, weiter kam er nicht, denn Mali hatte aufgelegt. Wollte er nur vorbeikommen, um mit seiner Freundin zu schlafen? Tat Bill etwas anderes? Schoss es ihr durch den Kopf, denn es passte in den Zusammenhang.

„Mali?!“, kam es von Bill, der gerade eben wieder in ihr Zimmer getreten war. Mali sprang auf, wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und rannte an ihm vorbei.

Es tat so weh. Sie würde alles verlieren…ihren Freund, den sie liebte. Bill, mit dem sie schlief.

Ihr Leben schien den Bach hinunter zu laufen…, hatte sie endgültig alles verloren?

Ziellos rannte sie nach draußen. Irgendwohin. Ohne ein Ziel?

Chapter Nineteen:

Sie rannte immer weiter, bis sie irgendwann völlig fertig blieb sie irgendwann stehen.

Die Seitenstiche machten sie fertig. Völlig außer Atem schaute sie sich um.

Sie war vor der Wohnung von Bill und Tom angelangt.

War es Schicksal, dass sie hierher führte, oder einfach nur Zufall?
Sie lehnte sich an die Hauswand.

„Malika?“, fragte eine ihr zu bekannte Stimme von oben herab.

„Ich… äh… was?“, kreischte sie erschrocken auf.

Sie sah sich um, entdeckte jedoch niemanden.

„Hier oben.“, sagte die Stimme wieder und sie schaute hoch.

Dort stand Tom auf dem Balkon mit einer halb aufgerauchten Zigarette.

„Warte, ich mach dir die Tür auf.“, seufzte er und schnippte die Kippe vom Balkon.

Kurze Zeit später hörte Mali den Summer.

Sie drückte fest gegen die Tür, die auch sofort aufging und stieg eine Etage höher um dann direkt in Toms Arme zulaufen, natürlich nicht mit Absicht.

Als sie in seine Augen aufsah durchfuhr sie ein kleiner Stich. Es tat ihr weh in seine reinen Augen zuschauen.

„Hey Schatz.“, flüsterte er und küsste sie sanft.

Immer tat er so, als wäre alles in Ordnung. Nie zeigte er, dass er sauer, traurig oder enttäuscht war.

„Hey.“, antwortete sie.

Sie gingen in die Wohnung rein.

„Sag mal, weißt du wo Bill ist?“, fragte Tom.

„Ne, keine Ahnung, ich denke mal er ist bei seiner ‚Freundin’.“, log sie.

Natürlich wusste Malika, wo Bill war. Zu gut sogar.

„Bill hat eine Freundin?“, fragte Tom entsetzt.

Mali nickte.

„Ja, Johanna, weißt du?“; fragte sie ihn, gespielt verdutzt.

„Ah, Johanna also? Wie ist sie so?“, fragte Tom.

„Sie ist schon in Ordnung.“, antwortete Mali.

„Ah du kennst sie?“, schaute Tom sie wütend an.

Mali nickte.

„Komisch, dass Bill nie was von ihr erzählt hat.“, Tom sah nachdenklich aus.

Malika zuckte nur ihre Schultern.

Sie schauten sich tief in die Augen und Tom zog Mali sanft an der Hand zu sich ins Zimmer.

Er schloss die Tür hinter sich und fing an sie sanft zuküssen.

Er fuhr mit seiner Zunge leicht über ihre Lippen, Malika gewährte ihm den Einlass, nach einem kurzen Zögern.

Mali spürte wieder dieses unglaubliche kribbeln. Sie küssten sich immer wieder.

Tom schob sie immer weiter durch den Raum, als sie plötzlich etwas Kaltes in ihren Kniekehlen spürte erschrak sie leicht, merkte aber schnell, dass es nur sein Bett war.

Sie ließ sich darauf fallen und zog Tom mit. Er landete sanft auf ihr und seine Hand fuhr unter ihr T-Shirt.

Er strich immer wieder leicht über ihren Bauch, fuhr mit der Zeit auch höher.

„Ich liebe dich.“, flüsterte er in ihr Ohr.

„Ich … ich dich auch.“, seufzte sie und sie küssten sich wieder.

Der Kuss strahlte alles aus. Die Liebe, Zärtlichkeit und Leidenschaft zwischen ihnen.

Toms Hand wanderte langsam tiefer, blieb an ihrem Bauch stehen und strich dort mehrmals rüber.

Kurze Zeit später war ihr Hosenknopf offen und ihr T-Shirt ausgezogen.

Ihre Haare, noch immer nass vom duschen mit Bill befleckten Toms Kopfkissen mit Wasser.

Seine Fingerspitzen fuhren immer wieder ihre Hauptschlagader entlang.

Er küsste ihren Bauch, als plötzlich die Tür aufgerissen wurde.

Bill stand teils geschockt, teils sauer in der Tür. Mali riss die Augen auf, doch Tom kümmerte sich nicht weiter darum.

Bill starrte sie ungläubig an.

„Maaaan… Tom…. Jetzt hör doch auf. Bill steht in der Tür….“, zischte Malika in Toms Richtung.
„Ey… willst du dich jetzt anpissen, weil Bill in der Tür steht, oder was?“, meckerte Tom sie an. Malika wollte aufspringen, doch Tom hielt sie fest.

„Nein… du haust dieses Mal nicht ab… Man Mali… du kannst doch nicht immer abhauen…

Außerdem…will ich Sex.“, sagte Tom. Er war wie verwandelt.

Langsam fragte Malika sich, ob Tom was genommen hatte, denn so wie er sich benahm, konnte man das echt behaupten. Seine Hand wanderte wieder in ihren Tanga.

„Jetzt hör’ auf, man.“, schrie Malika, das wirkte jedoch auch nicht.

Bill stand immer noch in der Tür und regte sich nicht. Stumme Tränen rannten über Malikas Wangen.

Tom fing an zu lachen.

„Guck mal, da ist Wasser.“, gackerte er, während er auf ihre Wangen zeigte.

„Man… Bill jetzt hilf mir doch mal…“, flehte sie in Richtung Bill.

„Warte… Ich….“, er schaute Malika hilflos an.

„Ohhhh… Billy kann jeden Tag drei Mal mit Malika ficken, aber sie von mir befreien kann er nicht…“, lachte Tom hysterisch.

„Bill, Hilfe.“, kreischte sie, als Tom anfing sie wie wild zuküssen.

Malika wusste nicht wie ihr geschah, doch kaum zwei Sekunden später, lag sie weinend in Bills Armen.

Kurz darauf hatten sie sich in Bills Zimmer eingeschlossen.

Sie lagen eng aneinander gedrückt auf Bills Bett.

„Bill... ich… meinst du … er hat was mitbekommen?“, fragte sie und schaute ihn ängstlich an.

„Ich weiß nicht… Scheint wohl so…“, flüsterte er und küsste ihre Stirn.

„…aber wie?“, fragte sie in die Stille hinein.

Er zuckte die Schultern; „Ich weiß nicht, aber selbst wenn es so wäre, ich glaube nicht, dass er es sagen würde. Du hast doch selbst gesehen, wie er gerade drauf war. Der hat Drogen genommen, das hat man seinem Verhalten sofort angesehen. Ich hab keine Ahnung, ich weiß nur, dass ich dich liebe und niemand mich von dir fernhalten kann.“

Sie schaute ihn zärtlich an, es war das erste Mal, dass sie nur kuschelten und schmusten, den ganzen Tag lang.

Chapter twenty:

Tränen liefen ihre Wange hinab. Sie dachte an das eben Geschehene zwischen ihr und Tom. Was war nur los. Zuerst glaubte sie, dass wieder alles in Ordnung zwischen ihnen war. Der sanfte Kuss, als sie gekommen war, dass beginnende Spiel und die Leidenschaft zwischen ihnen. Doch das war alles falsch. Gelogen. Nicht wahr.

Tom hatte alles kaputt gemacht. Aber wieso hatte er was genommen? Wegen ihr? Mali fühlte sich schuldig. Sie war an allem Schuld. Seit dem sie mit Bill geschlafen hatte, begann dieser Alptraum immer schlimmer zu werden. Wuchs er nun allmählich zu seiner wahren Größe heran und zeigte ihr, wie schlimm er werden könnte?

Mali blickte auf. Zu Bill. Die ganze Zeit lagen sie eng aneinander gekuschelt in seinem Zimmer.

Er konnte sich ebenso wenig wie sie erklären, was da gerade mit Tom abgegangen war.

Es war alles so verstrickt…

„Bill…?“, flüsterte Mali leise.

„Ja…was ´n?“, fragte er sie und schaute sie so durchdringen, gefühlvoll und lieb an.

„Ich…danke, dass du mich…wegen vorhin…“ Mali traute sich nicht zu sagen, was da los war. Sie wollte es nicht. Es tat zu sehr weh. „He, wenn ich dir helfen kann…außerdem…ich liebe dich doch!“

Sie lächelte leicht, doch dann ließ sie ihren Blick wieder gen Boden fallen. „Bill…“, fragte sie wieder leise. „Was ´n?“, fragte er wieder. „Ich…, na ja, glaubst du ich kann wieder mit ihm reden…?“ „Du meinst, ob die Wirkung? Bleib’ am besten hier, ich schaue mal nach ihm. Dass wird jedenfalls das Erste und das letzte Mal gewesen sein, das er das gemacht hat und außerdem wird es sicher Konsequenzen mit sich ziehen…“ „Meinst du… das er…?“ „Ich weiß es nicht, aber ich habe den Verdacht, dass er das nicht das erste Mal gemacht hat und wer weiß, wie er das nächste Mal reagiert…drauf ist…!“ „Du hast du Recht, aber…ich…trau’ mich beinah nicht mehr meinem eigenen Freund unterzutreten…ich…!“ „Pst…, alles wird wieder gut, das Verspreche ich dir!“

Konnte sie ihm glauben? Sie wollte es. Doch sie wusste ganz genau, dass sie Tom liebte. Über alles. Ja, die Gefühle waren nicht verschwunden. Vorhin, sie war beinah richtig geil auf ihn. Doch…er hat es verdorben. Mit seinem Verhalten. Mit seinem Willen. Sollte das jetzt so weitergehen?

Bitte nicht…

„Mali?“, riss Bill sie aus ihren Gedanken. Sie hatte es nur kaum mitbekommen, dass Bill aufgestanden war.

„Hm?“ Fragend sah sie ihn an. „Ich…schau’ mal nach ihm, ja? Bitte bleib’ hier…, Süße, ich will nicht das dir was passiert. Außerdem muss ich ihm das ausreden…“ „Wie?“, fragte sie perplex. „Ich bin gleich wieder da!“, sagte er nur und war auch schon zur Tür raus.

Einige Minuten später kam er auch schon wieder und Mali blickte in ein sorgenvolles Gesicht. „Nein, was ist passiert?“, fragte sie ihn. „Ihm geht’s richtig beschissen…, er sitzt in seinem Zimmer und weint…wegen dir…er glaubt, dass er dich verloren hat…, na ja, ich…ich glaube er ist wieder halbwegs normal ansprechbar…ich…komm’ mit…“, sagte er nur, hielt Mali seine Hand hin, die sie dankbar nahm, denn ein wenig Angst machte sich schon ihr breit.

„Tom?!“, rief sie erschrocken, als sie ihn sah. Zusammengekauert auf seinem Bett und die Augen ganz rot und verquollen vom Weinen.

„Mali…ich…, man, ich…es tut mir alles so leid…ich…das Zeug wirkt nicht mehr…“, brachte er mühselig hervor und schaute sie traurig an.

„Dir ist hoffentlich klar, was du da gemacht hast…ich…hab’ Angst Tom, dass…das sowas wieder passieren kann…und dann niemand da ist, der mir helfen kann…und…Tom, ich pack’ das nicht…entweder, du lässt dir helfen von dem Zeug loszukommen, oder es ist endgültig aus und du siehst mich nie wieder!“ „Ich…Mali…ich…ich habe das doch nur wegen dir getan…“ „Wann hast du zum ersten Mal dieses verdammte Zeug genommen? He? Sag’s mir verdammt!“, schrie Mali ihren Freund an. „Seit…seit dem du im Malibu warst…“ „WIE BITTE?“, schrie sie ihn weiter an und verlor allmählich die Beherrschung. Es waren knapp anderthalb Monate seitdem vergangen…und…, nein. Sie konnte es nicht fassen.

„Deswegen warst du auch immer so drauf…“, schlussfolgerte sie und wollte sich umdrehen, raus hier, um das alles nicht mehr sehen zu müssen.

„Mali…ich…es tut mir leid…ich…ich mach’ das!“, versuchte er seine Stimme laut zu erheben, was ihm aber nicht recht gelang. „Gut, die Chance bekommst du!“, sagte sie eisern und einem enttäuscht klingendem Ton.

Tom sah sie an. Er schien nicht zu fassen, was sie da gerade eben gesagt hatte, doch es war ihr egal. Eine Chance gab sie ihm noch.

Würde er sie nutzen?

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